Forum: Leben und Lernen
Geschlachtet in der Schule: "Tschüss, liebes Kaninchen"

Es sollte Unterricht ganz nah an der Realität sein: In Schleswig-Holstein bestellten Lehrer ein Kaninchen zum Sterben in die Schule. So sollten die Kinder lernen, dass Essen in der Steinzeit nicht in der Tiefkühltruhe lag.*Auch eine Unterschriften-Aktion der Schüler konnte das Tier noch retten.

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frubi 31.03.2011, 16:35
1. .

Zitat von sysop
Es sollte Unterricht ganz nah an der Realität sein: In Schleswig-Holstein bestellten Lehrer ein Kaninchen zum Sterben in die Schule. So sollten die Kinder lernen, dass Essen in der Steinzeit nicht in der Tiefkühltruhe lag.*Auch eine Unterschriften-Aktion der Schüler konnte das Tier noch retten.
Finde ich gut. Unsere Kinder werden heutzutage in einer Blase naiver Weltansicht erzogen. Das Kind darf um Gottes Willen nicht wissen wie die Welt läuft. Die Kinder dürfen sich ansehen, wie jemand im DSDS-Casting runtergebuttert wird aber sowas wie die Schlachtung des Kaninchens ist dann ein Skandal. Allerdings wäre es besser gewesen wenn der Lehrer mit den Schülern Einrichtungen besucht hätte, wo sowieso Tiere geschlachtet werden. Wenn das Tier jetzt nur aus pädagogischen Zwecken getötet wurde, dann wäre das nicht so gut.

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rennflosse 31.03.2011, 16:37
2. Zwiespältig

Zitat von sysop
Es sollte Unterricht ganz nah an der Realität sein: In Schleswig-Holstein bestellten Lehrer ein Kaninchen zum Sterben in die Schule. So sollten die Kinder lernen, dass Essen in der Steinzeit nicht in der Tiefkühltruhe lag.*Auch eine Unterschriften-Aktion der Schüler konnte das Tier noch retten.
Da wir selbst Zwergkaninchen haben, bin ich hier zwiespältig. Allerdings ist es nicht richtig, dass die Kinder heute in einer so unehrlichen Welt leben, dass sie überhaupt nicht mehr die Herkunft ihres Essens kennen. Hier wären auch die Eltern gefordert gewesen, die sich hinter Fischstäbchen und Chicken Nuggets verstecken.

Nun hat ein Kaninchen wesentlich mehr Streicheltierpotenzial als ein Huhn oder Fisch. Mein Vorschlag: nächstes Mal einen Karpfen nehmen.

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saul7 31.03.2011, 16:42
3. ++

Zitat von sysop
Es sollte Unterricht ganz nah an der Realität sein: In Schleswig-Holstein bestellten Lehrer ein Kaninchen zum Sterben in die Schule. So sollten die Kinder lernen, dass Essen in der Steinzeit nicht in der Tiefkühltruhe lag.*Auch eine Unterschriften-Aktion der Schüler konnte das Tier noch retten.
Völlig überflüssig und in keiner Weise aufklärerisch! Filmische Dokumentationen aus Schlachthäusern wirken da mit Sicherheit aufklärerischer. ;-((

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leser008 31.03.2011, 16:42
4. Extremvegetarier zur Schulaufsicht

Das war wohl mal wieder so eine Aktion der militanten Exremvegetarier. Die Kinder verschrecken, nur um seine Weltanschauung durchzusetzen ist einfach rücksichtslos, zumal bei Kindern. Zudem hätte man die Aktion nicht mit einem Kuscheltier durchführen dürfen. Es ist vorher nicht abzusehen, wie Kinder das verkraften. Unsere Eltern haben das früher ohne uns machen lassen, zumal wir die Kaninchen selber aufgezogen hatten.
M.E. ein Fall für die Schulaufsicht und den Staatsanwalt, da das neue Tierschutzgesetz die sinnlose Tötung von Wirbeltieren zu Unterhaltungszwecken unter Strafe stellt.

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fgranna 31.03.2011, 16:43
5. Das eigentliche Problem

Das eigentliche Problem ist: Realität gehört seit einigen Jahren schon nicht mehr zum Lehrplan.

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Emmi 31.03.2011, 16:43
6. Hat geschmeckt!

Zitat von frubi
Finde ich gut. Unsere Kinder werden heutzutage in einer Blase naiver Weltansicht erzogen. Das Kind darf um Gottes Willen .....
Wieso? Es wurde doch gegessen. Wie es sich gehört.

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NeZ 31.03.2011, 16:43
7. "Grashoppser"

Zitat von frubi
Wenn das Tier jetzt nur aus pädagogischen Zwecken getötet wurde, dann wäre das nicht so gut.
Das Tier wurde ja nicht nur aus pädagogischen Zwecken getötet, sondern auch aus kulinarischen.
Spaß beiseite: Ich finde die Aktion toll.
Was mich stört, ist, dass sich bei einem Huhn niemand aufgeregt hätte. Hühner gelten als eklig, Hasen als niedlich.

Ich habe meinen Zivildienst auf einer Art Bauernhof geleistet, und kann bestätigen, dass niedliche Kaninchen definitiv reinlichere Tiere sind als eklige Hühner, und man trotzdem Misthaufenviecher bevorzugt statt Grashoppser.
Aus demselben Grund isst hier wohl auch niemand niedliche Hunde sondern eklige Kühe.

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aurumorbis 31.03.2011, 16:44
8. So ist es eben

So ist es eben. Man sollte viel mehr die natürlichen Abläufe von Nutztierhaltung, Schlachtung und Verarbeitung wieder in den Alltag bringen. Gute Aktion, obwohl ein Huhn wohl besser gewesen wäre

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makromizer 31.03.2011, 16:45
9. .

Zitat von sysop
Es sollte Unterricht ganz nah an der Realität sein: In Schleswig-Holstein bestellten Lehrer ein Kaninchen zum Sterben in die Schule. So sollten die Kinder lernen, dass Essen in der Steinzeit nicht in der Tiefkühltruhe lag.*Auch eine Unterschriften-Aktion der Schüler konnte das Tier noch retten.
Ich finde, man hätte den Kindern die Wahl lassen sollen, das Tier leben zu lassen und dafür auf das Fleisch zu verzichten.
Die hier gewählte Methode ist schon sehr drastisch, aber andererseits leben wir auch in einer Gesellschaft, die mehrheitlich ambivalent gegenüber Massentierhaltung ist.
Ich denke, so haben die Kinder wenigstens eine Erinnerung, dass ihnen auch am Wohl der für sie geschlachteten Tiere etwas liegen kann.

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