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Gerechte Sprache an der Uni: Professix im Geschlechterkampf
Corbis

Heißt es StudentInnen, Studierende oder Student_innen? An den Unis tobt ein Streit um gerechte Sprache. Lann Hornscheidt vom Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität schlägt eine neue Form vor: Studierx. Ernsthaft.

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tel33 24.04.2014, 11:43
10. Tatsächlich an einer deutschen Universität?

Also mir fallen durchaus einige biologische Ausprägungen ein, die die Geschlechtszuordnung in 99,9% der Fälle sehr eindeutig machen. Die meisten dieser 'Transgender' Diskussionen haben eben keine physiologische sondern fast immer eine psychologische Ursache. Insofern ist es ausgemachter Unsinn die Geschlechter auf ein rein soziales Konstrukt zu reduzieren.

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zehbeh 24.04.2014, 11:45
11. ...

In Ihrer Hybris, für eine "gerechte" Sache zu kämpfen ist diesen Gender-Faschisten auch kein Argument zu dumm und zu weit hergeholt.
Sie sehen sich als Kämpfer für eine riesige Gruppe in beliebiger Hinsicht sprachlich unterdrückter, vernachlässigter und übervorteilter Personen.

Realistisch betrachtet interessiert sich für diesen Quatsch - zu recht - nicht mal ein halbes Prozent der Bevölkerung.
Der Rest empfindet es eher als Belästigung ständig neue, immer "gerechtere" Schreibweisen und Ausdrücke benutzen zu müssen, damit sich bloß kein einziger mehr unrepräsentiert fühlen muss.

Das ist in meinen Augen eine Diskriminierung der Mehrheit durch eine Randgruppe von Menschen die sich in ihrer Opferrolle laben.

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JBond 24.04.2014, 11:50
12. Uns geht's gut!!!

...das merkt man immer wieder wenn man solche Diskussionen liest.

Wenn den Professoren schon so langweilig ist, dass sie Forschungsgelder für Wortschöpfungen verschwenden, die einfach nur möglichst schwer auszusprechen sein müssen, dann kann es keine ernsthaften Probleme mehr geben.

Zumal es doch wieder ein rein deutsches Problem ist - im englischen gibt es meist gar keine spezielle weibliche Form...der Oberbegriff "student" gilt für alle.
Machen wir es doch im Deutschen genauso - alle geschlechtsspezifischen Namen abschaffen und bitte keine neuen abstrusen Wortkreationen.

Der/Die Professor, der/die Student...und gut.

Aber nein - das wäre ja "ungerechte Bevorteilung der Männer".

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musemind 24.04.2014, 11:53
13. Satz mit X

Man könnte es auch so sehen: Die Männerwelt muss sich für eine Gruppe Ihresgleichen immer mit dem gleichen Begriff (Studenten, ...) zufrieden geben wie man allgemein auch geschlechtlich gemischte Gruppen bezeichnet (Studenten, ...). Frauen haben das Privileg eines eigenen Begriffs (Studentinnen). Die armen Männer. So könnte man das auch sehen. Name mit X? Das war wohl nix.

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t-tiger89 24.04.2014, 11:54
14. Da fehlen einem die Worte...

Gendersensible Spielplätze, Kindersendungen und Sprache; dazu Geschlecht als ein bloßes soziales Konstrukt.. Wir Deutschen haben anscheinend keine wirklich wichtigen Probleme mehr in unserem Land.
Wie ist das denn bei Tieren? Ist dort weiblich / männlich auch anerzogen? ..Das diese Ideologie wissenschaftlich nicht haltbar ist, ist spätestens seit dem norwegischen Soziologen und Komiker Harald Eia klar.
Liebe Politiker, macht es den Norwegern doch bitte gleich und streicht dem Gender-Kram das Geld und setzt es dort ein, wo es wirklich sinnvoll ist: in Schulen, in Familien, etc.!

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doppelpunkt 24.04.2014, 11:56
15. Politisch korrekte Sprache...

