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Fristlose Kündigung: Wann dürfen Studenten ihre Zimmer über Airbnb vermieten?
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Das Zimmer im Wohnheim vermieten, während man selbst unterwegs ist: Eine gute Idee, dachte eine Münchner Studentin. Doch die Aktion führte zur fristlosen Kündigung - ohne Abmahnung. Zu Recht?

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Zeitwesen 16.02.2016, 15:33
40. Blauäugig

Ein Zimmer im Studentenwohnheim ist ein privileg. Diese Wohnheime werden (zurecht) von Steuergeldern subventioniert und sind auch logischerweise nur für Studenten gedacht, damit diese in teilweise teuren Mietstädten studieren können und nicht als Nebenerwerbsquelle.
Eine Vermietung weil man mal nicht zugegen ist, ist daher inakzeptabel.

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hman2 16.02.2016, 16:15
41.

Zitat von iffelsine
Wohnungen in den Vermiet-Portalen auftauchen. Auch nehme ich jährlich mein Recht wahr, eine "technische Besichtigung" durchzuführen.
Ein solches "Recht" existiert gar nicht.

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gladwyne 16.02.2016, 16:51
42. jamkam, miethei?

Naja, halt mal nachdenken. cash flow, expenses, neuinvestition (auch wenn man davon als mieter oft wenig mitbekommt), verwaltung, rechtsanwaelte (wenn die mieter mal wieder nicht zahlen oder sachen ruinieren oder halt ihren verpflichtungen nicht nachkommen), steuern und abbezahlen der investitionskosten. dann nachrechnen. dann weiterreden.

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f_eu 16.02.2016, 17:11
43.

Zitat von dexter_douglas
umgekehrte Aktion geht bei dem Ansatz ins Geld. Zudem nochmal die Frage, welche Einnahmen? Die Miete muss von irgendjemandem bezahlt werden! Ob das jetzt der urspruengliche Mieter oder der Untermieter zahlt ist doch egal, sobald die Miete geteilt wird das aber fuer den urspruenglichen Mieter unrentabel. Er zahlt dann doch zweifach, die Mietwohnung im Wohnheim und die Unterhaltskosten an seinem neuen Wohnort (oder halt die Kosten bleibe an den Eltern haengen). Dann muesste man die Statuten aendern und aus Wohnheimen quasi Pensionen machen. Damit kommt man vom 100sten ins 1000ste und rein rechtlich ist das ein kambodianischer Reisfeld, irgendwann fliegt ihnen die naechste juristische APM um die Ohren. Wer sich fuer vermeintlich so schlau haelt, sollte sich selbsstaendig machen muessen und nicht noch weiter versuchen den Sozialstaat auszuhoehlen.
Der Annahmeansatz war ein anderer.

Das Wohnheimzimmer ist ungenutzt. Wenn jetzt ein Außenstehender kurzmietet und es doppeltes Geld oder doppeltes Geld plus gibt.

Wo wir studiert haben (F/M und B) vermutlich schon eine Option.

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logel 16.02.2016, 17:35
44. Früh übt sich,

wer als Boni-Banker enden will. Vergessen wird von dieser Sorte Ego-Typen gerne, dass eine erfolgreiche Gesellschaft nur durch gegenseitige Fairness wachsen und bestehen kann. Fairness sollte also das alleroberste Gebot sein gegenüber ALLEN Mitmenschen. Das gilt nun auch gegenüber einem Vermieter, der seine eigene Wohnung nur einem bestimmten, von ihm ausgewählten Mieter zum Wohnen anvertraut hat. Wenn der Mieter dann diese Wohnung vertragswidrig an jemand anderen weitervermietet, ist das nicht „geschäftstüchtig“, sondern dann ist das Vertrauensmissbrauch, eindeutig ein Betrug, der umgehend und ohne Abmahnung eine fristlose Kündigung zur Folge haben muss.

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dexter_douglas 16.02.2016, 17:51
45. Und ich bin mir ziemlich sicher,

dass im Zuge der Gleichbehandlung der Studenten spaetstens hier der Gesetzgeber einen Riegel vorschiebt.
Man kann nicht einfach so nach Lust und Laune die Miete anheben.

