Forum: Leben und Lernen
Für eine Woche Mann: Im Körper des Feindes

Kann Frau über Nacht Mann lernen? Gehen und stehen, schauen und reden wie ein Kerl? Frida Thurm will es wissen. Sie ändert Outfit und Haartracht, klebt sich einen Drei-Tage-Bart an und ist für eine Woche Karl, Indierocker und Biostudent. Die Geschichte eines erstaunlichen Experiments.

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Christian Krippenstapel 09.02.2010, 15:26
130. Wir haben zwar keine Lösung, aber immerhin einen Schuldigen!

Zitat von caligerman
... Männer arbeiten nicht "härter" oder "länger" als Frauen. Sie sind auch nicht besser.
So? Lesen Sie doch mal Susan Pinkers "Geschlechterparadox", da erfahren Sie mehr zu dem Thema.
Zitat von caligerman
Die weltweite Finanzkrise, die die Welt an den Rand der Katastrophe gebracht hat, ist fast ausschliesslich von Männern verursacht worden.
Na, wenn sich die Frauenquote in den Vorstandsetagen erst durchgesetzt hat, wird sich das ja ändern. Bis dahin gilt: An allem, was auf dieser Welt nicht klappt, sind die Männer Schuld ;-)

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OnkelHotte 09.02.2010, 15:26
131. Der so genannte Feind

Zitat von Dampflok
Die radikalfeministische Sicht auf Männer könnte kaum entlarvender sein als der Titel des Artikels... PS: ich hoffe diese Frau hat so viele Eier in der Hose, ihre Bewerbungen für den öffentlichen Dienst in Zukunft auch nur mit einem Männernamen zu schreiben. Dann lernt sie nämlich sexistische Benachteiligung kennen.
Danke, treffender kann man es nicht auf den Punkt bringen.

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-janbo- 09.02.2010, 15:26
132. Sehr gut.

Zitat von Roque Spiegel
Ist ja fast so spektakulär wie mein Experiment, welches ich eigentlich erst nächste Woche veröffentlichen wollte: "Kann ein Mann über Nacht Frau lernen? Gehen und stehen, schauen und reden wie ein Weib? Roque Spiegel will es wissen. Er ändert Outfit und Haartracht, schminkt sich mit grellem Lippenstift und ist für eine Woche Chantalle, Modepüppchen und Friseurin. Die Geschichte eines erstaunlichen Experiments. .......... >>Und hör auf so intelligent zu schauen, fang lieber an ständig doof zu grinsen.<< und so weiter..

Ich bin dafür den Beitrag des Herrn Rogue Spiegel, in vielleicht etwas überarbeiteter Form, hier zu veröffentlichen. Der hysterische Ansturm kreichender Feministinnen ist ihnen sicher. Ich erinnere da mal an das österreichiche Werbevideo des Bundesheers.
Wenn ich schon lese was man sich da als Mann alles anhören muss.. ich vernkeife mir dazu lieber meinen Kommentar und sehe gesund drüber hinweg. Von einem ernst zu nehmenden Experiment kann hier jedenfalls keine Rede sein.
Naja vieleicht bin ich auch durch den unterirdisch miesen Titel schon von Anfang an voreingenommen.
Ein Glück ,dass es nur ein kleiner Teil der Frauen ist, welcher so denkt.


PS: Zu den auf Alice Schwarzer bezogenen Kommentaren, möchte ich sagen, dass man eine Frau doch schlecht für voll nehmen kann, welche seit Jahren so tut als würde sie gegen Prostitution vorgehen und dann Fernsehwerbung für eine (leider) große deutsche Zeitung macht, welche einen großen Teil ihrer Werbeeinahmen durch Anzeigen aus dem Milieu bezieht.

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Eva K 09.02.2010, 15:28
133. Immer noch zu empfehlen

Auch wenn das Buch schon 30 Jahre alt ist, ist es doch immer noch empfehlenswert:

Wex, Marianne: "Weibliche" und "männliche" Körpersprache als Folge patriarchalischer Machtverhältnisse. Frankfurt am Main 1980: Frauenliteraturvertrieb Hermine Fees

Wex belegt ihre Thesen mit einer großen Anzahl Fotos von Straßenszenen aller Art. Wenn ich mir diese gut 30 Jahre alten Fotos anschaue und mich heute umschaue, finde ich alles wieder. Es hat sich nichts geändert.

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Micha_Zimmer 09.02.2010, 15:29
134. ich mag...

