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Ganz harte Schule: Eine Dreijährige erziehen - mit drei Supernannys im Haus
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Sie bekommen öfter ungebeten Ratschläge von Schwiegereltern oder Nachbarn zur Erziehung ihrer Kinder? Bleiben Sie gelassen - und stellen Sie sich den Alltag mit drei Supernannys vor.

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Phi-Kappa 13.01.2019, 17:15
1.

Sehr lieb geschrieben! Tatsächlich ist ja so, dass man bei der Kindererziehung zwar Fehler, aber niemals etwas richtig machen kann. Eigentlich seltsam, dass bei der wichtigsten Sache der Welt absolute Laien das absolute Sagen haben. Für jeden sonstigen Furz braucht man Diplome, Meisterprüfungen, Abi-Zeugnisse oder zumindest den Lappen, ohne den fast jeder nicht existieren kann, ausgerechnet die Kindererziehung aber überlässt man sogar solchen Leuten, denen man das besser nicht überlassen sollte.

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karatekid 13.01.2019, 17:35
2. Schöne Kolumne.

Sehr lustig und sehr einleuchtend.

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intercooler61 13.01.2019, 21:14
3. Ganz große Klasse

Amüsante, authentische und aus Erfahrung sprechende Weisheit.
Danke!

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quengelliese 14.01.2019, 09:27
4. Allerliebst...

... aber richtig unschlagbar ist das anscheinend natürliche Zwei-Fronten- Bündnis zwischen Großeltern und Enkeln gegen die armen Eltern in Sandwich-Position, da haste dann wirklich nix mehr zu lachen...

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jujo 14.01.2019, 13:49
5. ...

Zitat von quengelliese
... aber richtig unschlagbar ist das anscheinend natürliche Zwei-Fronten- Bündnis zwischen Großeltern und Enkeln gegen die armen Eltern in Sandwich-Position, da haste dann wirklich nix mehr zu lachen...
Da gibt es kein Vertun.
Ist ein Elternteil oder beide anwesend haben selbstredend die das sagen!
Das "easy going" und das verwöhnen der Enkel findet statt und wird genossen wenn die Eltern abwesend sind. Das Verwöhnen wird ausdrücklich von den Eltern gebilligt, "dazu seid ihr da!"

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lock_vogell 14.01.2019, 14:35
6. also...

... für das weihnachtsmann problem gibt es ne ganz einfache lösung.
den weihnachtsmann gibt es ja eh nicht und das christkind ist genderneutral... fertig aus! ;)

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Nania 14.01.2019, 18:27
7.

Ich bin der festen Überzeugung, dass es sehr hilfreich ist, Menschen in Erziehung einzubinden, die selber noch nicht soweit weg sind vom "Kind sein". Das verhindert vielleicht Frust und Ärger beim (Klein-)Kind.

So habe ich meiner Mutter vor einigen Jahren mal mitgeteilt, dass der Schreibtischstuhl in Rosa kein besonders gutes Geschenk zu Weihnachten gewesen war, erst recht nicht, da die Schwester den gleichen bekam, und habe ihr zu einem anderen Geschenk als etwas rein nützlichem, was sowieso benötigt wird, geraten, als sie fragte, was man einer Zehnjährigen schenken soll.

Mir war bis dato gar nicht klar, dass meiner Mutter nicht klar war, wie enttäuschend diese beiden Schreibtischstühle für meine Schwester (damals 9) und mich (damals 10) gewesen sind. Erst recht, da mein gleichzeitig anwesender Cousin (damals ebenfalls 9) Spielzeug bekam.

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weltgedanke 15.01.2019, 13:02
8.

Zitat von Phi-Kappa
Sehr lieb geschrieben! Tatsächlich ist ja so, dass man bei der Kindererziehung zwar Fehler, aber niemals etwas richtig machen kann. Eigentlich seltsam, dass bei der wichtigsten Sache der Welt absolute Laien das absolute Sagen haben. Für jeden sonstigen Furz braucht man Diplome, Meisterprüfungen, Abi-Zeugnisse oder zumindest den Lappen, ohne den fast jeder nicht existieren kann, ausgerechnet die Kindererziehung aber überlässt man sogar solchen Leuten, denen man das besser nicht überlassen sollte.
Ja, es ist schrecklich, dass Laien das Sagen haben, und sie machen oft schwerwiegende Fehler, aber mein Gefühl ist, dass Profis mindestens genauso viele Fehler machen, aber sie sind weniger selbstkritisch.
Die Profis sind oft zu verkopft, haben ihr Herz irgendwo zwischen ihren ganzen Theorien, Normen und Prüfungen verloren.

Abgesehen davon wird Kindererziehung - das ist jetzt natürlich meine Theorie - zu oft mit etwas wie Ingenieurswesen verwechselt: Einfach das richtige Werkzeug zur rechten Zeit, und die Maschine läuft.
Das Wichtigste ist aber nicht, was man wann macht, sondern dass man es authentisch macht, dass das Kind die Seele des Gegenüber spüren kann, und dass sich darin ein Herz verbirgt, die das Kind spürt im Sinne einer ehrlichen Beziehung.
Und genau das gerät oft ins Hintertreffen, wenn Menschen versuchen, das zu kopieren, was bei anderen funktioniert hat, z.B. durch Erziehungsratgeber. Dadurch werden sie mechanisch, roboterhaft und unnahbar.
Deswegen mein Tipp: Wenn Sie mit Liebe tun, was Sie tun, ist es egal, was andere dazu sagen. Einfach drüber freuen, dass man die gleiche Sache auf so viele unterschiedliche Arten angehen kann, ehrlich lächeln, und dann das tun, was sich richtig und stimmig anfühlt.

Besonders viel wäre gewonnen, wenn auch der Staat so agieren könnte. Da ist in den Jugendämtern noch sehr viel Luft nach oben. Das sind oft nicht nur genauso Laien wie Sie und ich, sondern oft obendrein auch mehr oder weniger gefühllose Sachverwalter mit eher juristischem als pädagogischem Hintergrund.
Im Grunde ist das Jugendamt leider oft die vereinstitutionalisierte Dikatur der Nicht-Einverstandenen. Die milde Form dessen sind Senioren, die einen in der Bahn mit strenger Stimme ermahnen, dass man seine Kinder aus Sicherheitsgründen hinzusetzen habe. Die Vollkatastrophe ist, wenn der Staat versucht, Kindererziehung zu normieren.

Da hätte ich persönlich an den drei Supernannys noch richtig Freude. Es stimmt ja auch: Erwachsene sind oft grauenvolle Idioten, einfach weil sie Erwachsene sind und verlernt haben, spontan und unverfälscht wie Kinder zu denken, zu fühlen und zu handeln. Insofern ist es super, wenn man ein paar Kinder hat, die einem das soufflieren, was man selbst gerade übersieht. Glückwunsch zu so einer tollen Familie! Fühlt sich sehr spannend und lustig an bei Ihnen. :)

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hansgustor 16.01.2019, 07:26
9. @weltgedanke

Jaja, die Bösen sind immer die anderen... Ich kann Ihnen nicht zustimmen. Warum sollten Ersteltern besser wissen was ein Kind braucht als Menschen die 10 Kinder pro Jahr großziehen? Es stimmt auch nicht, dass man ein emotionsloser Roboter ist nur weil man sich an Ratschläge von Experten hält.

Ich sehe in meinem Bekanntenkreis völlig erschöpfte Eltern die sich auf ihr Bauchgefühl verlassen oder Leute um Rat fragen die vor 30 Jahren mal einziges Kind hatten (Großeltern). Das ist weder gut für das Kind noch für die Eltern.

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