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Ganz harte Schule: Wie gehe ich mit schlechten Noten meiner Kinder um?
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Was sagt man als Mutter, wenn das Zeugnis des Sohnes einen Notendurchschnitt aufweist, der eine Versetzung unmöglich macht? Andrea Müller muss zuerst mal blöde Sprüche ihres Vaters abschütteln - und eigene, schlechte Erinnerungen.

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tpro 08.07.2019, 07:51
1.

"...Was sagt man als Mutter, wenn das Zeugnis des Sohnes einen Notendurchschnitt aufweist, der eine Versetzung unmöglich macht?..."

Was man da sagt? "Ich hätte mich schon früher darum kümmern sollen, was mein Sohn macht oder nicht macht"

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sozialismusfürreiche 08.07.2019, 07:57
2. falsches Schulniveau

Leider ist es oft einfach das falsche Schulniveau. Realschule, da einen guten Abschluss und wenn dann die Lust besteht direkt auf die weiterführende Schule oder über den 2. Bildungsweg.

Ich hatte in Englisch meine schlechtesten Noten in der Realschule (4 und 5) und auch in Klasse 11 und halb 12. Nur im 2. Halbjahr 12. Klasse begann es besser zu werden. Und die 13. hatte ich am Ende eine 2 in Englisch. Warum? Weil ich ab der 12. Klasse erstmals Verwendung und Interesse für Englisch hatte ...

Heute muss ich jeden Tag bei der Arbeit mündlich und schriftlich mit Englisch arbeiten ...

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Ultras 08.07.2019, 07:59
3.

Deutsch und Philo sind also Laberfächer. Ein Glück, dann kann man sich ja in Zukunft das mindestens fünfjährige Studium samt Referendariat sparen. Was für eine Respektlosigkeit gegenüber Leuten, die mehrere Jahre ihres Lebens darauf verwenden, Staatsexamina in diesen Fächern zu bekommen. Und ich weiß nicht, auf welcher Schule Frau Müller war, aber mal kurz irgendwas in Chemie reinzuplärren, das rein gar nichts mit dem Thema zu tun hat, hat bei uns mitnichten für eine Drei gereicht, sondern höchstens für die Frage, was der Unsinn soll. Und wenn ein Gymnasiast am Fließband Fünfer produziert, sollte nicht als erstes die völlig ich-bezogene Frage nach dem eigenen Umgang mit den Leistungen den Kindes kommen, sondern die Frage, wie ich meinem Kind helfen kann. Hier wäre zB ein Nachdenken darüber angebracht, ob das Gymnasium mit seinen Anforderungen wirklich die geeignete Schulform ist.

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escherischiacoli 08.07.2019, 08:05
4. Also nein,

bei allem Mitgefühl, aber mit 15 stehen doch die Kinder neben sich und brauchen nicht nur Verständnis, sondern auch mal klare Ansagen. Die Argumente, die der Sohn bringt, kennen alle Eltern. Aber wenn Sie zu nachgiebig sind, wird diese "alle andern sind schuld" Meinung noch bestätigt. Das ist einfach der normale pubertäre Wahnsinn. Es gibt übrigens einen Indianerstamm am Amazons, die die pubertierenden Jungen in ein eigenes Dorf verfrachten, bis das schlimmste durch ist. Das stammt aus einer Sendung von Bayern 2 ich geh mal davon aus dass es stimmt ;-)

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pit-m 08.07.2019, 08:07
5. Oh mein Gott

warum lässt man nicht endlich die Schule erst um 9 beginnen und schafft dieses Notensystem für Pubertierende einfach mal ab.
Was bei der pubertären Hirnumgestaltung so abgeht ist doch mit diesem ganzen antiquierten Sytem nicht überein zu bringen.
Und das mit der Müllabfuhr kenn ich auch....

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Untergangsprophet 08.07.2019, 08:11
6.

Wer sich als Elternteil bereits so vom Kind blocken lässt, dem ist schwerlich zu helfen. Und meines Wissens nach gibt es schon vor den Zeugnissen die "blauen Briefe", also die Ankündigung, dass der Sohnemann Gefahr läuft, das Schuljahr als Gesamtes ordentlich zu verkacken. Aber der wurde dann sicher schnell abgefangen und nach Unterschriftsfälschung zurück an die Schule gebracht.
Und es mit der gleichen Einstellungen weiterlaufen zu lassen, ohne sein Fehlverhalten bzgl der Mitarbeit in den Fokus elterlicher Gängelei...eh Fürsorge zu setzen, wird sicher für ein tolles Verhältnis sorgen, nur dem Kind nicht helfen.

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Phil2302 08.07.2019, 08:19
7. Sie kennen die Noten Ihres Kindes nicht?

Verstehe nicht, wie man das zulassen kann. Es grüßt: Ein Lehrer. Übrigens können wir meist sehr gut zwischen "Schüler ist zu faul und kriegt eine 5" oder "Schüler ist überfordert und bekommt eine 5". So werden die Eltern auch beraten. Bei mehr als zwei Fünfen ist zumeist letzteres der Fall.

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nieltz 08.07.2019, 08:27
8. Ruhe bewahren...

Als jemand der mit Pauken und Trompeten ein Studium in den Sand gesetzt hat und inzwischen trotzdem 6stellig verdient kann ich sowohl Eltern als auch Schülern sagen: Ruhe bewahren akzeptieren dass das Kind in den Brunnen gefallen ist, man absolut selbst schuld ist und dann überlegen was man eigentlich will. Das ganze braucht Zeit in der die Eltern (vor allem Geduld und Sicherheit) gefragt sind. Die müssen halt auch akzeptieren dass ihr Kind sich anders verhält/entwickelt als vorgestellt. Praktisch niemand ist zu doof die Schule zu bestehen und Müllabfuhr ist Endstation... Es ist mehr eine Frage der Reife und Wille(wobei der sich auch über die Zeit entwickelt). Lösen wird das Problem nur der Nachwuchs selbst. Denn normalerweise weiß jeder selbst am besten einen glücklich macht. Da kann einem noch am ehesten geholfen werden das für sich zu beantworten. Danach läuft vieles einfacher. Und nicht vergessen auch mit ende 20 Stehen einem noch alle Wege offen muss man immer noch über 35Jahre malochen. Also locker bleiben und nie vergessen zusätzlicher Stress und psychischer Druck macht garantiert nix besser!

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dasfred 08.07.2019, 08:37
9. Es gibt nur zwei Möglichkeiten

Entweder haben die Lehrer Schuld an schlechten Noten, oder es liegt an den Hormonen, die den pupertierenden Jungen völlig aus der Bahn werfen. Keinesfalls liegt es an Faulheit, oder daran, dass sich die Schüler im Unterricht mit anderen Dingen ablenken. Nein, es muss nicht das Smartphone sein. Um sich nicht auf die Lehrer zu konzentrieren, ist absolut alles erlaubt. Allerdings, egal ob mit oder ohne sitzenbleiben, dass verwächst sich in den nächsten Jahren. Wer solch eine Phase nie hatte, hatte auch keine Pupertät oder er lügt.

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