Forum: Leben und Lernen
Ganz harte Schule: "Auf welches Gümmi kommst du?"
Getty Images/RooM RF

Gegen Ende der Grundschulzeit werden Kinder ständig gefragt: "Auf welches Gymnasium gehst du denn im Sommer?" Dass Erwachsene dauernd nachbohren, wirft allerdings eine ganz andere Frage auf.

Seite 4 von 8
loncaros 11.05.2019, 17:53
30.

Zitat von ralf12012019
Eine Kollegin von mir hat heuer auch das Abitur gemacht. Eigentlich war ihr Sohn angemeldet, aber defakto hat sie es gemacht.
Wie blöd kann er denn sein wirklich sein, wenn er die schriftlichen Prüfungen besteht? Oder geht die Mutter heimlich für ihn in die Prüfungen? Das dürfte wohl kaum klappen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
danny1805 11.05.2019, 18:00
31. @loncarnos

Ich habe das Glück elternunabhängiges Bafög zu bekommen und Aufstockung vom Jobcenter daher kann ich das auch machen sonst wäre das sicherlich ein Problem und klar einfach ist es nicht aber ein Abi fällt ja auch nicht vom Baum,ich habe zum Beispiel dyskalkulie (Matheschwäche) und muss daher erst recht immer für Ausgleich sorgen in den anderen Fächern und ich komm ursprünglich von der Hauptschule zwar mit der Fachoberschulreife abgeschlossen sprich Realschulabschluss aber mir wurde leider auch nichts wirklich geschenkt im Leben,hab 14 Jahre Berufsleben schon hinter mir und hab vor 3 Jahren erst die Chance bekommen nochmal das Abi nachzuholen,da ich 2 mal sitzen gebliebenen bin musst ich mich auch jedes Mal wieder zurück kämpfen was auch nicht wirklich einfach gewesen ist, doch mit Anfang 30 hast du eine andere Motivation als mit 16,17 und weisst wie wichtig es ist in der Schule gut abzuschließen und das Abi in der Tasche zu haben, denn ich habe keine ehrlich gesagt keine Lust noch weitere 30 Jahre in der Betreuung von alten Menschen zu arbeiten das ist meine Motivation dahinter noch 18 Monate durchzuhalten und dann mein Ziel zu erreichen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heidschnucke 11.05.2019, 18:03
32.

Zitat von kaltschale
Ich dachte, dass wäre Kondom auf türkisch. :-) Oder war ein Gymi gemeint?
Sehr gut. Habe laut gelacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zeitwesen 11.05.2019, 18:11
33.

Zitat von ralf12012019
Vor 20 oder 30 Jahren war es völlig normal, wenn alle auf die Realschule gingen. Ein paar "Leuchten" durften auf's Gym. Die wurden dann Pfarrer, Doktor, Ingenieur. Wie sieht es heute aus? Alle wollen auf Gym. Warum? Vor kurzem habe ich in der U-Bahn eine Lehrerin mit ihrer Klasse gesehen. Sie war blond und deutsch, ihre Klasse war Schwarzhaarig und dunkel. Da war kein einziges deutsches Kind darunter. Vermutlich eine Hauptschulklasse. Jetzt frag ich mich, welche Frau Schmidt und welche Frau Meier möchte, dass ihr Kind in die Haupschule geht? Die Politik hat Parallelgesellschaften geschaffen, die uns noch sehr weh tun werden.
"Sie war blond und deutsch, ihre Klasse war Schwarzhaarig und dunkel. Da war kein einziges deutsches Kind darunter. Vermutlich eine Hauptschulklasse."
Dummer Rassismus in geballter Form.
Sie sind ein dumpfer Rassist falls sie es noch nicht wußten.

Woher wissen sie dass die Lehrerin Deutsche war?
Ach ja blonde Haare = deutsch.
Woher "wissen" Sie dass die Kinder keine Deutschen sind?
Ach ja schwarze Haare = undeutsch.
Es gibt übrigens sogar sehr viele Deutsche mit dunkler Hautfarbe, schon gewußt?

