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Gefloppte Studenten-Party: Ex-Asta-Funktionäre müssen 175.000 Euro zahlen
Ruhr-Universität Bochum

Sie wollten eine Mega-Sause aus ihrer Mensa-Party machen - und müssen jetzt 175.000 Euro Schadensersatz zahlen: Dazu hat ein Gericht zwei ehemalige Bochumer Studentenvertreter verurteilt.

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rrblah 13.12.2013, 17:27
20.

Bei der ganzen Links-Rechts-Diskussion frage ich mich ja, wieso man für etwas im Grunde genommen völlig Unpolitisches wie eine Studenten-Party in der Mensa die Organisatoren nach parteipolitischem Hintergrund auswählt und nicht etwa Leute engagiert, die mit der Organisation grösserer Anlässe bereits Erfahrungen gesammelt haben.

Dass das Prinzip Parteibuch vor Kompetenz letztlich meistens zu schlechteren Ergebnissen führt, sieht man ja beispielsweise auch am Flughafen BER, der diese Tage wieder in den Schlagzeilen ist.

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moneysac123 13.12.2013, 17:29
21. optional

asta, das sind doch überall wichtigtuer unter dem deckmantel, etwas für andere tun zu wollen, dabei steht das eigene ego im vordergrund. man könnte sie auch politiker nennen. nur das politiker wissen wie sie es machen müssen, asta michtgesichter haben oft keinerlei lebenserfahrung.

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thechamelion3@web.de 13.12.2013, 17:41
22.

Zitat von schwarzeruhu
Interessant, die gewählten Vertreter der Studierendenschaft haften mit ihrem Privatvermögen für Verluste der öffentlichen Hand, die durch sie entstanden sind. Kann das Schule machen?
Viel Schlimmer finde ich es bei den Banken.
Deutsche Bank und andere haben nachweisslich Zinssaetze manipuliert und sind von den Behoerden zu Milliardenstrafen verurteilt worden.

Spitzenmanager wie Ackermann haben aufgrund der aus diesem Betrug und Untreue (trifft ja die eigenen Kunden) erzielten Gewinne Millionenboni bekommen,
waelzen aber jede Schuld auf Einzeltaeter ab.
Sie sind damit Straf- und Zivilrechtlich fein raus, obwohl sie die Verantwortung dafuer tragen,schliesslich waren sie Vorstand.

Das Einzelpersonen in einem Amt,noch dazu so einem wie einem ASTA (das ist ja kein Ministerposten) dann mit dem Privatvermoegen haften, kann eigentlich nicht angehen.

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nr.42 13.12.2013, 18:33
23. Leider muss man sagen, dass

es an wohl sicher nicht ein Einzelfall ist und auch bleiben wird. Ich war bisher nur wenige Male auf irgendeine Party, die von AsTa organisiert wurden und man muss auch leider sagen, dass fast alle Partys ein Flop waren. Ich frage mich daher auch immer wieder wie es sein kann, dass man selbst nach der dritten gefloppten Party immer noch der Meinung ist, dass es beim naechsten Mal besser wird und man nicht das Konzept oder die Organisatoren in Frage stellt. Ich finde es nicht verkehrt, dass in diesem Fall die Ex-Leute zur Verantwortung gezogen werden. Zumal wieso muss eine Party in diesem Ausmass sein?

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Rickie 13.12.2013, 18:33
24. Wichtigtuer? Deckmantel?

Asta und alle anderen Engagierten: Ihnen allen macht es Freude, wichtig zu sein. Jawohl. Das ist der Kern ehrenamtlichen Engagements. Man muss das nicht runtermachen. Wer nicht meint, etwas davon zu haben, engagiert sich nicht. Ja, Asta-Leute haben i.A. altersbedingt keine Lebenserfahrung. Wann hätten sie die auch bekommen sollen? Sie haben sich verlupft. Kann jedem passieren, der sich mal was extra zutraut. Ich hoffe nur, die beiden waren haftpflichtversichert und haben Vermögensschäden in ausreichender Höhe mit abgedeckt.

