Forum: Leben und Lernen
Geschenk von Schülern angenommen: Lehrerin muss 4000 Euro Strafe zahlen
Corbis

Die Schüler meinten es gut, ihre Lehrerin muss dafür blechen: Weil sie ein Abschiedsgeschenk ihrer Klasse annahm, ermittelte die Staatsanwaltschaft. Der Vater eines Schülers hatte Anzeige erstattet.

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crewmitglied27 07.01.2015, 18:19
180. Ein Schlag ins Gesicht für

die Schüler, die sich mit einem Geschenk echt Mühe gegeben haben um dieser Lehrerin eine Freude zu machen.
Richter und Staatsanwälte, die sich mit sowas beschäftigen sollten gefragt werden, ob sie nichts sinvolles zu tun haben. Zum Beispiel bestechliche Kollegen in den Knast bringen oder Leute wie U.H. dauerhaft wegzuschliessen.

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mittekwilli 07.01.2015, 18:22
181. Die Zeugnisse waren ja schon verteilt.

Somit ist die Lehrerin nicht mehr im Dienstverhältnis sondern Privatperson. Als solche darf Sie sehr wohl Geschenke annehmen.

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sappelkopp 07.01.2015, 18:32
182. Früher haben meine Eltern zu Weihnachten...

...dem Postboten, Zeitungsjungen und der Müllabfuhr immer mal ein Dankeschön hingestellt. Das war 60er/70er Jahre bei der Müllabfuhr eine Flasche Korn oder ein Kästen Bier und wurde gern genommen.

Heute schauen die Müllmänner verschämt zur Seite, wenn ich ihnen Weihnachten einen Umschlag mit 20 Euro gebe. Sie dürften nichts annehmen.

Traurige Welt!

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ut-e 07.01.2015, 18:35
183.

Bei wem kann ich mich jetzt selber anzeigen? Vor etwa 10 Jahren erhielt ich ein Geschenk einer Abschlussklasse in Form eines Büchergutscheines über den Wert von 30€. Den Gutschein besitze ich noch,er ist noch nicht eingelöst. Habe ich mich mit der Annahme allein schon strafbar gemacht? Hätte ich mich vorhererkundigen sollen, was drin ist? Wird einem Lehrer, der in Sachsen oder in Bayern, oder ... einen Gutschein annimmt aufgrund der unterschiedlichen Gesetzeslage des jeweiligen Bundeslandes von vornherein nicht schon eine andere `Erpressbarkeit` unterstellt? Haben wir sonst keine Probleme? Nur ein Beispiel von vielen im Beamtendasein...

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deichgraffe 07.01.2015, 18:39
184. Unrecht!

Eine Belohnung wird auf 10 Euro beschränkt, die Strafe von 4.000 hingegen soll gerechtfertigt sein. Das ist ein hervorragendes Beispiel von unverhältnismäßigem Auswuchs von Juristerei!

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anna cotty 07.01.2015, 18:41
185.

Zitat von mintie
Die Lehrerin hat sich ziemlich dämlich verhalten. wenn sie ein so teures Geschenk nicht gemeldet hat. Über die Motivation des anzeigenden Vaters braucht man nicht spekulieren. Es können positive als auch negative Beweggründe ihn dazu veranlasst haben. Oder er ist einfach nur sehr korrekt. Was mich viel mehr ankotzt ist die Tatsache, dass Abgeordnete Geschenke in Höhe von bis zu 400 ? nicht melden müssen. Für die sollte die gleiche Grenze gelten. Besser wäre noch, dass sie überhaupt keine Geschenke mehr annehmen dürfen.
woher sollte die Lehrerin wissen, was das Geschenk gekostet hatte. Vielleicht hatten die das Preisschild abgemacht.
Postive Beweggruende kann ich bei dem Vater nicht erkennen. Und die Foristen, die dieses Urteil voll unterstuetzen ( das ist eben das Gesetz, sie haette es wissen muessen usw.) sind ein Grund dafuer, dass ich auf keinen Fall in Deutschland leben moechte.

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jujo 07.01.2015, 18:41
186. ...

