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Geschenk von Schülern angenommen: Lehrerin muss 4000 Euro Strafe zahlen
Corbis

Die Schüler meinten es gut, ihre Lehrerin muss dafür blechen: Weil sie ein Abschiedsgeschenk ihrer Klasse annahm, ermittelte die Staatsanwaltschaft. Der Vater eines Schülers hatte Anzeige erstattet.

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Waldpinguie 07.01.2015, 16:56
140. Unglaublich

Da hat der Vater des Schülers entweder nicht erfasst was er mit seiner Anzeige anrichtet, oder eben einen unerträglichen Geltungsdrang.Man muss auch die Strafverfolger kritisch hinterfragen.

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Ihr5spieltjetzt4gegen2 07.01.2015, 16:56
141. !

Geschenke an Berliner Abgeordnete dürfen also einen Wert von bis zu € 400,00 haben, während die Grenze bei Geschenken an Berliner Beamte bei einem Wert von € 10,00 liegt. Vorbildlich...

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kickmeto 07.01.2015, 16:59
142. Heftig...

Unsere MdB's haben einkommen nebenbei in Millionenhöhe, ganz legale "Beraterhonorare" und eine Lehrerin darf ein Abschiedsgeschenk nicht annehmen. Lachhaft!

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buppert 07.01.2015, 16:59
143. Kommentar auf Fb

I-wo, ich glaub es war auf FB, hat kürzlich jemand zu diesem "Vorfall" was passendes geschrieben: Beamte dürfen nichts annehmen, nicht mal Vernunft.

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neuernichtwähler 07.01.2015, 17:00
144. Korruption

ist das Übel jeder Gesellschaftsordnung.Aber diese Anzeige ist ein Witz.Jeder braucht sich nur in seiner Gemeinde oder Stadt umzusehen und sieht, wie Parteien
die Verwaltung mit Mitgliedern unterwandern.80%
aller höheren Verwaltungsposten sind mit Parteigängern besetzt.Aber versuchen sie diese Art der Vorteilsgewährung
bei einer Staatsanwaltschaft anzuzeigen, werden sie Pesch haben, denn auch Posten in Staatsanwaltschaft
und Justiz werden oft nach Parteibuch vergeben.

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kismet56 07.01.2015, 17:02
145. Rache ist süß oder?

Es muss eine engagierte, allseits beliebte Lehrerin sein, die ein solches Geschenk erhält und ich unterstütze das unbedingt. Es gibt leider viel zu wenige solcher Lehrkräfte. Wenn der offenbar rachsüchtige Vater nicht gewesen wäre, hätte nämlich kein Hahn danach gekräht.

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dickebank 07.01.2015, 17:10
146. Grenze

Zitat von misterknowitall
Das war eine Geste aus Dankbarkeit, keine Belohnung. Und vielleicht ist basteln in Klasse 10 nicht mehr so angesagt (wahrscheinlich eher peinlich), wahrscheinlich hätte sich die Lehrerin auch darüber gefreut, aber es war ja nicht Ihre -, sondern die Entscheidung der Schüler.
Geschenke von geringem Wert darf ein öffentlich Bediensteter annehmen. Vorangegangene Urteile haben die Geringfügigkeitsgrenze auf 10 Euro festgesetzt.

Geschenke, die diesen Wert übersteigen, können angenommen, müssen aber dem Dienstherren - personalführender Stelle - angezeigt werden.

Wenn der Dienstherr genickt hätte, dann wäre alles gut gewesen. Die Verurteilung ist nicht ergangen wegen der Annahme des Geschenkes, sondern wegen der unterlassenen Anzeige des Geschenkes. Dies ist eine dienstrechtliche Verfehlung, die neben der strafrechtlichen Seite bei Beamten eine disziplinarrechtliche Maßnahme und bei tarifbeschäftigten Lehrkräften eine arbeitsrechtliche Maßnahme nach sich zieht. Sprich es wird auch noch eine Rüge bzw. eine Abmahnung geben.

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neurobi 07.01.2015, 17:10
147.

Zitat von rebew_01
alle sind gegen Korruption aber nur wenn es die anderen betrifft, selber steht man natürlich darüber ** Die Guten legen fest wer die Bösen sind. **
Wer in dem Vorfall auch nur ein Hauch Korruption erkennt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
Korruption ist, wenn ein ehemaliger Bundesminister einen Job im Wirkungsbereich seines ehemaligen Ministeriums annimmt.
Aber das wird nicht verboten oder hart bestraft.

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hornisse.04 07.01.2015, 17:11
148. Die Tatsache,

Zitat von Waldpinguie
Da hat der Vater des Schülers entweder nicht erfasst was er mit seiner Anzeige anrichtet, oder eben einen unerträglichen Geltungsdrang.Man muss auch die Strafverfolger kritisch hinterfragen.
dass er selbst Lehrer ist, finde ich bezeichnend - der pure Neid.
Sowas nannte man früher auch Kollegenschw*in.

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itolduso 07.01.2015, 17:16
149. Der Staat als Arbeitgeber

Ein irr“witziges“ Urteil, aber wer der Staat als Dienstherrn hat, hat nichts zu lachen. Ich habe einmal eine Geschichte über eine Lehrerin aus Rheinland-Pfalz recherchiert, der auf der Klassenfahrt Schülergelder in Stockholm gestohlen wurden. Ihr Arbeitgeber hat nicht dran gedacht, den Schaden in Höhe von etwa 1100 Euro zu übernehmen. Sie blieb darauf sitzen. Die Millionengräber Nürburgring und Flughafen Zweibrücken kümmern das Land indes nicht. Das zahlt ja locker der Steuerzahler.

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