Eines weiß ich ganz sicher nach ihrem Post:
ralf12012019 = dumpfer Rassist.

Sie kommen aus der Parallelgesellschaft die uns schadet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lathea 11.05.2019, 18:47
34. Der Wunsch nach Gymnasium und....

.....mehr Schule sollte vom Kind ausgehen. Dazu muss ein Kind erst ausgespielt haben. Es gibt nichts Schlimmeres für ein Kind, als ihm die Kindheit zu nehmen und es dazu triezen, mehr zu lernen als es lernen will oder lernen kann. Unser Sohn war 2 Jahre auf der Hauptschule, hat irgendwann ein reguläres Abitur gemacht, hat einen Bachelorabschluss und ist angehender Arzt. Das hat man nach der 4ten Klasse auch nicht vorhergesehen und das ist auch möglich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
remedias.cortes 11.05.2019, 19:59
35.

Zitat von ralf12012019
Es wäre gut, wenn schon 95% der Kinder in der 4. Klasse wüssten, dass sie auf die Realschule oder die Hauptschule (eupym. Mittelschule) gehen müssten. Es werden ganze Generationen durch Gymnasium und noch schlimmer, später durch die Universität gedrückt, um sich dann in einem "Low cost"-Beruf zu verdingen
Würde man es machen wie in anderen Ländern auch und würde die Schüler bis zur 10. Klasse zusammenlernen ( mit Binnendiffeenzierung) und dann mit Abgehen oder Weitermachen , lassen , wüssten vermutlih 99 % , was sie wollen.
Aber schauen Sie dochmal 9-10jährige an. Das sind noch richtig junge Kinder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mgericke 11.05.2019, 20:32
36. Zu frühe Ausgrenzung

Der Umgang mit Deutschen Schulkindern ist noch immer ein Trauerspiel.
Da wird auf Teufel-komm-raus gesondert, getrennt, und differenziert;
und das in einem Alter, in dem die meisten Kinder noch gar nicht verstehen
können, warum es überhaupt verschiedene Schularten gibt. Ich bin in den
70er und 80er Jahren in Deutschland aufgewachsen und es scheint sich nichts
geändert zu haben. Durch eine Kombination von persönlicher Unreife,
Signifikantem, Mobbing, oft mit körperlicher Gewalt (sowohl durch Mitschüler,
als auch Lehrer) und diversen familiären Problemen habe ich in Deutschland
"nur" den Hauptschulabschluß geschafft. Nach meiner Lehre war ich für
6 Jahre (aktiv) bei der Bundeswehr (mit Versetzung in die USA) und habe in der Zeit meine (Amerikanische)
Hochschulreife nachgeholt. Ich habe dann in den USA studiert und promoviert, und bin
mittlerweile Professor an einer Kanadischen Universität. An meiner Lernfähigkeit
hat es also anscheinend nicht gelegen, an sozialer Ausgrenzung damals aber
auf jeden Fall. Meine Kinder sind beide durch das Kanadische Schulsystem
gegangen, in dem die Schüler nicht in unterschiedliche Kategorien aufgeteilt
werden. Anders als oft behauptet wird, ist es allerdings auch in Nordamerikanischen
Schulsystemen möglich sich durch besondere Leistung auszuzeichnen; die besten
Schüler können sich dort in sogenannte Honours oder Advanced Placement Kurse
eintragen und sich so deutlich, Leistungsorientiert, vom durchschnitt absetzen.
Der wichtige Unterschied vom deutschen System ist, dass diese Differenzierung
Talent-spezifisch ist und zu einem viel späteren Zeitpunkt stattfindet (meistens im 11. und 12. Schuljahr),
wenn die Jugendlichen viel besser in der Lage sind die Tragweite ihres Leitungsaufwandes
auch zu verstehen und eventuell auch die Möglichkeit haben sich gegen andere
Hindernisse in ihrem Umfeld besser zu wehren. Das Deutsche Schulsystem basiert
anscheinend immer noch auf einem viel zu früh ansetzenden Leistungswahn, der
mit eigentlichem Lernen wenig zu tun hat, und wird wohl immer noch bevorzugt
als mittel der sozialen Abgrenzung benutzt. Der daraus resultierende
Verlust an menschlichem Potential ist eine Tragödie und verursacht wohl
auch zu großen Teilen den momentan wieder anschwellenden Konflikt zwischen den
sogenannten "Verlierern" und den sogenannten "Gewinnern". Ein gutes Schulsystem
für Kinder kennt keine Gewinner und Verlierer, sondern nur den individuellen Fortschritt
im Lernprozess; der cutthroat Wettbewerb kommt noch früh genug, als erwachsener.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ondrana 11.05.2019, 20:45
37.