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wdiwdi 13.12.2013, 19:00
25. Wenn ihm das nicht bekannt war..

Zitat von frozenbright
. Und ob den beiden bekannt war bei der Aufstellung des Haushaltsplans, dass der Veranstaltungsort nicht so viele Leute zulässt, kann bezweifelt werden.
Eine Veranstaltung dieser Größenordnung wird niemals genehmigt, ohne dass gegenüber Sanitätern, Feuerwehr etc. genaue Zahlen über Kapazität, erwartete Besucherzahl etc. offengelegt werden. Hätten in den Unterlagen Zahlen jenseits der Kapazitätsgrenze gestanden, wäre die Veranstaltung sofort untersagt worden.

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zero36 13.12.2013, 19:41
26.

Zitat von wdiwdi
Eine Veranstaltung dieser Größenordnung wird niemals genehmigt, ohne dass gegenüber Sanitätern, Feuerwehr etc. genaue Zahlen über Kapazität, erwartete Besucherzahl etc. offengelegt werden.
Sorry, aber eine Veranstaltung dieser Größenordnung muss bei der GEMA angemeldet werden, aber sonst nirgends. Die Mensa hat eine Betriebserlaubnis als Veranstaltungsort und ist somit bezüglich Fluchtwege etc. bereits abgenommen. Den Rest regelt die Versammlungstättenverordnung des Landes NRW. Da steht wie viele Sanitäter usw. eine Veranstaltung benötigt. Wenn das Ordnungsamt kommt und es werden mängel diesbezüglich aufgedeckt, wird eingeschritten.

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o.kenobi 13.12.2013, 20:04
27. Politiker!

Interessante Haltung: Der Ex-Asta-Vorsitzende erklärt sich für verantwortlich, ohne die Verantwortung übernehmen zu wollen. Ein echtes Politikertalent! Ich bin während des gesamten Studiums ohne Asta ausgekommen. Der Asta einer Uni ist für Studenten so notwendig, wie ein Kamm für einen Glatzkopf.

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the_rover 13.12.2013, 20:15
28.

Zitat von frozenbright
Die beiden wurden wegen grober Fahrlässigkeit verurteilt. Nur einer wurde wg. Untreue verwarnt. Das Strafverfahren hat da offenbar keine Rolle gespielt. Insofern schreckt das Urteil schon ab. Und ob den beiden bekannt war bei der Aufstellung des Haushaltsplans, dass der Veranstaltungsort nicht so viele Leute zulässt, kann bezweifelt werden.
Grobe Fahrlässigkeit ist kein Straftatbestand und keine zivilrechtliche Anspruchsgrundlage. Aber das nur nebenbei.

Der Asta hat andere Aufgaben, als sich unternehmerisch als Veranstalter von Parties zu betätigen. Deswegen können Asta-Gelder nicht mal eben für die Abfederung des unternehmerischen Risikos verwendet werden. Wer es dennoch tut, veruntreut eben Geld.

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frozenbright 13.12.2013, 20:30
29.

Zitat von the_rover
Grobe Fahrlässigkeit ist kein Straftatbestand und keine zivilrechtliche Anspruchsgrundlage. Aber das nur nebenbei. Der Asta hat andere Aufgaben, als sich unternehmerisch als Veranstalter von Parties zu betätigen. Deswegen können Asta-Gelder nicht mal eben für die Abfederung des unternehmerischen Risikos verwendet werden. Wer es dennoch tut, veruntreut eben Geld.
§ 57 Hochschulgesetz Nordrhein-Westfalen:

(5) Verletzt jemand als Mitglied eines Organs der Studierendenschaft oder einer Fachschaft vorsätzlich oder grob fahrlässig die ihm obliegenden Pflichten, so hat er der Studierendenschaft den ihr daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.


Hier hat das Gericht gesagt, dass beide grob fahrlässig ihre Aufsichtspflichten verletzt haben. Das kann man auch im Internet herausfinden. Ich habe hier die haftungsrechtliche Anspruchsgrundlage zitiert. Vielleicht erstmal recherchieren, bevor man hier den Bestwissenden markiert.

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