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"Fridays For Future": Übersteht die Bewegung das Sommerloch?
Mick Tsikas/ AAP/ DPA

Gerade lief es so gut für "Fridays for Future": Zu Hunderttausenden gingen Schüler und Studenten für den Klimaschutz auf die Straße. Aber nun sind Ferien. Ist das der Anfang vom Ende der Bewegung?

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plaudertasche123 30.06.2019, 17:34
1. Keine Bange

Wir sind ja nicht in Frankreich... d.h. die Schulferien in Deutschland sind ja Gottlob in den Bundesländern versetzt. Berlin, Brandenburg, Hamburg sind in den Ferien. Fast alle sind schon wieder da, da gehen Bayern und Baden-Württember erst. Ich mache mir keine Sorgen, dass das Interesse über die Schulferien einschläft. Außerdem: Wieso auch? Den Schülern ist es ernst, schließlich geht es um ihre Zukunft. Von der Tragweite des Problems her ist der Klimawandel sicherlich nicht mit Brexit, Wallstreet oder Pulse of Europe zu vergleichen... Vielleicht bekommt FFF eine sommerliche Delle. Den Niedergang bedeuten wird das sicherlich nicht.

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jeby 30.06.2019, 17:38
2.

Es sind ja wohl kaum alle Schüler die ganzen 6 Wochen im Urlaub. Wenn die Proteste jetzt während der Ferien komplett zusammenfallen, dann haben schlicht und einfach all die Kritiker recht behalten, die meinten, dass kein Unterricht für viele eine große Motivation war, an diesen Protesten teilzunehmen.

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Onkel Drops 30.06.2019, 17:40
3. warum sollte FfF verschwinden?

Sommerferien gehen zu Ende und dann gehts weiter... oder hat sich was verändert/verbessert? so wie man sich an faule überhebliche Politik gewöhnt hat,so muss sich nun die Politik auf saure "Demnächst Wähler" einstellen. bis dahin werden sie fragen,bohren und Freitags demonstrieren. Politikverdrossenheit beginnt schon vor 18 ,liegt nicht an den Schülern! es geht nämlich nicht"weiter so" ...

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didih432 30.06.2019, 18:02
4. Das wird schon

nur nicht nachlassen. Darauf warten die dauergestrigen Zukunftsverweigerer ja nur.
Der Sommerkongress ist wichtig - und ich wünsche FFF dabei viele, viele TeilnehmerInnen!
Wichtig erscheinen mir aber auch die Kontakte bei Veranstaltungen anderer gesellschaftlicher Gruppen wie zB die Gewerkschaften, Jugendorganisationen, Parteien, Wirtschaft - und weiterhin die Präsenz im TV.
Und wie steht es bei TWITTER - sind da welche, die dort auftreten?
Und noch was: kümmern sich die Ortsgruppen auch darum, mit den Schulleitungen ein dauerhaftes Arrangement zur Vermeidung von Unterrichtsausfall zu treffen? Also Stundenplananpassung von 5 Tagen auf 4 Tage (inkl. Nachmittage Mo-Do) - oder Einbezug von Sa anstelle Fr?

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bartnelke 30.06.2019, 18:13
5.

Das Problem wird ja wohl erst zum Winter entstehen, wer will schon bei Eiseskälte gegen Erwärmung protestieren

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Erythronium2 30.06.2019, 18:13
6.

Na und? Wie vielen würde denn wirklich etwas fehlen, wenn die Demos der Greta-Jünger im Sommerloch verschwänden? Schulschwänzerei wird ja wohl auch vom wohlwollendsten Lehrer nicht ewig lang geduldet werden. Und die Thesen und Forderungen dieser Leute begeistern Leute außerhalb der jugendlichen Zielgruppe auch nicht unbedingt, etwa dass bislang angeblich nichts Nennenswertes für den Klimaschutz getan worden sei und dass die jungen Leute sich durch die älteren Generationen "betrogen" fühlten, dass jene aber jetzt mal gefälligst auf die Schnelle das Klima zu retten hätten.