Zitat von Großer Bruder 1984
Nein, bringen sie nicht. Lese gerade einen Artikel über Sigi, sie wissen schon unseren Wirtschaftsboss. Der hat mal, als er noch Ministerpräsident war eine Studie mit Vortrag für VW geschrieben und dafür 100.000 Euro kassiert. Halt falsch, seine Firma wo nur er angestellt war, hat das Geld bekommen. Der gute Klaus nahm als Bürgermeister auch schon einmal bis zu 8.000 Euro pro Stunde, für Vorträge. Natürlich ist das keine Bestechung. Die Lehrerin hätte einfach eine Vortrag halten müssen und die Schüler hätten ihr dafür Honorar bezahlt, dann wäre das in Ordnung gewesen. Oder die Schüler hätten sie als Beraterin einstellen sollen. Sie hätte dann ja eine Abhandlung schreiben können, Thema egal, und dafür Geld annehmen dürfen. So habe ich das zumindest verstanden. Macht unser Bürgermeister auch so, wie ich erst neulich lesen durfte. Hat einen Beratervertrag mit dem örtlichen Gerüstbauer, der ein neues Gelände braucht für seine Firma. Alles in Ordnung, da gibt es nichts zu beanstanden.
Ich sehe schon anhand diverser Vorschläge, daß das
ein Fall für eine höchstrichterliche Entscheidung werden sollte. Einen Vorschlag habe ich auch. Bei 28 Kindern schenkt jedes für sich 10€ der Lehrerin. Die Lehrein kauft sich dann das Geschenk von der Klasse. Müsste doch dem Beamtenrecht genügen, oder?

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whitemouse 07.01.2015, 18:50
187. Verjährt

Zitat von ut-e
Bei wem kann ich mich jetzt selber anzeigen? Vor etwa 10 Jahren erhielt ich ein Geschenk einer Abschlussklasse in Form eines Büchergutscheines über den Wert von 30€. Den Gutschein besitze ich noch,er ist noch nicht eingelöst. Habe ich mich mit der Annahme allein schon strafbar gemacht? Hätte ich mich vorhererkundigen sollen, was drin ist? Wird einem Lehrer, der in Sachsen oder in Bayern, oder ... einen Gutschein annimmt aufgrund der unterschiedlichen Gesetzeslage des jeweiligen Bundeslandes von vornherein nicht schon eine andere `Erpressbarkeit` unterstellt? Haben wir sonst keine Probleme? Nur ein Beispiel von vielen im Beamtendasein...
Das Geschenk war sicherlich sozialadäquat. Selbst wenn das ein eifriger Staatsanwalt anders sehen sollte, wäre die Annahme wohl verjährt. Aber leider wohl auch Ihr Anspruch aus dem Gutschein.

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elizar 07.01.2015, 18:53
188.

Zitat von anna cotty
woher sollte die Lehrerin wissen, was das Geschenk gekostet hatte. Vielleicht hatten die das Preisschild abgemacht. Postive Beweggruende kann ich bei dem Vater nicht erkennen. Und die Foristen, die dieses Urteil voll unterstuetzen ( das ist eben das Gesetz, sie haette es wissen muessen usw.) sind ein Grund dafuer, dass ich auf keinen Fall in Deutschland leben moechte.
1. Aber Sie hätte es wissen müssen. So ist das leider. Ob Ihnen das jetzt passt oder nicht spielt keine Rolle.
2. Niemand zwingt Sie in Deutschland zu leben. Hier ist es nicht perfekt, aber dennoch besser als an vielen anderen Orten.

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Luke1977 07.01.2015, 18:53
189. Welches Zeichen setzt man hier?

Anti-Korruptions-Gesetze haben natürlich ihren Sinn, aber den muss man wohl auch verstehen und interpretieren. Wir kommen noch irgendwann an den Punkt, dass wir uns nicht mehr trauen, jemanden eine Freude zu bereiten bzw. zu beschenken, weil es falsch ausgelegt werden könnte.
Die Lehrer sollten vorsichtshalber alles, was nichts mit der Schule direkt zu tun hat, von den Schülern ablehnen: ein selbstgemaltes Bild einer Erstklässlerin - entschieden zurückweisen; vielleicht wird die Kleine berühmt und das Bild Tausende wert...
Vielleicht sollte sich die Internetgemeinde mal darum kümmern, wie bestechlich die deutschen Beamten sind. (Wie viele Beamte haben wohl schon einmal eine Flasche Wein oder eine Packung Pralinen angenommen, die mehr als zehn Euro wert waren?) Da schaffen wir es vielleicht auch mal bei der Korruptionsstatistik auf Platz 1!
Deutschland ist eben Spitze...

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