Forum: Leben und Lernen
Ganz harte Schule: Jungs haben es schwer? Mädchen erst recht!
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Unfaire Arbeitsteilung: Mädchen schuften in der Schule häufig für ihre verplanten Klassenkameraden mit - das Gefühl bekommt man jedenfalls als Mutter eines Sohnes. Oder wenn man selbst eine fleißige Tochter hat.

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Leser 007 30.05.2017, 16:50
20. Ein weiterer Beweis :-)...

... dass es eben doch einen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt und nicht alles von der Erziehung abhängt. Die Ursache dafür, dass Jungs in der Schule tendenziell schlechter und/oder fauler sind liegt darin, dass das den Kindern offerierte Angebot seitens der Schule in den meisten Fällen nicht angemessen ist.
Die Lernanforderungen stimmen in der Regel für die meisten Mädchen, aber für die wenigsten Jungs, die ja mehr oder weniger im gleichen Alter sind.
Es ist doch eine Binsenweisheit, dass sich Jungen viel langsamer entwickeln, als Mädchen. Das weiß jeder, der Elternteil von beidem ist und/oder sich mit Kindern beschäftigt.
Insofern handelt die Lehrerin gemäß ihrem Erziehungsauftrag und der bei uns so etablierten Genderpolitik genau richtig, wenn sie das leistungsstarke und fleißige Mädchen neben den leistungsschwächeren und ggf. faulen Jungen setzt.
Läge das Bildungs- und Erziehungsziel darin, die Vertreter beider Geschlechter möglichst optimal zu fördern, gäbe es Jungenschulen und Mädchenschulen.

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bamesjond0070 30.05.2017, 16:51
21. Sexismus

Es gibt Grenzen dessen, was die eigene Erfahrungswelt beweist. Und auch wenn ich Ihnen in vielen Punkten zustimme, wie der unterschiedlichen Lernhaltung, wenn systematisch Jungs schwerere Bedingungen erhalten, stellt das ein massives Problem dar. Das fängt schon mit dem unterschiedlichen Schlafbedarf und der geistigen Entwicklung von Jungen zusammen. Zum anderen: viele Jungs haben nun einmal begriffen, dass Schule bei weitem nicht alles ist und daher ihre Priorität selbst gesetzt. Vielleicht sollten mehr Eltern von Mädchen auch darüber nachdenken, ihre Kinder eben nicht als stille Lerner, sondern selbstbestimmte Menschen zu erziehen. Dann wird die Schule sich ändern müssen und nicht die Kinder.

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elizar 30.05.2017, 16:52
22.

Zitat von olicrom
[...] Dennoch die Frage: Was ist bloß los mit den Jungs in dieser Welt? Eltern, was habt ihr nur aus Euren Söhnen gemacht?
Mal blöd gefragt: Sind Sie Lehrer?

Also ich bin es. Und auch wenn dieser Artikel sehr einseitig gestrickt ist, so kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, dass es gute und schlechte männliche Schüler gibt. Und jetzt kommts: Das ist bei den Mädchen nicht wirklich anders.

Ich könnte Ihnen dazu durchaus Beispiele aus meinen Alltag nennen, aber das wären nur Beispiele und lässt isch nicht auf alle Schulkinder in komplett Deutschland extrapolieren. Daher kann das die Autorin auch nicht mit ihren Beispielen. Also keine Panik.

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jela0002 30.05.2017, 16:58
23. Gruppen-dynamische-Prozesse..

...müssen auch gelernt sein.

Wenn man in seinem Team faule Eier hat, muss man sich darum kümmern. Dann lernt man was fürs Leben. Im Berufsleben wird man die gleich Situation erleben.

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elizar 30.05.2017, 17:03
24.

Zitat von phthalo
Ich (und viele andere Lehrer) vergebe(n) Noten für Referate wie folgt: Es wird eine Gesamtnote für das Referat verteilt. z.B. eine 2. Halten 3 Leute das Referat, dann gibt es insgesamt 2 * 3 = 6 Punkte. Diese 6 Punkte dürfen die Referenten nun unter sich aufteilen. Hat ein Junge nicht mitgearbeitet, wird er von den anderen abgestraft und bekommt eine 4 während die anderen jeweils eine 1 bekommen. Klappt im Allgemeinen sehr gut.
Ich bin auch Lehrer und davon habe ich noch nie gehört.

