Forum: Leben und Lernen
Fristlose Kündigung: Wann dürfen Studenten ihre Zimmer über Airbnb vermieten?
SPIEGEL ONLINE

Das Zimmer im Wohnheim vermieten, während man selbst unterwegs ist: Eine gute Idee, dachte eine Münchner Studentin. Doch die Aktion führte zur fristlosen Kündigung - ohne Abmahnung. Zu Recht?

Seite 3 von 6
stinkfisch1000 16.02.2016, 11:38
20.

Zitat von kayakclc
Ich nehme nicht an, dass die Airbnb Einnahmen etwa bei Finanzamt als Einnahmen aus Vermietung deklariert, wie jeder Vermieter, sondern das Geld einfach "schwarz" einsteckte. Wieder gegen dem Staat Steuereinnahmen verloren und das von eine exterm privilegierten Gruppe von Menschen:
Genau genommen sind es bei regelmäßiger Vermietung gar keine Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, sondern steuerpflichtige Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb (Analog Pension). Das ist nicht nur mehrfache Hinterziehung von Steuern, einschl. der Umsatz- und der Gewerbesteuer, sondern auch noch Unterhalten eines nicht angemeldeten Gewerbes - illegales Gewerbe also.
Mittlerweile gibt es in den großen Städten wie Berlin und Hamburg Finanzämter, die sich gezielt die Seiten von AirBnB anschauen. Wollen wir hoffen, dass man sich ein paar exemplarische Fälle ordentlich zur Brust nimmt - vielleicht wirkt das ja abschreckend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thunderstorm305 16.02.2016, 11:40
21. Das geht nicht.

Hier handelt es sich um öffentlich geförderten Wohnraum den Studenten für einen fairen Preis beziehen können. Es ist deshalb nicht zu rechtfertigen, dass Studenten zeitweise ihre Wohnung vermieten und am Ende noch einen Gewinn erzielen. Die fristlose Kündigung ist deshalb gerechtfertigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vertitude 16.02.2016, 11:40
22. Privat-Hotelliers

Das gibt es jetzt öfter, dass Leute fast ihren gesamten Lebensunterhalt über Touristenaufenthalte in ihrer Mietwohnung bestreiten. Einfach mal 2 Wochen bei Freunden oder Verwandten einquartieren und schon hat man bei überzogenen Preisen die Miete und ein gehöriges Plus im Monat zusammen. Für die Nachbarn ist es vor allem ärgerlich, weil sich insbesondere junge Touristen selten an die Nachtruhe halten, von den Cannabiswolken mal ganz abgesehen...Alles schon selbst erlebt. Spätestens, wenn man ständig neue Gesichter im Hausflur erblickt, sollte man sich Fragen stellen. - Und dass Touristen nicht von günstigen Studentenwohnungen profitieren dürfen, versteht sich ja von selber.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schgucke 16.02.2016, 11:42
23.

die, die nichts zu verbergen haben, sind dann auch alle hübsch mit echten Namen, aussagekräftigen Bildern der Lage und Wohnung und echtem eigenen Bild bei AirBnB drin. spätestens die auf Ehrlichkeit getrimmten Rezensenten schreiben den Klarnamen in die Bewertung. man müsste als Finanzamt, Sozialwohnungsvermietung, Kurtaxenbehörde und Arbeitsagentur einfach mal den eigenen Ort dort scannen, und schon wissen die Bescheid. die Beweise sind derart erdrückend, dass es eigentlich gar keiner Konfrontation des Mieters mehr bedarf.

@ kayakclc: mitnichten kann man mit der eigenen Wohnung machen, was man will. eigentlich kauft man nur die Luft zwischen den Wänden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bayernmuenchen 16.02.2016, 12:00
24. Ein Bekannter

von mir macht das genauso:
Vermietung an Dritte für fast die doppelte Miete des Wohnheimzimmers+NK. Er selbst wohnt bei Verwandten.
Was soll ich machen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joey55 16.02.2016, 12:10
25.

Zitat von bayernmuenchen
von mir macht das genauso: Vermietung an Dritte für fast die doppelte Miete des Wohnheimzimmers+NK. Er selbst wohnt bei Verwandten. Was soll ich machen?
Was erwarten Sie? Dass man Sie zum Denunziantentum aufruft?

Ansonsten finden Sie unter den Kommentaren hier bereits einige Handlungsmöglichkeiten. Sie könnten natürlich auch zu ihm gehen und mit ihm darüber sprechen, ihn ggfs. auf die rechtlichen Risiken (Steuerhinterziehung, Kündigung etc.) hinweisen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cor 16.02.2016, 12:12
26. Sozialschmarotzer

Zitat von bayernmuenchen
von mir macht das genauso: Vermietung an Dritte für fast die doppelte Miete des Wohnheimzimmers+NK. Er selbst wohnt bei Verwandten. Was soll ich machen?
Zuerst mal sollten Sie sich fragen, warum Sie mit einem solchen Menschen eine Bekanntschaft pflegen.

Ich würde ihm meine Meinung direkt ins Gesicht sagen. Wenn er dann nicht reagiert, direkt zur Wohnheimverwaltung.

Warum? Weil einigen Leuten einfach Respekt beigebracht werden muss. Ihrem Bekannten ist dieser irgendwann abhanden gekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
enivid 16.02.2016, 12:12
27. Lieber Mieterverein...

Sollte die Studentin die Wohnung teurer vermietet haben als für den selbst zu leistenden Mietzins, erachte ich es hier als besonders schwerwiegenden Verstoß, welcher eine fristlose Kündigung rechtfertigt. Übrigens ist diese vorgehen sehr unsozial und das von Leuten die selbst auf soziales Verhalten drängen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hman2 16.02.2016, 12:20
28. Das Studetenwerk (!) ist nur gegen Studenten erbarmungslos

Zitat von
Das Vermieten subventionierter Wohnheimzimmer sei "äußerst unmoralisch", teilen die Deutschen Studentenwerke mit. Mit der Gnade der Wohnheimbetreiber sollte man deshalb nicht rechnen.
Ich habe nach (!) meinem Studium zur Untermiete in der subventionierten Wohnung eines Gastprofessors gewohnt. Ein Vierteljahr. Ohne, dass es Ärger gegeben hätte (abgesehen davon, dass das Studentenwerk immer wieder Handwerker mit einem Zweitschlüssel meiner Wohnung in meine Wohnung eingelassen hat, auch während meiner Anwesenheit. Ziemlich unerfreulich, wenn man morgens um acht durch einen Bohrhammer geweckt wird, mit dem ein Monteur ein vergessenes Geländer an dem Treppenaufgang in der Mansardenwohnung nachrüstet. Natürlich ohne Termin und unangekündigt...).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
f_eu 16.02.2016, 12:24
29.

Zitat von cosmic_child
ich kann´s verstehen, weil die wohnungen ja quersubventioniert sind ! aber warum nicht aus dem thema ein business für´s studentenwerk machen -> student darf direkt vermieten, muss das aber vorher anmelden und der gewinn wird geteilt.... dann haben beide was davon (ob die bude in den semesterferien xwochen leersteht oder umsatz generiert, sollte auch dem studentenwerk nicht egal sein ;-) )
Wie bitte, der Gewinn wird geteilt ?

Vollständig abgeführt die komplette Einnahme und nichts anderes. Wenn der Student dann sein Zimmer kostenfrei im Vermietungszeitraum behält, dann ist das schon "Gewinn" genug.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 6