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Ganz harte Schule: Warum Lernentwicklungsgespräche Mumpitz sind
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Kinder, die Selbstverpflichtungen unterschreiben müssen - und Lehrerinnen, die kritisches Feedback einfach abbügeln: Der Elternsprechtag heißt jetzt Lernentwicklungsgespräch, ist aber genauso sinnlos wie zuvor.

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frank.best 07.02.2019, 15:33
60. was für eine Verallgemeinerung...

Von zwei nicht zufriedenstellenden LEG wird also gefolgert, dass LEG im Allgemeinen Mumpitz sind... und so was wird im SPON veröffentlicht? Bitte achtet auf den Standard! Wenn ich zwei schlechte Krimis auf RTL sehe, kann ich auch nicht daraus schließen, dass Krimis grundsätzlich Schrott sind, oder?

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kuschl 07.02.2019, 15:36
61. Erziehungsentwicklungsgespräch notwendig

Mir scheint eher ein Elternentwicklungsgespräch notwendig zu sein. Wer so wenig Ahnung hat was sein Kind eigentlich auf der Schule macht, sollte darüber mal nachdenken. Typisch für die Vollkaskomentalität einer gewissen Elternklientel.

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totalausfall 07.02.2019, 15:45
62. Viel Wind, Back to the roots.

An Schulen wird sich ja scheinbar mittlerweile totgelabert, anstatt unterrichtet.

Bei uns hieß es täglich "ab an die Tafel!" der Reihe nach und man musste dann was machen. Rechnen, Französisch, Erdkunde etc..

Wenn das nicht lief, wurde man ordentlich zusammengefaltet!

Danach (bei harten Fällen auch etwas öfter) war einem das viel zu peinlich und unangenehm, wieder so an der Tafel vorgeführt zu werden und man gespurt und den Scheiß gelernt.

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Olaf 07.02.2019, 15:49
63.

In der dargestellten Form sind die LEG sicherlich sinnlos. Man wird das auch anders handhaben könne, braucht es aber nicht.

Die Schule ist eine Behörde und der Lehrer ist ihr Sachbearbeiter. Genau wie im Finanzamt oder im Jobcenter wird man halt von denen verwaltet. Mal besser, mal schlechter. Wie das halt beim Staat so ist.

Machen kann man nichts dagegen. Man ist schließlich kein Kunde, das wäre ja noch schöner.

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jujo 07.02.2019, 15:52
64. ....

Die kleine Olivia hat doppeltes Pech. Eine Mutter die zwar Bescheid weiß aber kaum etwas tut. Und eine Lehrerin die, wie dargestellt, nicht besonders motiviert ist. Wenn man die anderen Berichte über die LEG´s vergleicht.

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remedias.cortes 07.02.2019, 15:53
65. Das Unterschreiben müssen

erinnert mich wein wenig an Eingliederungsvereinbarungen im Jobcenter oder Behandlungsverträge in Psychiatrien - wehe, man unterschreibt nicht. Vor allendingen sind das eigentlich keine VERTRÄGE, denn bei einem Vertrag verpflichten sich ja BEIDE Seiten zu etwas. Zu was verpflichtet sich die Lehrkraft beim LEG?

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annoo 07.02.2019, 16:00
66. Finanzamt?!?

Zitat von Olaf
Die Schule ist eine Behörde und der Lehrer ist ihr Sachbearbeiter. Genau wie im Finanzamt oder im Jobcenter wird man halt von denen verwaltet. Mal besser, mal schlechter. Wie das halt beim Staat so ist. Machen kann man nichts dagegen. Man ist schließlich kein Kunde, das wäre ja noch schöner.
ich habe beruflich viel mit Lehrern verschiedener Schulen zu tun. Ich glaube aber kaum einer davon würde sich als Sachbearbeiter beschreiben. Oder gar Finanzamtmitarbeiter.

