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"Fridays For Future": Übersteht die Bewegung das Sommerloch?
Mick Tsikas/ AAP/ DPA

Gerade lief es so gut für "Fridays for Future": Zu Hunderttausenden gingen Schüler und Studenten für den Klimaschutz auf die Straße. Aber nun sind Ferien. Ist das der Anfang vom Ende der Bewegung?

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garfield53 30.06.2019, 18:28
10. mmm

"Übersteht die Bewegung das Sommerloch?"
Höre ich da etwa klammheimliche "Hoffnung", das diese "Netzbeschmutzer, puberitären Querulanten und Schulschwänzer" welche eigentlich die "Schnauze" halten sollten, wenn unsere Welt und Umwelt entgültig den Profitinteressen der Konzerne und populistischer Möchtegerne geopfert werden soll, kapitulieren und müde werden, angesichts des aggressiven "Gegenwindes" der Konzerne und der meisten Politiker, welche viel reden aber nichts wirklich tun wollen!
Was interessiert uns die Welt in 30 oder 50 Jahren, da werden die Meisten der Verurscher dieser von Mensch gemachten Katastrophe sowieso "biologisch" entsorgt" sein.
Müssten wir, die politisch und ökologisch weitgehend desinteressierte Eltern- und Großelterngeneration, länderübergreifend, weltweit, uns nicht schämen, aus lauter "Sattheit" und Feigheit alles geschehen zu lassen und die Erben unseres Versagens beleidigen oder belächeln.
Wir müssen doch nur zum Fenster rausschauen, es ist ökologisch und umwelttechnisch nicht nur 5 vor 12, es besteht die Gefahr, das wir Alle, nur noch den Untergang unserer Zivilisation "verzögern" können, wenn wir Alle nicht weltweit uns umgehend deutlich positionieren und nicht nur schwafeln, aus Dummheit und Feigheit alles den Anderen überlassen wollen, wie die Oliv-Grünen, nur "Trittbrett" fahren, aus billigen Machtkalkül.
Denn, wie wir sehen, ist kein Einsehen gar Verständnis von der s.g. Wirtschaft und der Mehrheit der Politiker tatsächlich zu erwarten.
Im Gegenteil, die politischen und wirtschaftlichen Machtkonstellationen sind gerade wieder einmal im Wanken und da wollen einige selbsternannte "Herrscher" mit "Feuer und Schwert" die Welt nach ihren Vorstellungen "neu" gestalten, was interessiert da die Umwelt, das Klima, das Überleben, sauberes Wasser und Nahrung für Alle?.
Wem interessiert da das Weiterbestehen unserer Erde, unserer Zivilisation?
Wie man täglich hören, lesen und sehen kann, die "Mehrheit", außer einigen hohlen Parolen, erschreckend wenig.
Kinder haltet durch, sammelt und begeistert immer mehr für "eure" Zukunft, unsere Uhr, die der Alten und Etablierten, läuft ab!
Großeltern und Eltern ´, wacht endlich auf, denn von unseren Regierungen und den wirtschaftlichen Interessen im Hintergrund, haben wir nichts mehr zu erwarten!

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pepe-b 30.06.2019, 18:35
11. @ plaudertasche123

Den Schüler ist es Ernst? Das glaube ich nicht. In meinen Augen ist es eher ein Hype, wie es schon sehr viele dieser Art gegeben hat (siehe Artikel). Es wird sich hier nicht anders verhalten. Welche „Wirkung“ das Ganze hat, sieht man ja an den diesjährigen Rekorden bei Flugreisen usw.. Sorry, ein paar wenige ernsthafte Idealisten mögen dabei sein und vor denen: Hut ab. Ich garantiere Ihnen aber, dass es der breiten Mehrheit der Teilnehmer nicht um das Klima geht. Dafür sind die Teilnehmerzahlen viel zu niedrig - es ist nicht mehr als zwei Mal Pegida. „Weit mehr als eine Million Menschen in 120 Ländern“ verteilt auf zwei große Termine sind teilnehmermäßig eher ein Witz. Es geht um den Spaß am „Protest“, am kollektiven Schule-Schwänzen, ums Cool-Sein, weil man ja einfach „dabei“ war, um die große Party, auf der Selfies gemacht werden und um Likes. Irgendwann wird’s sicher langweilig. Das war bisher immer so. Ist quasi ein Naturgesetz ? Mit der aktuellen „grünen Welle“ verhält es sich genauso und fällt nur zufällig zeitlich zusammen. Die Grünen haben einen Lauf - aber nicht weil wir plötzlich 26% Klima-Besorgte haben, sondern aus Sorge vor den Rechten. Ich verweise auf die Fluggastzahlen als Beleg ?

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AirSeal 30.06.2019, 18:58
12.

