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Gehaltsunterschiede der Geschlechter: Sind die Frauen selbst schuld?
Corbis

Frauen verdienen 22 Prozent weniger als Männer - in wenigen europäischen Ländern ist das Einkommensgefälle größer als in Deutschland. Einige Ursachen sind schnell erklärt. Sind die Frauen am Ende selbst am Rückstand schuld?

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teilzeitmutti 25.03.2015, 12:43
1. Ja toll

Und wie sehen nun die Vorschläge der vermeintlich benachteiligten Damen aus wie man die Situation behebt. Dazu habe ich hier bisher nichts lesen können.

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BettyB. 25.03.2015, 12:47
2. Das Problem...

Ungleicher Lohn für gleiche Arbeit ist das Problem. Der Ausweg: Offenlegung von Gehaltsspreizung in den Unternehmen. Meines Wissens hat Siemens diese schon vor dreißig Jahren schön veröffentlich. Und heute wehren sich hauptsächlich die dagegen, die andauernd von "Leistung muss sich lohnen" schwätzen. Die Bezahlung auf Grund eigene Leistung können Mitarbeiter aber nur im - wenn auch allgemeinem - Vergleich beurteilen. Alle Vergleiche von ungleichen Tätigkeiten dienen nur dazu, die Diskriminierung von Frauen, aber auch Männern zu verschleiern.

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regentrude 25.03.2015, 12:49
3. Ingenieure pflegen Ingenieure!

Prima, Frauen haben also die falschen Berufe -- sie machen sauber, kümmern sich um Kinder und Kranke und pflegen die Alten. So'n überflüssiger Quatsch! Sie müssten alle Ingenieurinnen und Programmiererinnen sein, dann hätten sie viel Geld, das Klo bleibt dreckig, wer krank wird, krepiert, und kein Kind lernt in der Grundschule mehr lesen -- was kein Problem ist, denn es gibt kein Kind mehr, weil keine Frau mehr eins bekommt. Nach 1 Generation ist also der Spaß aus und alle sind tot. Der letzte Programmierer, der, von keiner Krankenschwester betreut und von keiner Altenpflegerin gewindelt, sein verdrecktes Leben aushaucht, wird seufzen: "Hätten wir sie vielleicht einfach besser bezahlen sollen?" Aber es wird zu spät sein.

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ClausWunderlich 25.03.2015, 12:52
4.

Ich meine "JA"!

Sicher gibt es Ausnahmen so wie es auch Männer gibt den weniger verdienen als sie sollten. Ich meine das hat etwas mit der Emanzipation zu tuen. Denn diese ist noch lange nicht zu Ende. Ich erlebe aber auch das Frau sich da am ändern (entwickeln) ist.

Was ich noch oft bei Frau vermisse ist das sie nicht "Kämpfen" sich also durchsetzen wie eben bei der höhe des Gehalts. Das hat auch nichts mit Frau oder Mann zu tuen das ist einfach so wenn man etwas aushandelt wie das Gehalt. Das muss ich als Mann auch bei Frauen tuen die Personalchef sind! Und es gibt auch viele Frauen der Chef sind und Frauen für weniger beschäftigen!

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georg4711 25.03.2015, 12:53
5. 7 % statt 22 %

Es wäre schon viel gewonnen, wenn man in der öffentlichen Diskussion die unerklärlichen 7 % nenne würde und nicht immer die 22 %, die sich nun einmal unter anderem daraus ergeben, dass Frau öfter in Teilzeit arbeiten als Männer. Viele Frauen in meinem Umfeld arbeiten Teilzeit und wollen das auch. Die Lösung kann ja nicht sein, Teil- und Vollzeit gleich zu bezahlen. Es wird auch nicht möglich sein, Erzieherinnen und Ingenieure gleich zu bezahlen, zumal der Erzieher wohl auch nicht mehr verdient als die Erzieherin. Mit der Nennung der 22 % schadet man dem Anliegen mehr als man ihm nützt, da dann immer zwangläufig eine Diskussion beginnt, warum dieser Wert im Endeffekt nichts über Lohndiskriminierung aussagt.

