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Gehaltspoker: "Wer nie fragt, wird nie mehr Geld bekommen"

Trotz Wirtschaftskrise satte Lohnerhöhungen - das ist nicht unmöglich. Im Interview erklärt Gehaltsexperte Tim Böger, wer mehr verlangen kann und wie man den Abwehrpanzer des Chefs geschickt knackt. Plus: Die zehn schlimmsten Fehler im Gehaltspoker.

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Fabian G 13.08.2009, 13:40
1. pha

Zitat von sysop
Trotz Wirtschaftskrise satte Lohnerhöhungen - das ist nicht unmöglich. Im Interview erklärt Gehaltsexperte Tim Böger, wer mehr verlangen kann und wie man den Abwehrpanzer des Chefs geschickt knackt. Plus: Die zehn schlimmsten Fehler im Gehaltspoker.
hab mal ne fette gehaltserhöhung bekommen ohne zu fragen. so what. immer diese überflüssigen management ratschläge.

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Daniel Freuers 13.08.2009, 14:12
2. Mehr Geld geht immer

Tim Böger
"30 Prozent mehr können Sie nur fordern, wenn sie wie die Flugzeugpiloten eine starke Lobbyorganisation im Rücken haben. Wie hoch die Forderung ausfällt, hängt vor allem davon ab, wo man steht. Wer schon ein gutes Gehalt bezieht, hat weniger Spielraum; wer nachweislich am unteren Ende des Gehaltsgefüges rangiert hat mehr Spielraum. Wichtig ist vor allem eine realistische Einschätzung der eigenen Leistung"

Der letzte Satz ist der beste: mit einer realistischen Einschätzung der Situation(!) steht und fällt der Verdienst.

Klaro kann ich 30 % mehr fordern. Ich kann sogar 80 % mehr fordern, wenn die Voraussetzungen stimmen. Die Voraussetzungen stimmen immer dann wenn das Angebot auf dem Arbeitsmarkt für eine Leistung wie die meine knapp ist und wenn mein Brötchengeber mit meiner "unverschämten" Gehaltsforderung immer noch Geld verdient. Das ist immer Abwegungssache.

Ist mein Gehaltsentscheider selber Angestellter, hat der z.B. einen ganz anderen Fokus, als ein unabhängiger Chef.

Wer Vorgesetzte Entscheider im Angestellten Verhältnis hat und wesentlich mehr verdienen möchte ist gut beraten sich immer einen neuen Brötchengeber zu suchen. Die Leistung kann noch sogut sein, der Arbeitmarkt schlecht für die Firma, aber der angestellte Personaler der Firma wird immer erst seine Qualitäten, seine Kompetenzen einschätzen und vor seinen Vorgesetzen sichern, als das er an andere Angestellte oder gar an die Produktivität für die Firma denkt.
Soetwas ist mir in 25 Berufsjahren nämlich noch nie unter gekommen. Jeder denkt erstmal an sich, und dann kommen andere dran.

Wer den Markt stetig beobachtet, sich immer weiterbildet und ganz wichtig, in der Lage ist sein Selbst adäquat zu verkaufen, wird IMMER, auch in schlechten Zeiten größere Gehaltserhöhungen einstreichen.

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e-ding 13.08.2009, 14:14
3. ...

Zitat von Fabian G
hab mal ne fette gehaltserhöhung bekommen ohne zu fragen. so what. immer diese überflüssigen management ratschläge.
Als Beamter bekommt man die halt, ohne zu fragen. ;)

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xoxox 13.08.2009, 14:15
4. Funktion "Automatische Überschrift" fehlt.

Zitat von Fabian G
hab mal ne fette gehaltserhöhung bekommen ohne zu fragen. so what. immer diese überflüssigen management ratschläge.
Dem möchte ich zustimmen. Auch mein Chef spricht von sich aus regelmäßig in den Jahresgesprächen die Gehaltsfrage an. Ein "Schachern" oder Tips/Tricks sind völlig unnötig.

Mein Chef weiss welche Leistungen ich bringe und wieviel Gewinn das Unternehmen durch mich macht. Es ist in seinen ureigensten Interesse mich zu halten und spielt deswegen mich offenen Karten.

Man darf seinen Chef nicht als den "bösen Mann" sehen, der den armen Arbeiter eh nur unterdrücken will. Mein Chef ist mein Kollege, wir arbeiten beiden für dasselbe Unternehmen und handeln dementsprechend. Für psychologische Spielchen haben wir beide nichts über.

