Forum: Leben und Lernen
Früher Umgang mit Geld: Kinder in Deutschland verfügen über drei Milliarden Euro Kauf
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Taschengeld hier, Geldgeschenke da: Wenn man das Geld aller Kinder zusammenrechnet, kommt eine beträchtliche Summe heraus. Was die Kleinen damit anstellen, hat eine Studie untersucht.

Margaretefan 06.08.2019, 18:40
1. Nun ja, ein Spielchen...

...mit großen Zahlen - 3 Milliarden -, im Sommerloch. Kinder bis 14 Jahre gibt es ca 11 Millionen. IMHO alles nicht so interessant. Die gesellschaftliche Aufgabe, möglichst allen Kindern eine schöne Kinderheit ohne Angst und Verzicht, dafür mit möglichst hoher Bildung und viel Spaß bieten zu können, ist viel interessanter.

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euro-paradies 06.08.2019, 19:07
2. Hallo Finanzminister Scholz: Haben Sie das gelesen,

also sofort eine neue Sondersteuer für die Kinder einführen und deren Sparschweine knacken! Dass ja kein Kind auf die Idee kommt zu sparen! Die müssen lernen die Kohle sofort zu verheizen - am besten in den Konsum blasen - oder die wird von Ihnen einkassiert!

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Emderfriese 06.08.2019, 20:05
3. Arm

Vielleicht solltet Ihr von SPON manchmal doch vorher Eure eigenen Berichte durchlesen:
https://www.spiegel.de/thema/kinderarmut_in_deutschland/
und dann erst schreiben...

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karlsiegfried 06.08.2019, 21:26
4. # 3 Vollkommen richtig

Zitat von Emderfriese
Vielleicht solltet Ihr von SPON manchmal doch vorher Eure eigenen Berichte durchlesen: https://www.spiegel.de/thema/kinderarmut_in_deutschland/ und dann erst schreiben...
Wenn ich als Kind (Jahrgang 1943) 50 Pfennig in der Tasche hatte, fühlte ich mich reich. Kinderamut ist Qutsch mit Sosse. Nur Eltern können in Armut leben und deshalb ihren Kinder nicht alles kaufen. Im Vergleich zu echten Armen, Afrika, Fernost und so weiter sind deutsche Arme (Hartz IV. Empfänger) wirklich reich. Diese Allerämsten haben nur Hütten, Dreck, kaum Wasser, kaum Nahrung, keine Schule, keinen Arzt und so weiter. Aber von deren Hungerlöhnen und Armut profitieren in Deutschalnd und anderwo, das ist völlig normal.

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dirk.resuehr 07.08.2019, 12:23
5. Wo

bleibt das gewohnte Geheul über Kinderarmut?
Die nächste "Studie" enthüllt demnächst Schlimmeres: Die Kinder sind gar nicht arm Nur ihr Chauffeur.

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spon_7302413 08.08.2019, 08:21
6. Unreflektierte Statistiken sind gewöhnlich grober Unsinn

Jede/r, der/die einmal einen Grundkurs Statistik belegt hat, erkennt mit einem Blick, was für ein Unsinn hier verzapft wird. Exemplarisch hier noch einmal die Geschichte der beiden, die die statistisch gesehen jeder ein halbes Hähnchen verzehrt haben, weil der eine dem anderen dabei zugesehen hat, wie der ein ganzes Hähnchen verdrückte...
Alleine schon der Unsinn, Kinder im Alter von drei Jahren mit Vorpubertierenden und Pubertierenden in einer Grundgesamtheit zu vermessen und auszuwerten, ist hanebüchen. Wie viel Taschengeld hat denn so ein/e Dreijährige/r und wer mach damit was genau? Und dass sich Vierzehnjährige Comics und Teeniezeitschriften kaufen ist was? Neu? Wie unterscheiden sich die verfügbaren Mittel hinsichtlich der Herkunft der Kinder? Selbst in meiner Schulzeit waren die Unterschiede bemerkenswert und sogar Thema der Lehrerkonferenz, das war in den frühen 1970ern. Die einen hatten mehrere Hundert Mark, andere nur ein paar Zehner im Monat zur Verfügung. Die einen konnten sich - was damals der Hit was - ein Mofa kaufen, andere hatten nicht einmal ein Fahrrad. Das ganze Thema ist nicht neu, wäre interessant, wenn es einmal auf die Essenz dessen, was solche Zahlen alles aussagen und mitteilen können - im sozialen Kontext, nicht nur der reinen Kaufkraft wegen - untersucht und sauber ausgewertet würde. Aber das wäre ja richtige Arbeit... ;-)
Ich könnte eine lange Mängelliste schreiben, so viel Unsinnigkeit steckt in dieser dünnen und offensichtlich recht unreflektierten Darstellung. Etwas mehr Sachkenntnis und Sorgfalt darf doch nicht zu viel verlangt sein, oder? Mit den gelieferten Daten und offensichtlich in nicht weiter durchdachte Zusammenhänge gestellten Zahlen kann niemand wirklich etwas anfangen, außer Clickbaiting zu betreiben. Lieschen Müller lässt schön grüßen. Ist wirklich traurig - und auch ärgerlich -, wenn auf so niedrigem Niveau Balkenüberschriftenjournalismus nun auch neben dem Boulevard zur Regel wird.

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spon_7302413 08.08.2019, 09:17
7. Medienfokussierte Studie

Wer sich die Studie hinsichtlich deren gewählten/gezogenen Haupterkenntnissen durchliest, stellt fest, dass es sich im Wesentlichen darum gedreht zu haben scheint, den Nachweis zu erbringen, dass Kinder gerne lesen und sich insbesondere auch die Zeitschriften für Kinder/Jugendliche gerne ganz durchlesen - also sowohl leseaffin sind, als auch sehr interessiert und konzentriert, wenn es darum geht, diese Medien zu "konsumieren".
Im Grunde verfälscht die gewählte Überschrift also auch den Sinn der Studie. Denn tatsächlich müsste es heißen: "Kinder lesen gerne". Das ist es, was diese Studie/Statistik erbracht hat.
Dass Geld zur Verfügung steht, aber doch eher von den Eltern letztlich verwaltet werden dürfte - soweit es meine Erfahrung im Umfeld auch nahe legt -, ist letztlich der Hinweis auf das Potenzial, also das Reservoir an Kaufkraft für Zeitschriften. So war dem Anschein nach auch die Studie/Statistik ausgelegt, was auch insofern einer nahe liegenden Logik entspringt, weil die Studie/Statistik von Medienhäusern, die in erster Linie Druckerzeugnisse produzieren und vertreiben, betrieben wurde. Und natürlich wird es vor diesem Hintergrund umso fragwürdiger, wie kaum lesefähige Vierjährige, denen eher aus überwiegend bebilderten Kinderbüchern vorgelesen wird, und die weniger an Kinderzeitschriften interessiert sind, mit Dreizehn- und Vierzehnjährigen, die bewusst entscheiden, was sie wollen, in einer statistischen Grundgesamtheit zusammen gefasst werden, um daraus aussagefähige Datenpaare abzuleiten. Das ist methodisch schlichtweg Unsinn, hinsichtlich der Aussage, die letztlich daraus extrahiert werden sollte.

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