Darf ich raten, Sie studieren irgendwas mit Wirtschaft?

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dennis x 16.02.2016, 18:15
46.

Es ist doch gar nicht ersichtlich, zu welchem Preis das Zimmer vermietet wurde. Ich gehe mal davon aus, dass es zum Selbstkostenpreis untervermietet wurde, was ist dann bitte daran so schlimm? Ansonsten wäre man auf der Miete sitzen geblieben, obwohl man sie gar nicht in Anspruch nehmen konnte, wegen schlecht bezahlter pflichtpraktika oder sonstiger erforderlichen studiennachweise. heutzutage verdient man als akademiker nicht unbedingt so viel mehr als ein gelernter facharbeiter/meister und bekommt währenddessen kein gehalt.

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tubaner 16.02.2016, 18:26
47.

Zitat von figaro2013
Als ich studiert habe, war ich noch gut 5 Monate pro Jahr nicht am Studienort. Eine Weitervermietung mit dem Ziel der Kostenbeteiligung und dem Effekt, knappe Ressourcen optimal zu nutzen, scheint doch ausgesprochen vernünftig. Klare Regeln, die eine Kostenerstattung ohne sittenwidrigen Ertrag erlauben, kann man doch leicht aufstellen. So etwas kann das Studentenwerk doch schon im Standardvertrag regeln. Ob das Geschäft über airBnB so brummt, das man versucht wird, sich gleich in viele Zimmer einzumieten und einen florierenden Hotelbetrieb aufzubauen ist eine Angst, die ev. etwas überzogen ist.
Gerade in München kann man sich mit einer tageweisen Vermietungs übers Oktoberfest problemlos seine Jahresmiete verdienen. Von daher finde ich das Verhalten des Studentenwerks überhaupt nicht überzogen.

Und in den beiden großen Münchner Wohnheimen (Studentenstadt und Olympiadorf) gibt es offizielle Appartementbörsen, über die man legal und unkompliziert sein Zimmer untervermieten kann. Während den Semesterferien kann das ganz ohne Zustimmung des Studentenwerks tun. Und während der Vorlesungszeit bekommt man die Zustimmung problemlos, wenn man begründen kann, warum man das Zimmer nicht benötigt (Auslandssemester, Praktikum in anderer Stadt o.ä.)

Die Appartementbörse setzt auch die Miethöhe nach den Regeln des Studentenwerks fest (zu meiner Zeit waren es 110% der regulären Miete) und achtet darauf, dass nur immatrikuliere Studenten als Zwischenmieter genommen werden.

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dexter_douglas 16.02.2016, 19:28
48. Damit ist doch alles geschwaetzt

Zitat von tubaner
Gerade in München kann man sich mit einer tageweisen Vermietungs übers Oktoberfest problemlos seine Jahresmiete verdienen. Von daher finde ich das Verhalten des Studentenwerks überhaupt nicht überzogen. Und in den beiden großen Münchner Wohnheimen (Studentenstadt und Olympiadorf) gibt es offizielle Appartementbörsen, über die man legal und unkompliziert sein Zimmer untervermieten kann. Während den Semesterferien kann das ganz ohne Zustimmung des Studentenwerks tun. Und während der Vorlesungszeit bekommt man die Zustimmung problemlos, wenn man begründen kann, warum man das Zimmer nicht benötigt (Auslandssemester, Praktikum in anderer Stadt o.ä.) Die Appartementbörse setzt auch die Miethöhe nach den Regeln des Studentenwerks fest (zu meiner Zeit waren es 110% der regulären Miete) und achtet darauf, dass nur immatrikuliere Studenten als Zwischenmieter genommen werden.
Das war offensichtlicher Betrug, danke fuer die zusaetzliche Info.

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makromizer 17.02.2016, 14:32
49.

Auch seltsame Denkweise, statt Studenten zu subventionieren, subventioniert man lieber Studentenwohnheime. Warum rechtfertigen Studenten, die im Wohnheim wohnen, mehr Subventionen, als welche, die sich selber um ihre Unterkunft kümmern?

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