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Früher war mehr Kartenspiel: "Bildungsgehalt des Schafkopfens ist immens"
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Wie lassen sich mathematische, strategische, soziale und emotionale Kompetenzen von Schülern steigern? Der Philologenverband in Bayern hat eine Idee, die kaum bayerischer sein könnte.

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fvaderno 28.12.2018, 02:03
30. Wie wäre es mit 'Scharzer Peter'?

Oder mit dem einst von Ephraim Kishon angepriesenen 'BenGurion'? Vielleicht in einem bayerischen Unterrichtsfach! Die mathematischen, strategischen, sozialen und emotionalen Kompetenzen der Schüler würden (vielleicht!) ins Unvorstellbare steigen!

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Einhorn 28.12.2018, 10:20
31.

Zitat von widower+2
Das Rauchverbot hat nicht nur dazu beigetragen, sondern ist sogar einer der wesentlichen Auslöser für das Wirtshaus- oder Kneipensterben. Und das beileibe nicht nur in Bayern.
Ich bin eher der Überzeugung, die sozialen Medien ersetzen heute die Kneipe. Man ging dort hin um am Feierabend abzuschalten und mit den - großteils bekannten - Anwesenden über Gott und die Welt und das Tagesgeschehen zu diskutieren und Neuigkeiten über die Familie auszutauschen. Das macht heute die Social Media App. Und fürs Kartenspiel gibts die anderen Apps - die sogar das Gefühl vermitteln, man spielte gegen andere echte Menschen.

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supergrobi123 28.12.2018, 10:46
32. Übetriebene Rückwärtsgewandtheit

Ich selbst habe früher sehr viel Doppelkopf und Skat gespielt und halte sie für die besten Kartenspiele der Welt. Mich hat es immer erstaunt, dass diese Spiele es kaum über unsere Landesgrenzen hinausgeschafft haben, während vergleichsweise wenig anspruchsvolle Kartensspiele wie Canasta oder Poker weltweit bekannt sind.
Tatsache ist aber, dass es am Ende auch nur Kartenspiele sind, die vielleicht ein wenig das Gedächtnis und das taktische Denken schulen, aber eben nur in der Inselkompetenz Kartenspiel. Ich kenne zahlreiche Menschen, die noch nie Skat oder Doppelkopf gespielt haben und trotzdem gut durchs Leben kamen. Dies gilt wohl für 99% der Weltbevölkerung.
Nachrückende Generationen interessieren sich nun nicht besonders dafür, machen ihr eigenes Ding und rufen so eigene Traditionen ins Leben. Gut so!
Hätten sich früher die rückwärtsgewandten Traditionalisten, die sich gegen dieses neumodische, zeitverschwenderische Schafkopf-Spiel aussprachen (und die gab es bestimmt!) durchgesetzt, dann hätte wir alle was verpasst.

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TS_Alien 28.12.2018, 11:29
33.

Jedes intelligente Spiel kann für Schüler förderlich sein, neben dem Spaß am Spiel.
Leider wird sich an den Schulen zu sehr auf Schach konzentriert. Dabei hat gerade Schach den großen Nachteil, dass ab einer gewissen Spielstärke die Theorievorbereitung zu starke Einflüsse auf die Erfolge und damit die Motivation der Schüler hat. Jedes Spiel, das weniger Wissen als Schach erfordert, ist für die Gelegenheitsspieler unter den Schülern besser geeignet.

Man könnte durchaus Schulmeisterschaften auch für Mühle oder Mensch ärgere dich nicht durchführen. Meinetwegen auch für Kartenspiele.

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jo126 28.12.2018, 11:59
34. Auch nach der Schule

Wir haben angefangen, in der Firma nach Feierabend Karten zu spielen. Eine Mitarbeiterin hat uns die Regeln von Poker (Texas hold'em) nahegebracht. Ich werden demnächst Skat anbieten - kann von den Jüngeren keiner mehr. Mal sehen...

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jennerwein 28.12.2018, 12:54
35. "Schaffkopf" hat es lang geheißen

Das Spiel und die Bezeichnung geht auf die Landsknechte zurück. (Die Kartenspiele als solche noch viel weiter). Die Landsknechte stellten praktischerweise ein "Schaff auf den Kopf" Aber wichtig ist doch eh blos:
Dies Kartenspiel vereinte Schweden und Kaiserliche - Bayern und Franken - Jäger sogar mit uns Wilderern.

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mh-m 28.12.2018, 13:39
36.

Zitat von Christoph Hager
Schöner Anfängerfehler auf dem Bild. Niemals die Karten sortiert in der Hand halten ;) (Ich hab 7 Jahre während meiner Studienzeit als Loader am Flughafen München gearbeitet und ca. 80% meiner Arbeitszeit Schafkopfkarten in der Hand gehabt)
Servus Christoph
Da ist eine ziemlich hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir schon mal miteinander gespielt haben. :-)
Apropos Wahrscheinlichkeit, ich erinnere mich dass mein Mathelehrer (auch ein begeisterter Schafkopfer) uns Stochastik auch mit Schafkopfen näher gebracht hat, sogar an eine Ex mit einer Schafkopfaufgabe erinnere ich mich, die Frage lautete in etwa so: Wie wahrscheinlich ist es, dass man genau 6 Ober/Unter ausgeteilt bekommt. Und die zweite Frage dazu war ähnlich (mindestens statt genau).
Heute spiele ich noch viel zu selten alle ein bis zwei Monate mit Freunden. Das Problem in München besteht aber vor allem darin, dass viele Wirtshäuser es gar nicht mögen wenn dort gespielt wird.

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Stäffelesrutscher 28.12.2018, 17:58
37.

»"Erinnert sei an dieser Stelle beispielsweise an die bayerische Redewendung 'Der Ober sticht den Unter', mit der im Lebensalltag auf Hierarchien hingewiesen wird, die immer auch Bestandteil von Demokratien sind."«

Ah ja, wie praktisch, wenn den Schülern auch per Kartenspiel eingetrichtert werden soll, dass die CSU und der Pfarre und der Arbeit»geber«verband immer Recht haben, weil sie die Macht haben.

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widower+2 29.12.2018, 00:08
38. Danke für diesen Beitrag

Zitat von Stäffelesrutscher
»"Erinnert sei an dieser Stelle beispielsweise an die bayerische Redewendung 'Der Ober sticht den Unter', mit der im Lebensalltag auf Hierarchien hingewiesen wird, die immer auch Bestandteil von Demokratien sind."« Ah ja, wie praktisch, wenn den Schülern auch per Kartenspiel eingetrichtert werden soll, dass die CSU und der Pfarre und der Arbeit»geber«verband immer Recht haben, weil sie die Macht haben.
Ich hatte glatt darüber hinweg gelesen. Hierarchien mögen zwar Bestandteil von Demokratien sein, stehen jedoch in eklatantem Widerspruch zum Wesen der Demokratie, deren Essenz die Gleichberechtigung aller menschlichen Wesen ist.

Für bestimmte Fälle benötigt man zwar Befehlsketten, aber Hierarchien im eigentlichen Sinne sind stets von Übel und demokratiefeindlich.

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joergkoeln 06.07.2019, 21:12
39. Doppelkopf für Kinder

Schaut euch doch mal das Doppelkopfspiel für Kinder an: www.doublehead-Kids.de

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