Forum: Leben und Lernen
Geburtenrückgang entspannt Ausbildungsmarkt: Juhu, wir werden weniger

Die Suche nach einer Lehrstelle gestaltete sich im letzten Jahr nicht ganz so schwierig wie befürchtet - denn es gab weniger Bewerber. Der aktuelle Berufsbildungsbericht zeigt: Geburtenschwache Schulabgänger-Jahrgänge entlasten derzeit den Ausbildungsmarkt.

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RaMaDa 06.04.2011, 18:55
1. Auf dem Rücken unserer Kinder....

werden Statistikschlachten ausgefochten, die keinen interessieren, da sie alles beweisen, nur nicht die Wahrheit.
Hoffentlich merken sich die jungen Leute die Namen der Politiker, für die sie nur ein Mittel zur Machterhaltung sind.
Die nächsten Wahlen kommen bestimmt.....

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vantast64 06.04.2011, 19:40
2. Es ist gut, wenn wir weniger werden

Es bedeutet einen günstigeren Arbeitsmarkt für uns, mehr Ausbildungsplätze, weniger Staus, weniger Müll, weniger Energieverbrauch, günstigere Mieten usw.
Klar, daß die Arbeitgeberseite und die folgsame Regierung mehr Leute wollen, das Geschäft läuft dann besser, Arbeiter sind dann billiger.

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weltbetrachter 06.04.2011, 20:00
3. ausbildungswillig und ausbildungsfähig

Ich möchte gern, aber kann doch nicht. Was nützen den Unternehmen die Bewerber, wenn gar kein Schulabschluß vorliegt oder kein passender Schulabschluß erreicht wurde.
So können die Firmen nicht das geradebiegen, was jahrelange Schulausbildung nicht durchgeführt oder vermittelt hat.
Wenn dann auch noch Sozialkompetenzen - wie Pünktlichkeit, Sauberkeit - usw. fehlen, dann wird es mitunter schwierig.

Das vor diesem Hintergrund auch der eine oder andere Unternehmer sich von der Berufsausbildung ganz verabschiedet, mag auch eine logische Konsequenz dessen sein.

Letztlich aber darf eines nicht vergessen werden - die Auszubildenden von heute sind die Gesellen/Gehilfen und Meister/Fachkaufleute von morgen.

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k4l 06.04.2011, 21:04
4. nt

statistiken sind nutzlos fuer die individuellen situationen...

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etheReal 06.04.2011, 21:32
5. das ist das Problem

Zitat von weltbetrachter
Ich möchte gern, aber kann doch nicht. Was nützen den Unternehmen die Bewerber, wenn gar kein Schulabschluß vorliegt oder kein passender Schulabschluß erreicht wurde.
Stimmt. Auf den erwähnten Beruf Mediengestalter bewerben sich immer viele mit Hauptschulabschluss und Note 4 in Mathe und Deutsch. Da muss man leider sagen, sorry. Es muss ja kein Abitur sein, aber so wird das nix...

Der Hauptschüler mit dem schlechten Zeugnis könnte bestimmt ohne Probleme Maurer werden. Aber das möchte er dann meistens nicht, denn das könnte ja anstrengend sein. Ausserdem hört es sich nicht so cool an, wie "was mit Medien"...

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c++ 07.04.2011, 08:12
6. .

Es ist sehr erfreulich, dass durch den Geburtenrückgang mehr Jugendliche eine Chance haben, einen richtigen Ausbildungsplatz zu finden, denn nach wie vor ist das Ausbildungsniveau teilweise miserabel und die Jugendlichen werden ausgebeutet. Gerade diese Branchen werden höhere Ausbildungsvergütungen und attraktivere Ausbildung bieten müssen.

Auf der anderen Seite haben wir ein erhebliches Bildungsprekariat, das nicht ausbildungsfähig ist, und da können auch Bildungsreformen nur wenig ändern. Da fehlt es nicht nur an Fachkompetenz, sondern auch an Sozialkompetenz. Leider gibt es auch immer weniger Hilfsarbeiterjobs. Einfache Arbeiten werden zunehmend automatisiert, viele Arbeitsplätze damit vernichtet.

Putzfrauen werden durch Putzroboter ersetzt, Kassiererinnen durch automatische Kassen, Fahrkartenverkäufer durch Fahrkartenautomaten etc. Wir haben heute schon eine große Jugendarbeitslosigkeit, die nur verschleiert wird, weil die Jugendlichen in irgendwelchen Maßnahmen geparkt werden.

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gudrunhs01@aol.com 07.04.2011, 08:27
7. Geburtenrückgang

Hallöchen, solange ein 50jähriger noch arbeitslos ist weil er den Arbeitgebern zu alt ist ( wohlgemerkt als Kaufmann mit bester IT-Erfahrung), gibt es noch zuviel Jugend.
Wenn ein junger Mann von 22 Jahren als Altenpfleger netto nicht mehr als 1100 Euro verdient und als Minijobler an der Tankstelle noch 6,50 Euro die Stunde bekommt ( egal zu welcher Uhrzeit ) dann hat der demografische Faktor zugunsten der Arbeitnehmer noch nicht gegriffen.

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tatsache2011 07.04.2011, 10:04
8. weniger Konsumenten, weniger Ausbildungsplätze

Zitat von vantast64
Es bedeutet einen günstigeren Arbeitsmarkt für uns, mehr Ausbildungsplätze, weniger Staus, weniger Müll, weniger Energieverbrauch, günstigere Mieten usw. .
...aber auch weniger Beitragszahler für die Rentenversicherung, wenn wir weniger werden.
Weniger Rente oder höherer Beitrag oder Beides.
Weniger Kinder bedeutet auch weniger Konsumenten, daraus folgt mehr Arbeitslosigkeit.

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MarkH 07.04.2011, 10:35
9. ooo

Zitat von gudrunhs01@aol.com
Hallöchen, solange ein 50jähriger noch arbeitslos ist weil er den Arbeitgebern zu alt ist ( wohlgemerkt als Kaufmann mit bester IT-Erfahrung), gibt es noch zuviel Jugend. Wenn ein junger Mann von 22 Jahren als Altenpfleger netto nicht mehr als 1100 Euro verdient und als Minijobler an der Tankstelle noch 6,50 Euro die Stunde bekommt ( egal zu welcher Uhrzeit ) dann hat der demografische Faktor zugunsten der Arbeitnehmer noch nicht gegriffen.
Was ist das für eine Quali - Kaufmann mit ITerfahrung ?
Ist nicht jeder Mensch im Internet - also fast jeder Mensch weltweit - ein Kaufmann mit IT ?

und 1100€ finde ich verdammt viel in einer strukturarmen Region - in München ist das sehr wenig.

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