Ich find das auch problematisch. Was ist, wenn eine Person der Meinung ist, dass ihr eine besser Note zusteht? Konkret in ihrem Beispiel: Was wäre, wenn der Junge die ganze Arbeit gemacht hätte, die anderen beiden ihm aber die schlechte Note reinwürgen wollen, da sie selbst unbedingt die bessere Note brauchen um nicht durchzufallen? Was wäre, wenn der Junge die 4 annimmt, um sich bei den Mädchen einzuschleimen (Hoffnung auf Freundin etc.)? Was wäre, wenn der Junge so introvertiert wäre, dass er sich gar nicht traut gegen die Entscheidung der Mädchen was zu sagen?

Greifen Sie dann als Lehrer ein?

Sie können ja gerne die Schüler zur Notenverteilung Vorschläge machen lassen, aber Noten vergeben müssen Sie dennoch selbst. Das ist nunmal Ihr Recht UND Ihre Pflicht.

P.S.: Ich finde die Benotung von Gruppenarbeiten sowieso fast immer ungerecht. Die Guten kriegen meistens schlechtere und die Faulen/Schlechten bessere Noten, als Ihnen zusteht. Als Lehrer kann ich nicht alle Gruppen gleichzeitig so beaufsichtigen, dass ich ein 100% faires Urteil abgeben kann. Daher ist oft die Aufteilung in Verantwortungsbereiche der einzelnen Schüler nur allzu sinnvoll. Dann kann man aber auch gleich Einzelaufgaben stellen.

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thelix 30.05.2017, 17:05
25.

Zitat von unglaublich_ungläubig
Macht's nicht so sehr am Geschlecht fest. Noch nicht mal am Individuum.
Der mit Abstand weiseste Satz bisher. Danke, es gibt noch reflektierte Menschen.

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torpedofrog 30.05.2017, 17:09
26. Endlich - es geht wieder zurück...

... nur dieses Mal anders herum.
Nun ist man ja aus der Branche der "Jounalisten" insbesondere auf SPON an einiges gewöhnt worden, aber der Blödsinn, den einzelne Vertreter dieser Berufsgruppe von sich geben, erreicht immer neue Rekordmarken.
Da kommt die gute Frau also von der Elternversammlung ihrer Tochter und verwurstet ihren subjektiven Eindruck in einer wissenschaftlich anmutende Tatsachenbehauptung. Eines jedenfalls wird an dieser Stelle klar: Wissenschaftliches Arbeiten hat sie (als Mädchen in der Schule) offenbar nicht gelernt.
Jedem normal denkenden Menschen ist klar: Es gibt auf allen Seiten Schülern wie Lehrpersonal diese und jene.
Da gibt es welche, die können mit ihren Geschlechtsgenossen besser umgehen - sicherlich nicht immer gerecht - und es gibt gegenteiliges Verhalten.
Alles in allem aber handelt es sich um INDIVIDUALVERHALTEN.
Gibt man diesen geschlechtertheoretischen Quatsch aber wieder den Anschein seriöser Erkenntnisse, dann folgen unweigerlich bald auch wieder Forderungen nach Konsequenzen: Warum Jungen nicht Führerschein und Wahlrecht entziehen ?
Dieser Gender - Müll gehört auf die selbe geistige Kippe, wo man sich mit Aluhüten und Magnetarmbändern vor Chemtrails schützt und beim Globuli schlucken die Regierung den noch bestehenden deutschen Reiches bildet.

