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Gerechte Sprache an der Uni: Professix im Geschlechterkampf
Corbis

Heißt es StudentInnen, Studierende oder Student_innen? An den Unis tobt ein Streit um gerechte Sprache. Lann Hornscheidt vom Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität schlägt eine neue Form vor: Studierx. Ernsthaft.

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Olaf 24.04.2014, 11:17
1.

Zitat von sysop
Heißt es StudentInnen, Studierende oder Student_innen? An den Unis tobt ein Streit um gerechte Sprache. Lann Hornscheidt vom Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität schlägt eine neue Form vor: Studierx. Ernsthaft.
Und dann wundern sich die Geisteswissenschaftler über ihren schlechten Ruf.

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berlinchris1711 24.04.2014, 11:20
2. Na...wem es gefällt...

Soll es machen. Aber ernst kann man das nicht nehmen. Ja, zu geschlechtlichen Unterschieden! Nein zur Diskriminierung!

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SchöneWorte 24.04.2014, 11:28
3. Minderheitenterror

Das ist verquastes Gestottere. Die Gender-Pseudowissenschaft, die von einer Handvoll Leute inszeniert wird, die sich eine Wichtigkeit verleihen wollen, die sie nicht haben, führt zu immer krasseren Ausprägungen der sogenannten political correctness. Ich empfinde das zunehmend als Terror. Es kommt der Tag, an dem man sich nicht mehr drehen und wenden kann vor lauter Verbotsschildern.

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Phil2302 24.04.2014, 11:29
4.

Also ich denke wenn es keine klare Unterteilung mehr gibt, dann fällt es sicher vielen Jugendlichen schwerer, sich irgendwo einzuordnen. Menschen lieben das Gruppengefühl, und ob einem Jungen jetzt damit geholfen ist, ihm zu sagen, dass er vielleicht gar kein Junge ist, sondern sich zwischen 58 (war es nicht so bei fb?) Geschlechtern entscheiden muss, dann geht das ganze nach hinten los. Nebenbei, ich habe noch nie gehört, dass ein Schüler meinte: Unsere Lehrer und Lehrerinnen sind alle blöd. Da heißt es auch nur unsere Lehrer, wenn man da jetzt nur an männliche Vertreter denkt, schwanken dann auch die Machtverhältnisse an der Schule? Das ganze Thema ist ein großer Unfug von Menschen mit zuviel Zeit.

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zippzapp 24.04.2014, 11:29
5.

Einerseits: Ja, die Debatte ist angebracht. Denn Gleichberechtigung sollte auch in der Sprache herrschen.
Andererseits:
1. Haben wir keine anderen Sorgen? Das ist wieder ein rein akademisches Problem, das im Alltag niemanden interessiert und nur über Generationen gelöst werden kann - sofern sich denn überhaupt der Wille dazu findet.
2. Ist es nicht zu Ende gedacht, weil man wieder nur von Mann und Frau redet, aber Transgender bzw. genderqueer komplett ausblendet.
3. kann ich nicht ausschließen, dass das alles ein verspäteter Aprilscherz und/oder eine Marketingstrategie des Ehapa-Verlags ist, um die Verkaufszahlen für "Asterix und Obelix"-Artikel anzukurbeln.

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Ty Coon 24.04.2014, 11:38
6. Trottelsprache

Hornscheidt: "Es wäre schon ein Gewinn, wenn Sie ab und zu wenigstens eine Unterstrichform verwenden."

Warum wäre das ein Gewinn? Für wen? Sollen jetzt alle Zeitungen, Magazine und Buchverlage auf Genderist*innenschrieb umstellen? Eine grausige Vorstellung.

Wie soll man diese Wortungetüme mit Unterstrich oder Asterisk überhaupt laut vorlesen? Vielleicht als "Studentunterstrichinnen" und "Journalistasteriskinnen"?

Weiters: "Es gibt unzählige Untersuchungen, die zeigen: Wer das Wort Studenten liest, denkt nur an Männer."

Das kann so pauschal nicht stimmen. Wenn, dann betrifft es ausschließlich die Leser (!) mit, sagen wir, verbesserungsfähigen Deutschkenntnissen.

Es ist grauenhaft und zum Fremdschämen, welche Schrift- und Sprachverhunzungen heutzutage ernsthaft im deutschen Bildungsbetrieb diskutiert werden.

Man würde am liebsten drüber lachen, wäre das alles nicht so erschreckend ernst gemeint.

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gattone 24.04.2014, 11:38
7. optional

Und ich dachte immer, die Diskussion über Student/Studentin/Studierende/StudentIN etc etc sei an Verschraubtheit nicht mehr zu toppen. Hier handelt es sich doch offensichtlich einmal mehr um eine mit der Welt und sich selbst nicht glückliche Minderheit, die versucht, der Mehrheit unter dem Deckmantel der "political correctness" und der auf dieser fußenden "Antidiskriminierung" ihre Ansicht aufzudrücken. Sollen sie sich doch für sich selbst die abstrusesten Anreden und geschlechterneutralen Behandlungen ausdenken. Das ganze allerdings allgemeingültig zu formulieren halte ich für hanebüchen!

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e-ding 24.04.2014, 11:39
8. ...

"Wer das Wort Studenten liest, denkt nur an Männer."
Nö, tut niemend, bis auf ein paar Gender-Apologeten (männlich und weiblich) vielleicht. ;)

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rambazambah 24.04.2014, 11:42
9. Was zum Teufel...

ist denn das für ein Quark. Ich bin eine Frau und mir ist es wurscht, ob ich zum Beispiel als Bürger anstatt als Bürgerin aufgeführt werde. Das weibliche Selbstbewusstsein sollte doch größer sein, als irgendwelche Fixe oder Striche oder Xse... So auch bei Genders (Gott, hoffentlich war das jetzt richtig). Wie kann man sich denn nur so verbissen über sein Geschlecht definieren? Ja, es geht um eine Person, aber die Natur sieht eben nur feminin und maskulin vor. Daher gibt es nunmal die Unterscheidung Mann/Frau. Von mir aus soll sich jeder definieren, wie er will, aber eine derart verquerte Anrede auszurufen und zu verlagen, ist doch in meinen Augen etwas zuviel des Guten. Pardon: Von mir aus kann ein jeder/eine jede/ein jedes/ein(e) jedex leben, wie er/sie/es/x möchte. Besser so? Oder wir machen aus uns allen eine Variable, wir sind alle ein x mit Namen dran.

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