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Gehaltsunterschiede der Geschlechter: Sind die Frauen selbst schuld?
Corbis

Frauen verdienen 22 Prozent weniger als Männer - in wenigen europäischen Ländern ist das Einkommensgefälle größer als in Deutschland. Einige Ursachen sind schnell erklärt. Sind die Frauen am Ende selbst am Rückstand schuld?

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caselo 26.03.2015, 08:04
90. Gesetze müssen her.

Unbedingt muss die Gleichberechtigung vorangetrieben werden. Im besonderen auch bei der Entlohnung. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. aber genau das bitte auch geschlechterneutral. Im Kollegenkreis haben wir bei einem offenen und vertraulichem Gespräch feststellen müssen, dass wir Männer alle unterschiedlich im Fixum bezahlt werden. bei annähernd gleicher Quali und exakt identischem Aufgabenbereich. Die Willkür der Arbeitgeber und das Beziehungsgeflecht sollten unterbunden werden. durch Betriebsräte und/Gesetze. Zudem sollte man wesentlich härter gegen die Arbeitgeber vorgehen, die versuchen, Betriebsratswahlen zu verhindern. Das würde den Frauen und Männern in der betrieblichen Gleichberechtigung extrem weiterhelfen.

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GinaBe 26.03.2015, 08:55
91.

Zitat von Feonora
ich kenne solche Eltern zwar auch, aber auch das lässt sich nicht verallgemeinern. Weder spielen alle Mädchen begeistert mit Puppen, noch sollte man diejenigen, die es tun, dazu zwingen, mit Autos zu spielen. Und das gilt umgekehrt für Jungen natürlich auch, obwohl die Akzeptanz von Jungen, die mit Puppen spielen wollen, mit Abstand geringer ist. Ich selbst habe zum Beispiel als Mädchen mehr als genug Puppen geschenkt bekommen, aber die haben mich zur Verblüffung meiner Eltern nie interessiert, stattdessen fand ich alles spannend, was einen Bildschirm hat. Also wurden die Geschenke daran angepasst, fertig! Und folglich habe ich nie überlegt, einen Sozialberuf zu ergreifen, sondern Informatik studiert. Damals war ich die ganz große Exotin, weil meine Mitschülerinnen sich für ganz andere Berufe entschieden hatten: Floristin, Arzthelferin, Konditorin, Krankenschwester, Hauswirtschafterin. Obwohl die Mädels alle wussten, dass die schlecht bezahlt sind. Aber das war das, was sie tun wollten, also haben sie sich dafür entschieden. ...
Als Mädchen habe ich sehr wohl mit 2 Dutzend Puppen gespielt, und wurde durch die familiäre schwierige Situation dazu gebracht, mich um die 2 jüngeren Brüder zu kümmern. Dadurch erwarb ich Liebe, Anerkennung und wurde dahingehend sozialisiert.
Diese Tradition ist heute immer noch wirksam und ich schreibe davon hier, weil ich denke, daß dieses wichtig ist.

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Lion 26.03.2015, 09:26
92. Frauen sind nicht an ihrer Unterbezahlung Schuld

Und es ist unseriös, dies ständig zu suggerieren. Was nötig ist, um diese Lüge und den Skandal der Unterbezahlung zu stoppen:
Erstens: Redet über Eure Gehälter offen und ignoriert entsprechende Verbote in Verträgen!
Zweitens: Mehr Frauen in Vorstände und zwar mit einer 50%-Quote. Genug qualifizierte Frauen gibt es längst!
Drittens: Männer müssen Verantwortung für Kinderbetreuung und Haushalt gleichermaßen übernehmen wie Frauen. "Ich verdiene halt besser" gilt nicht mehr als Ausrede!
Drittens: Sogenannte Frauenberufe (Erzieher, Pflegeberufe...) sind körperlich und psychisch sehr belastend und müssen endlich fair und damit wesentlich besser bezahlt werden als bisher.
Viertens: Wählt keine Parteien mehr, die mit Quote und Kinderbetreuungspflicht der Männer ein Problem haben!

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Petersbächel 26.03.2015, 09:27
93.

Zitat von shooop
Ich sage lediglich, dass der Ingenieur in Bezug auf die Altenpflegekraft überbewertet ist, das beide ihren Teil zum Gelingen unserer Gesellschaft beitragen und das man den einen nicht überbewerten- und die andere nicht unterbewerten sollte. Beide tun ihren Teil und die Anerkennung und Bezahlung muss in der Bevölkerung im gewissen Maß ausgeglichen sein. Die Altenpflegerin braucht den Ingenieur und der Ingenieur braucht die Altenpflegerin - so wird ein Schuh draus.
"…beide tragen zum Gelingen der Gesellschaft bei".

Genauso ist es. Also sollten diese Leute auch ähnlich bezahlt werden - was im Übrigen nicht heißt, daß der Ingenieur weniger bekommen muß. Man kann auch dem Altenpfleger, Feuerwehrmann und Müllwerker MEHR bezahlen.

Ged wäre da - es wird nur den Falschen gegeben. Meist denen, die zum Gelingen der Gesellschaft unnötig sind, wenig dazu beitragen und deren Geld auch noch irgendwo steuerfrei versickert, statt wie im Falle des Krankenpflegers beim ortsansässigen Bäcker zu landen.

Das Thema ist wichtig - und die reine "Genderdiskussion" wird dem Problem nicht gerecht. Im Gegenteil - die verschleiert das und SPALTET.

Ich bin geneigt, genau DARIN den Grund zu sehen, warum die forciert wird.

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