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Schweizer 25.03.2015, 12:55
6. ja ne is klar

Immer der gleiche Unsinn!

Immerhin am Ende halbwegs ehrlich: "Nur weil man die Lohnunterschiede erklären kann, sind sie noch lange nicht gerecht."

Frau kann die Unterschiede erklären. Aber es ist nicht gerecht.

Und welche Faktoren sind bitte unter Zwang zustande gekommen? Sind Frauen nun gleichberechtigt und selbstbewusst und stark? Oder brauchen sie Hilfe dabei den Job und die Ausbildung zu suchen die mehr Geld bringt?

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McMuffin 25.03.2015, 12:55
7. Noch weitere Faktoren

Da kommen noch eine Reihe weiterer Faktoren dazu, die Lohnunterschiede erklären. Denn der Lohn ist nicht alles.

Beispiel: Meine Frau ist Fachkrankenschwester und hat eine für ihren Arbeitgeber sehr wichtige Qualifikation. Denn nur wenn die Klinik ausreichend Beschäftige mit dieser Qualifikation hat, darf sie bestimmte Behandlungen abrechnen. Meine Frau hatte also eine sehr starke Verhandlungsposition. Sie hat ihre Verhandlungsposition genutzt, sondern sie hat sich zusichern lassen, wegen der Kinderbetreuung keine Spätschichten machen zu müssen. Das ist in ihrer Klinik alles andere als eine Selbstverständlichkeit und ihr Chef - übrigens eine Frau - war alles andere als begeistert. Aber der Satz "Wenn das nicht klappt, dann muss ich mir leider, leider was anderes suchen" wirkt wunder, wenn man eine Qualifikation hat, die am Arbeitsmarkt dringend gesucht ist.

Natürlich hätte meine Frau stattdessen auch ein übertarifliches Gehalt verlangen können, und sehr wahrscheinlich wäre da auch etwas drin gewesen. Aber dieses zusätzliche Gehalt wäre für die dann nötige Kinderbetreuung mehr als drauf gegangen. Hat meine Frau also schlecht verhandelt?

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habu 25.03.2015, 12:58
8. Wann hört diese politische Falschmünzerei endlich auf?

Lese ich: Frauen verdienen 22% weniger als Männer, dann impliziere ich natürlich . SPON erwähnt wenigstens noch, dass es sich dabei um Durchschnittwerte handelt (viele andere tun das nicht). Danach muss ich noch ausfindig machen, Duchschnitt WOVON, um dann festzustellen, dass es der Durchschnitt aller Tätigkeiten ist. Die Differenz bei GLEICHER Arbeit beträgt lediglich 8%. Das muss zwar auch geändert werden, ist aber längst nicht so skandalös, wie die 22% der Headline. Dass dieses Missverständnis von interessierter Seite gewollt ist, macht mich wütend. Ich lasse mich nicht gerne für dumm verkaufen. Und auch den Medien würde es gut anstehen, so zu formulieren, dass der Sachverhalt sofort klar wird, auch wenn die Meldung dann nicht so spektakulär klingt.

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ClausWunderlich 25.03.2015, 12:58
9.

Zitat von BettyB.
Ungleicher Lohn für gleiche Arbeit ist das Problem. Der Ausweg: Offenlegung von Gehaltsspreizung in den Unternehmen. Meines Wissens hat Siemens diese schon vor dreißig Jahren schön veröffentlich. Und heute wehren sich hauptsächlich die dagegen, die andauernd von "Leistung muss sich lohnen" schwätzen. Die Bezahlung auf Grund eigene Leistung können Mitarbeiter aber nur im - wenn auch allgemeinem - Vergleich beurteilen. Alle Vergleiche von ungleichen Tätigkeiten dienen nur dazu, die Diskriminierung von Frauen, aber auch Männern zu verschleiern.
Es ist aber auch ein "Problem" Arbeit zu bewerten. Dabei ist es aber kein Problem wenn die Frau für die gleiche Arbeit weniger bekommt das zu ändern.

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