ändert nicht viel. Zwar meinen viele, Sprache präge das Bewusstsein. Doch auch wenn zum Beispiel Politikerinnen und Politiker ständig politisch korrekt sprechen - in welchen FormulierungInnen auch immer - machen sie Sprache zwar zunehmend unsprechbar, ändern aber nichts an tatsächlichen Geschlechterdiskriminierungen. Ich behaupte sogar, dass erzwungenes "Geschlechtsneutral-Sprech" die Gefahr birgt, reale Diskriminierungen zu verschleiern. Wenn Arbeiterinnen "Arbeiterx" heißen, bekommen sie damit noch keinen Cent mehr Lohn. Oder kann mir jemand eine wissenschaftliche Studie nennen, die belegt, das "politisch korrekte Sprache" irgendwo mehr konkrete Geschlechtergerechtigkeit bewirkt hat? Vorschläge wie "Professorx" ziehen ernsthafte Bestrebungen für mehr Geschlechtergerechtigkeit ins Lächerliche. Wie schön wär es doch, darauf hinzuarbeiten, dass Anreden wie "Herr", "Frau", "Professorin" usw. als wertfreie Beschreibung wahrgenommen werden - wie Rot, Grün oder Blau...

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total_perspective_vortex 24.04.2014, 11:57
16.

Zitat von berlinchris1711
Soll es machen. Aber ernst kann man das nicht nehmen. Ja, zu geschlechtlichen Unterschieden! Nein zur Diskriminierung!
Man könnte argumentieren dass das Geschlecht nur eines von zahlreichen Merkmalen ist in dem sich Menschen voneinander unterscheiden können. Wieso sollte sich gerade das so stark in der Sprache niederschlagen, dass Personen mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen anders bezeichnet werden als solche mit männlichen? In einer Sprache die völlig logisch und sachlich aufgebaut wäre würde es sowas nicht geben.

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DMenakker 24.04.2014, 11:59
17.

Das schockierenste an dem ganzen Artikel ist die simple Tatsache, dass die gute Frau auf Kosten des Steuerzahlers so einen gequirlten Mist von sich geben darf. Jeder Dekan, der diese Stelle genehmigt und bezahlt, gehört wegen Veruntreuung von Steuergeldern in den Knast!

Da beklage sich noch einer über Beiträge ala Geissen oder Katzenberger. Das Gendervolk ist so ziemlich der Bodensatz der selbst ernannten "geistigen Elite". Unterschichtsfernsehen steht wenigstens dazu, Trash TV zu sein. Wann bezeichnet man so einen Mist endlich als "Trash Wissenschaft"? Denn um nichts anderes handelt es sich!

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franzinho 24.04.2014, 12:00
18. Comix

AsterX und ObelX, zwei StudierXe aus Gallien...Habe selten ein dämlicheres Interview gelesen. Wenn sich Personen diskriminiert fühlen, weil sie mit "Herr" oder "Frau" angesprochen werden, ist dies eine subjektive Empfindung, die nicht per se mit einer tatsächlichen Diskriminierung gleichzusetzen ist, wie sie beispielsweise in der Verhinderung einer Berufsausübung aufgrund des Geschlechtes bestünde. Solche linguistischen Spitzfindigkeiten sind einer Gleichstellungsdebatte m.E. eher hinderlich, weil sie Verwirrung und Verunsicherung stiften. Ebenso unsinnig erscheint mir die Sprachregelung der Uni Leipzig, bei der nunmehr ausschließlich von "Professorinnen" die Rede ist, mit der Begründung, nun liefe Diskriminierung einmal andersrum. Ein wirklicher Fortschritt, Glückwunsch!

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StörMeinung 24.04.2014, 12:00
19. IdiotX

Zitat von sysop
Heißt es StudentInnen, Studierende oder Student_innen? An den Unis tobt ein Streit um gerechte Sprache. Lann Hornscheidt vom Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität schlägt eine neue Form vor: Studierx. Ernsthaft.
Aufhören, das ist ja unerträglich. Noch immer verhungern Millionen Kinder, der Krieg kehrt nach Europa zurück und diese Gender-Idioten befassen sich mit so einem Müll.

Diese Institute gehören abgewickelt und die frei werdenden Gelder soll man den Fakultäten geben, die zur Entwicklung von Mensch und Natur etwas beitragen können.

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