Zitat von remedias.cortes
Würde man es machen wie in anderen Ländern auch und würde die Schüler bis zur 10. Klasse zusammenlernen ( mit Binnendiffeenzierung) und dann mit Abgehen oder Weitermachen , lassen , wüssten vermutlih 99 % , was sie wollen. Aber schauen Sie dochmal 9-10jährige an. Das sind noch richtig junge Kinder.
Es gibt Länder mit gegliedertem Schulsystem, in denen es hervorragend funktioniert und Länder mit eine System, so später separiert wird und auch dort funktioniert es gut. Es gibt gute und erfolgreiche Gesamtschulen in Deutschland und hervorragende Schulen im gegliederten System.
Was nicht funktioniert: ein unterfinanziertes System. In keinem Land.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sensør 11.05.2019, 20:59
38. DIe Prioritäten haben sich verschoben - ein bisschen jedenfalls

Dem KInd einfach sagen, dass es ohne Abi ein Leben in Armut und Ausgrenzung, ständige Überarbeitung ohne nennenswerten Lohn bzw. Dauerkunde beim sogenannten Jobcenter (ein richtiger Arbeitsplatz ist ausgeschlossen) u.s.w. - ja, das trauten sich schon meine Eltern damals nicht zu sagen, geschweige denn dies sich selber überhaupt vorzustellen.
So ist man dann auch bei seinen eigenen Eltern irgendwann durch, verzichtet weiterhin auf Beziehungen, weil Familie gründen eh nicht drin ist, lebt ein popeliges Leben, und wartet sehnsüchtig darauf, zur Erlösung von diesm endlich in die Kiste zu fallen. Ach ja, aufs Gymi hatte ich damals kein Bock mehr, weil alle meine Mitschüler Ar***löcher waren, dies war in der Bretterpenne, auch Realschule genannt, anders ....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fkfkalle3 11.05.2019, 21:04
39. Das Schulsystem existiert

Zitat von seikor
@19: Sie sind offenbar ganz weit von der Schule weg... sonst wüssten Sie besser um die Anforderungen in der Unter- und Mittelstufe Bescheid. Es doch ist schon jetzt in der Grundschule schwierig, den unterschiedlichen Leistungsfähigkeiten der Kinder Rechnung zu tragen. Eine erste Erlösung folgt nach der 4. Klasse: endlich müssen sich die schlauen Schüler nicht mehr mit Blödkram langweilen und die schwachen Schüler werden nicht mit dieser unsäglichen Denkarbeit konfrontiert. Sie wollen das auf nach die 8. Klasse verschieben? Wahnsinn! So was würde nur klappen, wenn in den 8 Jahren zuvor eine Binnendifferenzierung funktionieren würde, z.B. durch Kurse mit unterschiedlichen Leistungsniveaus - denn in einer Klasse bekommen Sie das keinesfalls gebacken. Das würde sich dann Gesamtschule nennen und die hat ja so ihre eigenen Problemchen... ich bin von einem dreigliedrigen Schulsystem überzeugt.
Die unterschiedlichen Möglichkeiten der Kinder sind nicht bestritten.In meiner Schulzeit hat man sich gegenseitig geholfen. Dabei wurden schwächere Schüler sehr wohl durch die besseren Mitschüler mitgezogen. Dabei gab es keine Langeweile. Es bleibt ihnen unbenommen, gewiisse Defizite privat auszugleichen. Acht und 11 Jahre sind die Ziehfietze , vom Kindergarten biis zum heutigen Tag.
Mehr Fronterfahrung geht nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 8