Forum: Leben und Lernen
Ganz harte Schule: Unbedingt anders
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Unsere Kinder sind voll auf Konsum gedrillt. Wenn sie nicht selbst darauf kommen, sorgen wir Erwachsenen dafür, denn wir beschenken sie gerne - und wollen auf keinen Fall, dass sie weniger gut dastehen als andere. Vor allem in der Schule.

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meinung2013 23.08.2019, 10:00
1. unsere Kinder sind heute dankbar, dass

wir Eltern sehr zurückhaltend waren. Zerrissene Jeans einer bestimmten Marke und Sweatshirts, Jacken einer anderen Marke waren absolut "in" und wir kauften diese nicht. Unglaublicher Stress mit pubertierenden Kindern ohne Ende. Aber irgendwann gefielen sie sich auch mit ihrem Alleinstellungsmerkmal.
Dann kam die Tochter auf die Idee mit Piercing und Tatoos und sie konnte als Grund nur anbringen, dass alle anderen auch Piercing hätten. Solange sie noch nicht volljährig war, konnten wir das verhindern. Mit Volljährigkeit ließ sie sich dann doch die Nase piercen und reagierte prompt extrem allergisch. Der Arzt, der ihr den Nasenstecker zog und die eitrige Wunder vesorgte, hatte ihr ein paar sehr ernsthafte Worte gesagt. Glück im Unglück: es blieb keine sichtbare Narbe
Was ich sagen will: die Eltern selbst müssen ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein mitbringen, um sich gegen den Konsumwahn und Druck stemmen zu können. Unsere Kinder, heute selbst Eltern, sind dankbar dafür, dass wir ihnen dies mitgegeben hatten.

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Saure Gurke 23.08.2019, 10:04
2. Umweltbewusstsein ...

Ja, Lederranzen waren schwer, aber sie hielten ...

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Furchensumpf 23.08.2019, 10:10
3. Kann....

...der Autor bitte nur für sich sprechen? Natürlich schenken wir unserem Sohn auch Dinge, anderes kauft er sich von seinem Taschengeld. Wichtig ist dabei aber die Wertschätzung, des Geschenkten oder Gekauften.

Nur: man kann mit unserem Sohn auch durch einen Spielzeugladen gehen und er will sich nichts kaufen - oder er quängelt nicht, wenn andere etwas kaufen und er nichts bekommt. Das ist für ihn normal.

Es ist einfach eine Sache der Erziehung...

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timursuengue 23.08.2019, 10:13
4. Es sind die Mütter

Der Standard immer noch: Der Vater bleibt außen vor, die Mutter ist für das "Beschaffen" aller Dinge der Kinder zuständig.
Es ist die Bildung und die Lebenseinstellung der Mutter, wie materialistisch die Kinder werden. Jeder Vater kennt diesen Satz "...sie hat sich so darauf gefreut, jeder hat es, gönn ihr das doch...".
Meistens sind es die Mütter, von der Arbeiterfamilie die finanziell in die Mittelschicht oder Obere Mittelschicht sich eingeheiratet haben.

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trolland_dump 23.08.2019, 10:35
5. Ein Beispiel

für first-world-problems gepaart mit Doppelmoral.Einerseits will man das einzigartige,selbstbewusste Individuum,andererseits soll man sich gleichzeitig schön einreihen um im Gleichstrom nicht negativ aufzufallen.

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DietrichHorstmann 23.08.2019, 10:39
6. Schwierige Balance

zwischen eigenem Stil und Anpassung. Die Akzeptanz in einer Klasse hängt auch von anderen Faktoren ab als nur der Mode. Respekt durch gute Noten vor allem, Kontaktfreude, Hilfsbereitschaft und die Akzeptanz der Meinungsführenden. Die Influenzer können heute durchaus auch Gretas sein. Auch da gibt es Konformitätsdruck. Den Lernprozeß Balance zwischen Selbst- und Fremdbestimmung ist von Eltern behutsam zu begleiten, im Extrenfall natürlich auch mit direkterem Eingreifen, je nach Kind und Situation in der Lerngruppe . Soziales Lernen erfordert Mut für alle.

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hansfrans79 23.08.2019, 10:46
7.

Zitat von timursuengue
Der Standard immer noch: Der Vater bleibt außen vor, die Mutter ist für das "Beschaffen" aller Dinge der Kinder zuständig. Es ist die Bildung und die Lebenseinstellung der Mutter, wie materialistisch die Kinder werden. Jeder Vater kennt diesen Satz "...sie hat sich so darauf gefreut, jeder hat es, gönn ihr das doch...". Meistens sind es die Mütter, von der Arbeiterfamilie die finanziell in die Mittelschicht oder Obere Mittelschicht sich eingeheiratet haben.
Ihnen ist in Ihrer Frauenverachtung wohl keine Verallgemeinerung zu dreist.
Es sind vielleicht auch meistens die Mütter, an denen diese Entscheidungen hängen bleiben, während sich Väter oft nur berichten lassen.

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karlsiegfried 23.08.2019, 10:47
8. Kein Thema

Spätestens dann,wenn die lieben Kleinen für ihre eigene Existenz sorgen müssen, bekommen sie die Quittung. Für das blödsinnige Verhalten ihrer Eltern.

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Zita 23.08.2019, 10:48
9.

Ich kenne das Ranzen-Rucksack-Phänomen, aber ich sehe es vor allem als Schritt in der Entwicklung. Die Schultüte zeigt, dass man stolzer Erstklässler ist, der Rucksack, dass man die Grundschule hinter sich gelassen und stolzer Schüler einer weiterführenden Schule ist. Es geht den Kindern darum, nach außen ihren neuen Entwicklungsstand zu zeigen, sie freuen sich, älter geworden zu sein und eine neue Entwicklungsstufe erklommen zu haben. Früher trugen die Jungs dafür unterschiedliche Mützen, je nach Klassenstufe, wechselten von kurzen Hosen zu langen u.ä. Heute sind's die Ranzen, bzw. Rucksäcke, die als Symbole fungieren.

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