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konterspieler 30.06.2019, 18:15
7. Fridays for future wird im September noch stärker wiederkommen!

Warum? Weil die Klimakrise nicht "abebbt", sondern sich immer weiter verschärfen und damit umso sichtbarer für Viele werden wird!
Ausserdem darf man von Greta Thunbergs voraussichtlichem Auftritt vor der UNO im September eine weitere internationale Initialzündung erwarten. Diese junge Frau aus Schweden hat ein grosses Rednertalent wie nur Wenige, von ihr darf man noch einige Überraschungen erwarten. -
Dennoch sind die Schüler in Deutschland in der Gefahr, sich in eine unnötige Isolation zu begeben. Sie haben zwar vor zwei Monaten in der Süddeutschen Zeitung auch alle Älteren und andere gesellschaftlichen Gruppen zum Mitmachen aufgerufen, dies dann aber bisher nicht konsequent umgesetzt.
So haben sie angefangen in ihrer Praxis überall "Altersgrenzen" einzuführen, die gleichsam irrational sind. Denn die Klima- Krise kennt kein Alter und keine Altersgrenzen. Sie zerstört das Leben der Jungen wie der Alten, und die Jungen werden zwangsläufig auch alt. Die Wut der Schüler auf "die Erwachsenen", die sie allein verantwortlich machen, ist zwar verständlich, aber trotzdem ein Irrtum: denn der Klimawandel und die Klimakrise sind tatsächlich nicht in erster Linie ein "Generationenkonflikt", auch wenn das den Jungen so vorkommen mag. Wenn sie sich von diesem etwas kurzsichtigen Irrtum befreien können, wird fridays for future zur stärksten Protestbewegung heranwachsen, die es jemals in der Geschichte der Menschheit gegeben hat.

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haumti 30.06.2019, 18:15
8. Die Bewegung wird am 20 Sept.

wieder auferstehen, und zwar stärker als je zuvor.
Wenn wir den gleichen Sommer wie 2018 bekommen, und vieles spricht momentan dafür, dann gibt es einen Heißen Herbst.
Die Probleme sind weiterhin da und nicht gelöst.
Es bleibt den Schülern gar nichts anderes übrig als der Politik weiterhin auf die Füße zu treten.

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Jürgen Streich 30.06.2019, 18:18
9. Die Wissenschaftler, sie so schwarz sehen...

... für die „Fridays for Future“-Bewegung, übersehen bei ihren Vergleichen glaube ich etwas Entscheidendes. Sowohl die US-Jugendproteste gegen die Waffenlobby als auch die „Pulse of Europe“- und die „Occupy Wall Street“-Bewegung sind bzw. waren letztlich doch eng mit aktuellen Ereignissen und wirtschaftlichen bzw. politischen Entwicklungen verbunden. In den USA war es ein erneuter Amoklauf an einer Schule, der nach einiger Zeit in der öffentlichen Wahrnehmung durch andere Ereignisse überlagert wurde. Und in Europa war es die Angst um die EU, die nach dem Brexit als solche gefährdet, nach der Macron-Wahl aber doch zunächst „gerettet“ schien, ob das nun stimmt oder nicht. Ebenso unwahrscheinlich scheint, dass die weltweite Finanzkrise überwunden ist, aber es schien so zu sein und andere Probleme traten in den Vordergrund.

Das wird es bei der Klimaproblematik nicht geben. Die wird für jeden Menschen immer sicht- und spürbarer. Den „Fridays for Future“-Schülern ist bewusst, dass ihre Zukunft verheizt wird. Ein weiterer Rekordsommer – und der diesjährige ist auf dem besten Wege, einer zu werden – könnte den protestierenden Schülern auch weitere ältere Mitstreiter liefern und die Bewegung so stärken. Ohnedies zeichnet sich nach meinem Dafürhalten längst ein „Generations for Future“-Pakt ab. Wann wo welche Ferien sind spielt dabei keine Rolle mehr. Schließlich machen Wetter und Klima auch keinen Urlaub.

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