Forum: Leben und Lernen
Gesundheitsstudie: Schon Grundschüler leiden unter Stress
Corbis

Sie sind sieben bis neun Jahre alt, aber sie leiden schon unter Leistungsdruck: Jedes dritte Kind in der zweiten und dritten Klasse fühlt sich laut einer Studie von Unterricht und Hausaufgaben gestresst. Fast die Hälfte wünscht sich dringend mehr Erholung.

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gg1963 22.11.2012, 18:47
220.

Zitat von Boomerang
Mein Sohn hatte wesentlich mehr Stunden in den Klassen 5-9 als in Ihren Tafeln angegeben. Da Ihre Tafeln von 1997 zu stammen scheinen wundert mich das nicht, damals gab es das G8, das den Stress verursacht, noch gar nicht!
Dieser G 8 Schwachsinn, der politisch motiviert war und sicher von ganz progressiven Pädagogen befürwortet wurde, ist ein Verbrechen an den Kindern. Die Disukussion ging aber um die Grundschule.

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meinmein 22.11.2012, 19:17
221. Anders als früher

Zitat von gg1963
Schulstress hat es immer schon gegeben. Von uns wurde früher Schönschrift verlangt und selbst leichte körperliche Züchtigung war vor 50 Jahren noch an der Tagesordnung. Ob das keinen Stress erzeugte? Später hatten wir dann von Montag bis Samstag Schule; jeden Samstag! .........
Vor 50 Jahren war das so:
Die Klugen hatten keinen Stress. Die Doofen mit gleichgültigen Eltern hatten auch keinen Stress.
Nur die Doofen mit ehrgeizigen Eltern hatten Stress.
Die letztgenannte Gruppe ist bis heute zahlenmäßig enorm angewachsen...

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donicc 22.11.2012, 19:39
222. Ja, ich fühle mich angesprochen!

Zitat von gg1963
Fühlen Sie sich persönlich angesprochen ? Ich habe im Bekannten und Verwandtenkreis 4 Individuen, die diesen Beruf ausüben. Ich habe manchmal das Gefühl, dass jede " Pädagogengeneration " meint, jedesmal das Rad neu erfinden zu müssen und ständig ihrer immanenten Idiologie folgend an den Schülern herumdoktert. Auf der Gegenseite gibt es die Eltern, die die Lehrkörper bevormunden und diesen vorschreiben wollen, wie denn die lieben Kleinen zu behandeln sind. In diesem Spannungsfeld nehmen die Kinder Schaden.
Sie haben es erkannt, ch bin ein "Pädagoge". Lassen Sie mich einige Anmerkungen zu Ihrem Post machen:

- Pädagoge ist kein Beruf. Eher ein weites Feld, dass verschiedene Berufe beinhaltet.

-Ihrer abschätzigen Bemerkung ("herumdoktert") ist zu entnehmen, dass Sie grundlegendes Misstrauen gegenüber allen Menschen haben, die einen pädagogischen Beruf ausüben. Selbst "Individuen" in Ihrem Bekanntenkreis! Schlechte Erfahrungen gemacht? Wäre schön, wenn Sie sich ein bisschen differenzierter äußern würden!

- Noch schlimmer als "herumdokternde Pädagogen" sind tatsächlich die Eltern (die meist nicht vom Fach sind), die den (fachlich qualifizierten) Pädagogen erklären wollen, wie es geht. Sie zähle ich da auch dazu, denn Sie schreiben hier als offensichtlicher Nicht-Pädagoge (quasi-) fachlich mit. Wieso kennen Sie sich besser aus als die Profis? Wahrscheinlich, weil Sie mal in der SChule waren und Sie dadurch qualifiziert sind, mitzureden. Sie wissen ja wie es läuft!

- Abschließend: Was ist die der Pädagogik immanente Ideologie?

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donicc 22.11.2012, 19:48
223. Seltsamer Vergleich!

Zitat von stepanus34
Es gibt auch homeschooling. In vielen durchaus nicht rückständigen Ländern, möglich (z.B. ja, auch Niederlande, und anderen europäischen möglich). Leute aus Kanada können es absulut nicht fassen, dass homeschooling in Germany verboten sein soll. Trotz aller gegenteiligen Aussagen: An amerikanischen Unis werden Heimschüler mit Kusshand genommen, weil die gelernt haben, sich Wissen selber anzueignen. Soziale Nachteile sind ein Märchen, wenn die Familie funktioniert. Da sieht man dann sein Kind auch nicht nur abgespannt am Abend, während die Erziehungsarbeit tagsüber von anderen verrichtet wurde. Gruß an alle den Schulzwang favorisierender Autoren sicher bald folgender aggressiver postings - und noch mehr an die, die nach Alternativen suchen. Noch ein letztes: Homeschooling geht nicht notwendigerweise an den Schulbehörden vorbei, sondern durchaus Hand in Hand mit der öffentlichen Schule. In Ländern zumindest, die dem wohlwollend gegenüberstehen. Nur falls jetzt jemand was über Parallelgesellschaften schreiben wollte. Bin ja echt gespannt, ob dieser Beitrag die Zensur passiert. Falls ja, vielen Dank.
Wenn Sie schon das deutsche Bildugnssystem (das es als solches gar nicht gibt) mit dem der USA vergleichen, sollten Sie außer Homeschooling noch ein paar andere Fakten nennen. Aber kennen Sie diese?

