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Gesetzesreform: Flüchtlinge sollen schneller Bafög bekommen
DPA

Vier Jahre lang mussten Flüchtlinge sich bislang gedulden, ehe sie während ihrer Ausbildung Bafög oder eine Beihilfe beantragen konnten. Das soll sich nun ändern.

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Zaunsfeld 12.08.2015, 19:35
10.

Zitat von ChrisQa
Besser wäre es aber, auch die legale Einreise zu vereinfachen, dass weniger gezwungen sind, den Weg eines Asylantrags zu gehen. Und wieso muss ein Studienwilliger, der die erforderlichen Qualifikationen ja eh' vorweisen muss, solange warten, bis er ein Studium mit BAföG-Anspruch beginnen kann?
An eine legale Einreise sind aber Bedingungen geknüpft ... und das aus gutem Grund. Viele bringen nunmal einfach nicht die Qualifikation und auch nicht die finanziellen Möglichkeiten mit, um überhaupt studieren zu können. Studienplätze kosten Geld, je nach Art des Studiums sogar sehr viel Geld. Und irgendjemand muss das bezahlen, in der Regel der Steuerzahler. Der Steuerzahler murrt schon rum, das Studium der deutschen Studierwilligen vollfinanzieren zu müssen, geschweige denn auch noch unbegrenzt ausländischen Studierwilligen, die nie hier Steuern gezahlt haben.

An meinem alten Institut (ein Physik-Institut) gibt es einen Syrer, der seit sage und schreibe 7 (!) Jahren promoviert. Jeder andere Doktorand dort hat nach 3 Jahren fertig zu sein und muss dann eben unbezahlt an seiner Doktorarbeit weiterschreiben, wenn die Zeit um ist, er aber noch nicht fertig ist. Die meisten sind dann auch nach den 3 Jahren fertig.
Nur der Syrer darf unbegrenzt bezahlt weiterpromovieren. Der Prof. kann ihm nämlich aus Mitleid das Geld nicht streichen, weil der Syrer dann abgeschoben werden würde (Der Syrer und seine Familie sind Assad-Anhänger und hätten in Damaskus nichts zu befürchten). Und selbst wenn er noch 3 Jahre an seiner Promotion arbeitet, wird er doch nie fertig. Ihm fehlen allein schon die physikalischen Grundkenntnisse, um überhaupt zu verstehen, was er da eigentlich macht.

In der Zeit und für das Geld hätten zwei bis drei andere Doktoranden an diesem Institut arbeiten können. Das ist eben das, was viele irgendwann nicht mehr verstehen.

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neweagle1899 12.08.2015, 19:53
11. Ja, warum eigenrlich nicht?

Vielleicht, weil unsere Universitäten sowieso voll sind? Vielleicht, weil die die meisten - wenn nicht alle - kein Deutsch können oder nicht so gut deutsch sprechen, um studieren zu können. Wir sprechen von einem Studium, nicht einem Hauptschulabschluss! Überhaupt - in Deutschland muss man bereits vorher einen bestimmten Bildungsstand erreicht haben - den weist man mit einem Abitur nach. Was und wie weisen die Flüchtlinge das nach? Wollen wir weitere hunderte, tausene anstellen, die nichts anderes machen, als die Befähigung der angehenden Studenten zu prüfen Vielleicht, weil das irgendwie finanziert werden muss? Oder bezahlen Sie ihren eigenen "geduldeten" Flüchtling? Und überhaupt: Wenn jemand "geduldet" wird, also im Moment nicht ausreisen kann - was machen wir, wenn er ausreisen kann? Das Studium abbrechen? oder wird das Studium auf unsere Kosten beendet und - dann reist der "Geduldete" in seine Heimat? merken Sie, wie blöd ihr Kommentar ist?

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motorradrudi 12.08.2015, 20:00
12. Muss man hierzu nicht erst die

Sind plötzlich alle Papere vorhanden? Wo kommen sie her? Mich machen diese Diskussionen verrückt. Habe eben mal den BAFÖG Rechner eingeschaltet und fest gestellt, dass mein Sohn kein BAFÖG erhält, obwohl er das Studium an einer privaten UNI für seinen Weg wünscht. Papa (ich) ist geschieden, wieder verheiratet, neues Baby da, Unterhalt an Mama, Unterhalt an Bewerber (Düsseldorfer Tabelle), unterhalt an Stieftochter für Gymnasium im Ausland (Uganda). KEIN BAFÖG, und ich eiere rum unter dem Existenzminimum in einer 2-Zimmerwohnung.
Konsequenz: Weg von BRD und schönes Haus in Afrika mit Deutscher Privatschule für beide Kids oder Kind aus Afrika nachholen als Familiennachzug und schnell integrieren in der deutschen Schule. Und ich kümere mich persönlich darum die Werte zu vermitteln.

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omop 13.08.2015, 10:21
13. Studium sollte an Voraussetzungen geknüpft sein..

die deutsche Sprache muss man gut beherrschen können, ansonsten macht das Studium keinen Sinn. Sinnvoller wäre gegebenfalls eine Ausbildung in den Lehrberufen, die derzeit viele Stellen nicht besetzen können.

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Plasmabruzzler 13.08.2015, 11:40
14.

Zitat von omop
die deutsche Sprache muss man gut beherrschen können, ansonsten macht das Studium keinen Sinn. Sinnvoller wäre gegebenfalls eine Ausbildung in den Lehrberufen, die derzeit viele Stellen nicht besetzen können.
In den Natur- und oft auch in den Lebenswissenschaften finden Sie kaum noch Seminare auf Deutsch. Dort wird auch in Englisch publiziert, also reicht es aus, Englisch zu beherrschen.

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GleichgültigGleichgütig 18.08.2015, 12:28
15. wieder inszeniert von Machtinteressen

Längerfristige Realitäten sehen dann später anders aus. Sie stehen auch wieder im Regen, wie fest versprochen - ausgelutscht, vergewaltigt und missbraucht. Keiner will es hinterher gewesen sein. In den Fängen der Rechtsverdreher, die sich nicht wirklich für diese Minderheit interessieren: wieder unangenehm entlarvt.

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smtiuffe 26.08.2015, 08:40
16. mh...

...ich bekam kein Bafög, da meine Eltern wohl anscheinend zuviel verdienen... War mir auch neu. Jetzt studiere ich mit 2 Jobs. Geht auch, aber die Vergabe von Bafög ist das unsozialste, was mir in meinen bisher 25 Jahren untergekommen ist! Wenn man so etwas von staatlicher Seite anbietet, dann für alle! Und nicht für eine vermeintlich unterprivilegierte Schicht, um dieser dann im Studium den Nebenjobs zu ersparen. Dieses Thema ist echt zum ko****!

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