..., dass ich ein mann bin. und ich mag frauen. und, was die sache noch viel schlimmer macht, ich mag klischees.

ein klischee kann auch einen spiegel (ok, manchmal ist es nur ein handspiegel) vorhalten und durchaus unterhaltsame situationen beschreiben. herr barth füllt stadien mit dem spielen mit klischees. meiner treu, ich lache sogar darüber. mal im ernst - die FERNbedienung auf den fernseher zu legen... tztztz.

der artikel hat mich ebenfalls unterhalten. die bildliche vorstellung, wie mr. seitenscheitel in der u-bahn auf dicke hose macht und schamlos seine bikini-zone, verhüllt von samtigem cord, der umwelt preisgibt, zaubert schon ein lächeln auf mein gesicht. ebenso wie die vorstellung, dass, mit verlaub, der lutscher (cordhose, benetton-caros, hemdkragen - ohne worte), auf der rolltreppe vom mobilen migranten-stadl verbal aufgemischt wird - erheiternd.

noch erheiternder finde ich, dass sich ein gutteil der spon-leserschaft zu kritischen kommentaren ob der unwissenschaftlichkeit des experimentes, der männerfeindlichen attitüde, der unmöglichkeit des unterfangens als frau ein mann zu sein, sowie hinsichtlich der seltsamkeiten, die sich frau als männlich vorstellt, hinreissen lassen kann.

ergo: ein sehr gelungener und erheiternder artikel, der offensichtlich dazu anregt, sich mit klassischen rollenbildern kritisch auseinanderzusetzen und dies auch noch öffentlich zu reflektieren. sensationell. :D

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Fritz II 09.02.2010, 15:32
135. Der ist gut

Zitat von caligerman
Männer ... sind auch nicht besser. Die weltweite Finanzkrise, die die Welt an den Rand der Katastrophe gebracht hat, ist fast ausschliesslich von Männern verursacht worden.
Nennen Sie mir bitte irgendetwas von weltpolitischer Bedeutung was n i c h t von Männern verursacht worden ist.
;-I

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Core Dump 09.02.2010, 15:33
136. Frauenblala

Zitat von niklaw
Es ist ja auch für einen Mann völlig normal sich in der S-Bahn möglichst breitbeinig hinzusetzen und so sein Geschlechtsteil zu präsentieren. Das würden Frauen nie machen.
Genau. Die, die praesentieren ihre medienpflichtkonform blankrasierten Muschis nur in am Wochenende in der Diskothek, luftig am Treppenaufgang...

Sorry, aber sich auf den tiefen Sitzen _nicht_ breitbeinig hinzusetzen ist fuer jeden Mann mit nem durschnittliche grossem Gemeacht einfach unangenehm, denn ansonsten wird jenes Teil eben leicht gequetscht. Das hat weder etwas mit Reviermarkierung zu tun noch mit dem Praesentieren irgendwelcher Koerperteile.

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DonCarlos 09.02.2010, 15:36
137. Wissenschaftlich?

Zitat von immerzu
Das Experiment haben wir seinerzeit an der Universität in ähnlicher Form durchgeführt. Eine interessante Erfahrung für jede, die daran teilnahm. Man lernt sehr viel über Körpersprache, Auftreten, Erwartungshaltungen, menschliche Wahrnehmung und dergleichen.
Auch wenn dieses Experiment an einer Universität durchgeführt wurde, fehlt diesem wohl so ziemlich jeder wissenschaftliche Erkenntnisgewinn. Dass die einzelnen Teilnehmerinnen einen Erfahrungsgewinn haben, steht dem nicht entgegen.

Was könnte mit so einem "Experiment" überhaupt gezeigt werden?

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vcproepper 09.02.2010, 15:37
138. immer schön alle über einen Kamm scheren...

Zitat von niklaw
Meine Bemerkung, das es für Männer normal sei sich breitbeinig hinzusetzen und für Frauen nicht, hat ja für wahre Entrüstungsstürme gesorgt - und bestätigt damit meine These von der Angst durchschaut zu werden.
narürlich, meine Beste... immer schön pauschale Urteile fällen, und wenn jemand wiederspricht, dann nur weil er ertappt wurde. Bei ihrer Argumentationskultur sollten sie vielleicht über einen Wechsel in die Politik nachdenken...