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Teilzeitalleinerzieherin 30.05.2017, 17:12
27. Dass ruhige Kinder neben die Störenfriede gesetzt werden,

ist nicht neu und unabhängig vom Geschlecht. Ich wurde früher auch gerne neben die Störer zur "Ruhigstellung" gesetzt - bis mir das eines Tages zu dumm wurde und ich mal ein paar Wochen endgegen meiner eigentlichen Natur selbst gestört habe. Nun hat es meine Tochter erwischt, die vorzugsweise neben die leistungsschwachen und/ oder störenden Kinder beiderlei Geschlechts gesetzt wird. Mit dem Ergebnis, dass sie sich in der Schule nicht mehr gut konzentrieren kann und sich eine Verwarnung fängt, wenn sie sich gegen die Störungen zur Wehr setzt. Ich habe ihr die offizielle Erlaubnis erteilt, sich auch mal - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - daneben zu benehmen. Die drakonischste Strafe besteht darin, dass die Eltern angerufen werden. Ich freue mich darauf.

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Newspeak 30.05.2017, 17:13
28. ...

"Zwei "schlechte" Jungen müssen zu den Mädchen."

Und das bleibt unkommentiert. Wie sich Jungs bei sowas fuehlen, eingeteilt von einer Lehrerin, interessiert nicht.

"Dass Jungen die Lorbeeren für die Arbeit der Mädchen einheimsen dürfen?"

Ja, das kann man durchaus in der Schule lernen. Nicht bezogen auf Maedchen und Jungs, aber allgemein auf Teamarbeit. Das ist die Luege bei Teamarbeit, dass man wirklich glaubt, da wuerden immer alle zusammenarbeiten. Es ist viel haeufiger so, dass sich einige ausklinken und die Lorbeeren trotzdem einsammeln und oft sogar noch so geschickt, dass sie selbst befoerdert werden, und nicht die, die die Arbeit gemacht haben. Diese Form der Ausbeutung zieht sich durch die ganze Gesellschaft. Anti-Teamarbeit waere mal gut, auch in der Schule, dann sieht man, was jemand kann oder zu leisten bereit ist.

Allgemein finde ich die Unterteilung in Maedchen und Jungs sowieso falsch. Das habe ich zumindest in der Schule gelernt, dass jede kollektive Zuschreibung per se falsch ist. Ich kenne aus eigener Erfahrung genug fleissige Maedchen wie solche, die das Abi versemmelt haben. Und Jungs genauso. Diese seltsamen Zuschreibungen kommen immer nur daher, dass sich Eltern zu wichtig nehmen, und das eigene Kind natuerlich immer etwas Besonderes sein soll. Vielleicht ist es aber dumm. Das ist ja nicht tragisch.

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fördeanwohner 30.05.2017, 17:15
29. -

Zitat von bamesjond0070
Es gibt Grenzen dessen, was die eigene Erfahrungswelt beweist. Und auch wenn ich Ihnen in vielen Punkten zustimme, wie der unterschiedlichen Lernhaltung, wenn systematisch Jungs schwerere Bedingungen erhalten, stellt das ein massives Problem dar. Das fängt schon mit dem unterschiedlichen Schlafbedarf und der geistigen Entwicklung von Jungen zusammen. Zum anderen: viele Jungs haben nun einmal begriffen, dass Schule bei weitem nicht alles ist und daher ihre Priorität selbst gesetzt. Vielleicht sollten mehr Eltern von Mädchen auch darüber nachdenken, ihre Kinder eben nicht als stille Lerner, sondern selbstbestimmte Menschen zu erziehen. Dann wird die Schule sich ändern müssen und nicht die Kinder.
Immer wieder frage ich mich, weshalb Jungen früher nicht solche Probleme hatten, obwohl damals noch viel mehr nicht passte. Oder haben sich auch Schlafbedarf und geistige Entwicklung bei Jungen in den letzten Jahrzehnten geändert?
Und weshalb sollten Eltern ihre Töchter dazu erziehen, schlechtere Leistungen in der Schule zu erbringen? Damit Jungen nicht so blöd dastehen? Wenn Mädchen noch egoistischer und unsozialer wären, würde das den Jungen aber auch kaum etwas bringen, oder?

Das Problem ist ganz einfach: Inzwischen müssen Jungen nicht nur mit anderen Jungen konkurrieren, sondern obendrein mit Mädchen. Die Gruppe derjenigen, die besser oder genauso gut sind, hat sich vergrößert. Nicht alle Jungen geraten ins Hintertreffen, aber die mittelmäßigen und schlechten sehen jetzt dadurch "älter" aus.

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