Zu Ihrem Satz "Man ist schließlich kein Kunde, das wäre ja noch schöner." kann ich mich nicht äußern, da ich weder Ihr Kundenverständnis kenne, noch was Sie sich genau unter einem Sachbearbeiter des Finanzamtes vorstellen. Kann es sein, dass Sie gerne ganzen Berufsgruppen pauschal irgendwelche Eigenschaften zuschreiben? An so etwas mag ich mich nicht beteiligen.

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mike.magix 07.02.2019, 16:02
67. Was soll das?

Normalerweise lese ich SPON-Kolumnen ja ganz gern, den Sinn dieses Schul-bashings habe ich hingegen nicht ganz verstanden. Völlig verkürzt wird hier die Schule lächerlich gemacht, der Unterricht auf die üblichen, negativ-konnotierten Kurzformeln á la "Frontalunterricht", "undifferenziert", "alle machen das gleiche" reduziert, um im Idealfall einen Solidarisierungseffekt zu erzielen, der hier - liest man die meisten Kommentare - Gott sei Dank ausbleibt.
An unserer Schule findet auch Frontalunterricht statt und es erledigen auch alle Kinder schon mal das gleiche Blatt. Gleichzeitig gibt es aber auch genügend kooperative Gruppenphasen, individuelle Lernphasen und Zeiten, in denen sich Kinder sogar im Klassenraum bewegen dürfen, wer hätte das gedacht.
Die Lernentwicklungsgespräche heißen immer noch Elternsprechtag, aber auch hier sind die Kinder dabei und werden ernst genommen. Kein Lehrer ist im Übrigen so naiv zu glauben, dass eine kindliche Unterschrift einem Lernversprechen gleicht. Aber es lohnt sich durchaus mal zu hören, was die Kinder und auch die Eltern zu ihrem Lernen zu sagen haben, anders übrigens als früher, als sich Eltern 15 min. Monolog der Lehrkraft anhören mussten.
Ich kann der Kolumnistin nur raten, ihr Kinder an ihrer Wunschschule anzumelden, oder gleich selbst Lehrerin zu werden, um all das Kritisierte besser zu machen.

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peter_1974 07.02.2019, 16:03
68.

Das mit dem Feedback für die Lehrer sehe ich kritisch.
Prinzipiell ist Feedback von außen nicht schlecht. Und sei es nur als Impuls, sich selber mal wieder kritisch zu hinterfragen.

Auf der anderen Seite gibt es schon unglaublich viele Menschen die meinen, anderen erzählen zu müssen, wie diese ihren Job machen - auch ohne den blassesten Schimmer zu haben.

Letztens hatte ich es z.B. mal wieder mit so einem Kollegen zu tun. Der Typ hatte wohl gerade ein paar Buzzwords aufgeschnappt und meinte, mich unbedingt mit seinem Halbwissen von der Youtube-University beglücken zu müssen.

Wenn ich mir vorstelle, es kämen nacheinander 20 solcher Typen bei mir vorbei... das gäbe Tote!

Und da die meisten von uns irgendwann einmal zur Schule gegangen sind, gibt es sicher bei Lehrern noch sehr viel mehr Menschen, die ihnen in ihren Job reinquatschen wollen, als es z.B. bei mir als Data Scientist der Fall ist.

Von daher: Feedback ja, aber warum nicht lieber gezielt durch Menschen die Ahnung haben wovon sie reden?

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HSV-Traditonalist 07.02.2019, 16:05
69. Glückwunsch, SPIEGEL!

Von einer eigenen Tochter bei einer einzigen Lehrerin ausgehend die gesamte Institution der LEG beurteilen zu können und sich dabe gleichzeitgi über mangelnde Differenzierung aufzuregen - das nenne ich echt mal differenzierte Berichterstattung! Eines werde ich beim Thema Schule niemals verstehen: Wieso ist es eigentlich die Aufgabe von Lehrerinnen und Lehrern, kleine bocklose Kinder zu motivieren, die außer der aktuelle Stand ihres Handy-Guthabens eh nichts interessiert?

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