Zitat von niklaw
Es geht bei Männern halt immer darum zu dominieren. Ich spiele Sonntags Hallenfußball mit ein paar Freunden, nur aus Spaß. Was meinen Sie was da an Dominanzgehabe abgeht. Und die Hierarchien sind klar verteilt.
Vielleicht liegt das am Fussball? Oder an den Freunden, die Sie sich ausgesucht haben? Ich möchte nicht in Abrede stellen, daß es Männer mit ausgeprägtem Dominanzgehabe gibt, aber das findet man nach meiner Erfahrung ebenso bei Frauen, sowohl untereinander als auch in gemischten Gruppen. Die meisten weiblichen Chefs die ich bisher hatte würden in puncto Dominanzgehabe jedenfalls ganz vorne mitspielen...

Lustig finde ich in diesem Zusammenhang, daß oft gerade die größten Paviane den meisten Erfolg bei Frauen haben... Liegt das daran, daß sie dem Rollenklischee das Sie hier propagieren so gut entsprechen? Die männlichen Grosskotz-Gene wären doch schon längst ausgestorben, wenn sie nicht so gut beim anderen Geschlecht ankommen würden...

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singlesylvia 09.02.2010, 15:39
139. Lustig, dieses Forum, und so aufschlussreich!

Zitat von Sintra
gestern durften wir an dieser Stelle von Freizeit-Steinzeitmenschen lesen - heute von albernen Rollenspielchen - und morgen dann von den Erfahrungen eines Spiegel-Redakteurs unter Alians?
Nee, sondern von Günter Walraff als Kandidatin bei "Deutschland sucht das Topmodel" oder wie das Ding da im Fernsehen heiszt (ich schau kein Fernsehen).

Zitat von Steeevyo
Hallo Spiegel Online, Ich habe gerade die 'Siebziger Jahre' an der Strippe, die wollen ihren Artikel zurueck. ;-)
Über den einen Satz allein könnte ich stundenlang lachen.

Zitat von FastFertig
Guckt mal, ich habe mich als Wissenschaftler verkleidet und bin jetzt ganz schlau! Hihi.
Sehr gute Tarnung. Aber versuchen Sie mal, auf dem nächsten Klimagipfel überzeugend "schlau" aufzutreten. Ooopps, sorry, schlechtes Beispiel, bei einem Klimagipfel würde man mit Schlauheit auffallen.

Zitat von taiga
Es ist zu befürchten, dass irgendeine Gender-Professorin diesen Käse auch noch liest, bei der Gleichstellungsstelle im Köhler-Ministerium einen Antrag auf Forschungsgelder stellt und aus diesem gequirlten Quark letztlich noch eine Diplomarbeit wird: summa fem laude.
Es ist Alltag an deutschen Unis, mit Unsinn Forschungsgelder zu beantragen und auch zu bekommen. Oder sagen wir besser, nicht mit Unsinn, aber mit Themen, die auszer die Forschenden niemanden interessiert, und deren Forschungsergebnisse nach Abgabe auf Nimmerwiedersehen in den Schubladen verschwinden. Nicht umsonst nannte ein mir bekannter Uni-Professor die Uni das gröszte subventionierte Irrenhaus.

Zitat von Steeevyo
Weil wir Maenner nun mal das starke Geschlecht sind. ;-)
In den meisten Fällen leider nur physisch ;-) (Das zeigen auch viele der hier gemachten Kommentare.)
Ich könnte hier jetzt den alten Witz erzählen: "Männer sind wie Wale: groszes Maul, ständig im Tran und alle Kraft im Schwanz." Tue ich aber nicht. (Mist, habe ich's doch vergessen, es wieder zu löschen; so sorry, guys. :-))))))

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Im übrigen ist ein ein himmelweiter Unterschied, in der anderen Geschlechterrolle zu erscheinen, als sie real zu leben. Man frage Mann-zu-Frau-Transsexuelle während ihrer Übergangsphasen; diese Menschen können euch was von Klischees erzählen, nicht solche Karnevalsveranstaltungen wie dieses hinter-Mann-Maske-verstecken-Experiment.

Wie Loriot schon sagte: "Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen".
Und ich ergänze: "Und sie sollten sich auch nicht anmaszen, das jeweils Andere zu sein, sondern in schonungsloser Selbstreflexion ihre eigenen Schwächen erkennen und daran arbeiten. Allerdings sollten sie sich durchaus die Mühe machen, das jeweils Andere zu verstehen und zu respektieren (und das geht ohne Versteckspiel), das fördert das friedliche Zusammenleben."

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