Zitat von Jürgen Streich
Das wird es bei der Klimaproblematik nicht geben. Die wird für jeden Menschen immer sicht- und spürbarer. Den „Fridays for Future“-Schülern ist bewusst, dass ihre Zukunft verheizt wird. Ein weiterer Rekordsommer – und der diesjährige ist auf dem besten Wege, einer zu werden – könnte den protestierenden Schülern auch weitere ältere Mitstreiter liefern und die Bewegung so stärken. Ohnedies zeichnet sich nach meinem Dafürhalten längst ein „Generations for Future“-Pakt ab. Wann wo welche Ferien sind spielt dabei keine Rolle mehr. Schließlich machen Wetter und Klima auch keinen Urlaub.
Ist der Sommer schon nach 8 Tagen vorbei , das sie ihn schon als Rekordsommer auf bestem Wege sehen?

Bis lang glaubte ich er hätte erst am 21 Juni angefangen und endet am 23 September ! Also dauert er noch 2,5 Monate und für kommende Woche und die zeit danchj sehen dioe Prognosen eher eine Sommer im Beriche von 20 bis 25°C .. als eher kühl / Warm wie heiss

Aus dem Grund fliegen ja auch jährlich viele Deutsche , auch Jugendliche, mehrere Wochen in den Süden um tolle 30 ° Grad und mehr unter Palmen und am Meer zu genießen und zu chillen

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didih432 30.06.2019, 19:14
13. Knackpunkt!!!

Zitat von konterspieler
Die Wut der Schüler auf "die Erwachsenen", die sie allein verantwortlich machen, ist zwar verständlich, aber trotzdem ein Irrtum: denn der Klimawandel und die Klimakrise sind tatsächlich nicht in erster Linie ein "Generationenkonflikt", auch wenn das den Jungen so vorkommen mag. Wenn sie sich von diesem etwas kurzsichtigen Irrtum befreien können, wird fridays for future zur stärksten Protestbewegung heranwachsen, die es jemals in der Geschichte der Menschheit gegeben hat.
Dieser Schritt entscheidet eine ganze Menge - da braucht man nur die Flut herablassender u. manchmal auch bösartiger Forumsbeiträge hier und anderswo zu lesen.
Aber Achtung!
Dieser Schritt ist verbunden mit den erfahrungsbedingten Rückfragen der Älteren: >habt ihr daran gedacht, dass....?<
Es sind gutwillige Ältere, die so fragen - und es macht wenig Sinn, ihnen nur die Versäumnisse der Vergangenheit vor zu werfen. Es gibt nämlich unter ihnen eine ganze Anzahl, die seinerzeit die Botschaft des Club of Rome bereits verstanden - und seitdem an der Vergeblichkeit ihrer Bemühungen gelitten haben, dieser Botschaft Wirksamkeit zu verschaffen.
Aber viel wichtiger ist, zusätzlich zu diesen schon lange vorhandenen Mitstreitern Menschen aus der älteren Generation zu gewinnen, die jetzt erst ernsthaft beginnen mit dem Nachdenken. Und das sollen sie laut tun dürfen - auch mit Fragen nach gesellschaftlicher Gerechtigkeit, Einfluss des Kapitals, Mietwucher etc, etc..... aber auch nach dem Umgang mit Menschen, die als Erstbetroffene aus ihrer Heimat wegmüssen . Diese Fragen sind unentrinnbar verknüpft mit der Frage, wer die ebenfalls unentrinnbaren Kosten der Maßnahmen zur Reduktion des menschengemachten Anteils am Klimawandel tragen soll.
Wenn ich mich in diese Wahnsinnszusammenhänge reinversetze, dann wird mir eines vollständig klar: wenn das jemand aushalten soll, dann nicht ohne - ergänzende - organisatorische Arbeitsstrukturen. Ich sehe da nur zwei Wege: Gründung einer eigenen Partei - oder mE besser den Beitritt zu den GRÜNEN/BÜNDNIS90.

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Hukowski 30.06.2019, 19:15
14. tja

Zitat von Erythronium2
...und dass die jungen Leute sich durch die älteren Generationen "betrogen" fühlten, dass jene aber jetzt mal gefälligst auf die Schnelle das Klima zu retten hätten.
Es würde schon reichen, wenn die ältere Generation damit aufhören würde, das Klima und damit die Zukunft der jüngeren Generation zu zerstören.

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andre_36 30.06.2019, 19:19
15.

Aber natürlich werden die Schulstreiks weitergehen. Eine Protestbewegung, bei der man nichts riskiert und obendrein in den Genuss eines schulfreien Tages kommt, hat bestes Potenzial zum Dauerbrenner zu werden. Da die Klimaerwärmung auf absehbare Zeit auch nicht zu stoppen ist, kann man diese Motivation zeitlich unbegrenzt benutzen. Was ich nicht so ganz verstehe : ""Viele Leute sind im Urlaub", sagt Franziska Wessel. Und es gibt auch keinen Schulunterricht, den man bestreiken könnte." Politische Aktivisten machen alle gemeinsam Urlaub? Und ging es nicht um Klimaschutz? Was hat der Schulunterricht damit zu tun? Protestbewegungen haben sich anscheinend sehr verändert, seit ich aktiv war. So vor ca. einem Jahr.