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Daniel Freuers 13.08.2009, 14:30
5. Schön blöd

Zitat von xoxox
Dem möchte ich zustimmen. Auch mein Chef spricht von sich aus regelmäßig in den Jahresgesprächen die Gehaltsfrage an. Ein "Schachern" oder Tips/Tricks sind völlig unnötig.
Würde ich als Chef auch machen. So gibt es jedes jahr für die Angestellten ein paar Prozentchen mehr. Dafür wird ordentlich Druck aufgebaut, mehr Überstunden eingefordert und am Ende gibt es eben 100 Euro brutto (natürlich brutto) mehr.

So kommt eben keiner dieser ewig gierigen Angestellten auf die dumme Idee mehr Geld, und damit meine ich angemessen mehr Geld zu verlangen, denn der Chef nimmt seinen Angestellten rechtzeitig den Wind aus den Segeln.

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schollianer 13.08.2009, 14:33
6. Mein Chef ist mein Kollege...

Zitat von xoxox
Mein Chef ist mein Kollege, wir arbeiten beiden für dasselbe Unternehmen und handeln dementsprechend. Für psychologische Spielchen haben wir beide nichts über.
Dann solltest du dich glücklich schätzen!

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irobot 13.08.2009, 14:37
7. .

Es gibt eine todsichere Möglichkeit:

Man geht zu seinem Chef und sagt: "Wenn sie mir keine Gehaltserhöhung geben, gehe ich zu jedem in der Firma und sage, ich habe eine bekommen".

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medienquadrat 13.08.2009, 14:49
8. ...

Zitat von sysop
Trotz Wirtschaftskrise satte Lohnerhöhungen - das ist nicht unmöglich. Im Interview erklärt Gehaltsexperte Tim Böger, wer mehr verlangen kann und wie man den Abwehrpanzer des Chefs geschickt knackt. Plus: Die zehn schlimmsten Fehler im Gehaltspoker.

Für wen sind denn diese Tipps gedacht? Für total Lobotomierte?

Ich denk, jetzt aber, jetzt kommt mal ein Experte und verrät so richtige Psychozangen, sowas, wo kein Chef "nö" sagen kann.
Und? Nix! Allgemeinplätze. Abends ist kälter als Draußen. Von nix kütt nix. Man kannet auch übertreiben.

Sowas! Dafür kriegen "Experten" Geld. Jetzt bin ich mal gespannt, wann der Erste mit dem Spiegelausdruck in der Hand reinkommt und sagt: "Also, ich schließe mich den Allgemeinplätzen von diesem... Gehaltsexperten an. Mein Konto kennen sie ja."

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Vincent_Vega 13.08.2009, 15:08
9. Viel Wahres im Artikel

Als leitender Angestellter führe ich oft solche Gespräche mit meinen Mitarbeitern. Das beste Beispiel für schlechtes Timing und schlechte Argumentation (wenigstens zum Teil) war, als ein Mitarbeiter das Unternehmen verließ und seine Position nicht wieder besetzt wurde. Die "Mehrarbeit" für den Rest des Teams war nicht sehr gravierend, ein paar Umorganisationen einiger Prozesse, Abgabe einiger Aufgaben in andere Abteilungen und schon war es mit ein wenig mehr an Aufgaben für zwei Personen erledigt, was im Tagesgeschäft keine zeitlichen Auswirkungen hatte. Daraufhin kamen diese zwei Mitarbeiterinnen auf die Idee, für eben diese Mehraufgaben eine Gehaltserhöhung von rund 25% zu verlangen, auch mit dem Argument, man würde jetzt ja entsprechende Gehaltseinsparungen des ehem. Kollegen haben, welche man doch auf sie zum Teil umverteilen könnte. Das Argument, daß sie sich in den vergangenen Jahren zu einer wesentlich erfahreneren Kraft entwickelt haben, kam erst viel später.
Mich wundern viele Argumentationen und Verhaltensweisen in solchen Gesprächen nicht mehr. Der Artikel gibt das wieder, was viele erleben.
Wer eine Gehaltserhöhung haben möchte bekommt sie bei mir allerdings erst, wenn er oder sie es wirklich darstellen kann, wo die Vorteile seiner Tätigkeit und Qualifikation auch für das Unternehmen liegen. Dann hat man sie auch verdient.

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