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BerndWe 30.06.2019, 19:25
16. Schön wäre Umweltschutz statt Klimaschutz

bzw Bildung statt Verweigerung. Oder auch Zukunft statt Panik.

Ein Ende von FFF wäre wünschenswert, dann kann man eventuell mal wieder über Umweltschutz reden und über reale Maßnahmen die Zukunft lebenswert zu erhalten anstatt wie jetzt nur trotzig mit dem Fuß aufzutreten und 'jetzt, sofort' die Welt zu retten

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Schartin Mulz 30.06.2019, 19:28
17. Es geht

den Schülern natürlcih um das Klima.
Die Beschimpfung der "Schulschwänzer" soll ja nur vor dem Problem ablenken.
Es ist auch egal, ob die jetzt in den Urlaub fliegen. Das persönliche Verhalten einiger Schüler ist für das Weltklima irrelevant.
Genauso ist es irrelevant, ob die Demos nahc den ferien weitergehen oder nicht.
Oder ob irgendwelche Städte den Klimanotstand ausrufen oder eine 300 Meter lange Umweltspur einweihen, die sich dann Radfahrer mit Dieselbussen teilen.
Der Klimawandel wird durch durch einen globalen Umbau des Energiesektors gestoppt oder gar nicht. Dei Schüler könen da ein bisschen Druck machen, merh aber auch nicht.

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andre_36 30.06.2019, 19:29
18.

Zitat von didih432
Dieser Schritt entscheidet eine ganze Menge - da braucht man nur die Flut herablassender u. manchmal auch bösartiger Forumsbeiträge hier und anderswo zu lesen. Aber Achtung! Dieser Schritt ist verbunden mit den erfahrungsbedingten Rückfragen der Älteren: >habt ihr daran gedacht, dass....?< Es sind gutwillige Ältere, die so fragen - und es macht wenig Sinn, ihnen nur die Versäumnisse der Vergangenheit vor zu werfen. Es gibt nämlich unter ihnen eine ganze Anzahl, die seinerzeit die Botschaft des Club of Rome bereits verstanden - und seitdem an der Vergeblichkeit ihrer Bemühungen gelitten haben, dieser Botschaft Wirksamkeit zu verschaffen. Aber viel wichtiger ist, zusätzlich zu diesen schon lange vorhandenen Mitstreitern Menschen aus der älteren Generation zu gewinnen, die jetzt erst ernsthaft beginnen mit dem Nachdenken. Und das sollen sie laut tun dürfen - auch mit Fragen nach gesellschaftlicher Gerechtigkeit, Einfluss des Kapitals, Mietwucher etc, etc..... aber auch nach dem Umgang mit Menschen, die als Erstbetroffene aus ihrer Heimat wegmüssen . Diese Fragen sind unentrinnbar verknüpft mit der Frage, wer die ebenfalls unentrinnbaren Kosten der Maßnahmen zur Reduktion des menschengemachten Anteils am Klimawandel tragen soll. Wenn ich mich in diese Wahnsinnszusammenhänge reinversetze, dann wird mir eines vollständig klar: wenn das jemand aushalten soll, dann nicht ohne - ergänzende - organisatorische Arbeitsstrukturen. Ich sehe da nur zwei Wege: Gründung einer eigenen Partei - oder mE besser den Beitritt zu den GRÜNEN/BÜNDNIS90.
Nun, offensichtlich sind die Alktivisten nicht davon abzubringen, aus diesem Thema einen Generationenkonflikt zu generieren. Das wird deutlich mit jedem Interview oder offiziellen Statement. Wenn dieser Konflikt darin bestünde, die eigenen Eltern von der Notwendigkeit umweltbewusster Handlungsweise im Alltag zu überzeugen, wäre das nachvollziehbar. Aber diesen Widerspruch gibt es nicht, oder selten. Es handelt sich lediglich um eine der üblichen Abgrenzungen, die es einer Gruppe ermöglicht, die eigene Überlegenheit zu demonstrieren. Ihre Ausführungen zu den sozialen Fragen, die nicht von der Klima-Diskussion zu trennen sind, stimme ich absolut zu. Ihre daraus gezogene Schlussfolgerung, den Grünen beizutreten, erscheint mir allerdings bizarr.

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G. Duldig 30.06.2019, 19:36
19. Vorgestern,

Also nach gut einer Woche Ferien in Berlin, gab es eine beachtliche Demo rund um den Bundestag, die im Artikel nicht mal erwähnt wird ... Solange die Politik junge Menschen und ihre Anliegen (Klima,Umweltschutz, Schulden, Bildung ...) nicht ernst nimmt, braucht niemand damit zu rechnen, dass der „Spuk“ aufhört.

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