Wissen Sie, warum Homeschooling (übrigens tolles Wort für Deutschland!) dort mehr Zulauf erfährt? Weil das staatliche Bildungs-System der USA eines der schlechtesten der Welt ist (wir klammer die Dritte Welt mal aus). Wer einen ordentlichen Abschluss möchte, braucht eine Privatschule, die man sich nur leisten kann, wenn man genug verdient, was wiederum auf eine bestimmte SChicht nicht zutrifft, womit sich die Katze in den Schwanz beißt!

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donicc 22.11.2012, 19:53
224. Ja, wäre interessant!

Zitat von lutzdonnerbolzen
Wäre interessant zu wissen, inwieweit der Stress mit der veralteten & ineffektiven Methode des Frontalunterrichts korrelliert ist...
Wenn die veraltete Methode schuld am Stress ist, müsste dann der Stress nicht abnehmen? Früher wurde deutlich mehr frontal unterrichtet!

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donicc 22.11.2012, 20:02
225. Vergleich?

Zitat von J_Curious
Das Thema ist recht vielschichtig, aber auch genauso wichtig. Ich kann nur für Niedersachsen sprechen: Der Schultag (Grundschule) ist länger als vor 30 Jahren, es gibt mehr Fächer (z.B. Englisch, EDV) und es gibt zunehmenden Druck. Das größte Problem ist, dass sich hier im 4. Schuljahr entscheidet, ob jemand später strudieren darf, oder nicht. Die Selektion ist viel zu früh und Mobiltät nach der vierten Klasse gibt es meistens nach unten (vom Gym abwärts). Das Kinder und Eltern da unter Druck geraten, ist nur natürlich. Und an alle "früher war alles besser" Vertreter: Meine Kinder haben Lehrer im Alter zwischen 25 und 60. Und jetzt raten Sie alle mal, wer die besseren Ergebnisse in den Klassen erzielt: genau, die jungen Wilden mit den modernen Arbeitstechniken und möglichst wenig Frontalunterricht.
Wie können Sie die Leistungserfolge er einzelnen Lehrkräfte an einer Schule miteinander vergleichen? Haben Sie dort eine empirische Untersuchung durchgeführt? Oder nur einfach mal wieder auf den Bauch gehört?

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gg1963 22.11.2012, 21:42
226. Immanenz

Zitat von donicc
Sie haben es erkannt, ch bin ein "Pädagoge". Lassen Sie mich einige Anmerkungen zu Ihrem Post machen: - Pädagoge ist kein Beruf. Eher ein weites Feld, dass verschiedene Berufe beinhaltet. -Ihrer abschätzigen Bemerkung ("herumdoktert") ist zu entnehmen, dass Sie grundlegendes Misstrauen gegenüber allen Menschen haben, die einen pädagogischen Beruf ausüben. Selbst "Individuen" in Ihrem Bekanntenkreis! Schlechte Erfahrungen gemacht? Wäre schön, wenn Sie sich ein bisschen differenzierter äußern würden! - Noch schlimmer als "herumdokternde Pädagogen" sind tatsächlich die Eltern (die meist nicht vom Fach sind), die den (fachlich qualifizierten) Pädagogen erklären wollen, wie es geht. Sie zähle ich da auch dazu, denn Sie schreiben hier als offensichtlicher Nicht-Pädagoge (quasi-) fachlich mit. Wieso kennen Sie sich besser aus als die Profis? Wahrscheinlich, weil Sie mal in der SChule waren und Sie dadurch qualifiziert sind, mitzureden. Sie wissen ja wie es läuft! - Abschließend: Was ist die der Pädagogik immanente Ideologie?
Immanenz heißt u.a inne wohnend.

Für immanent innewohnende Ideologien bei Pädagogen gäbe es zig Beispiele, angefangen bei unserem Englischlehrer, der in den 80ern uns von der Unsinnigkeit des Falklandkrieges im Englischunterricht überzeugen wollte, es dann aber frustriert bleiben ließ, bis zu den heute anscheinend gängigen Diskrimminierung von männlichen Schülern durch Lehrerinnen, die in der Schule ihren Femminsmus ausleben wollen und dies auch erfolgreich tun ( erfolgreich aus deren Sicht ).

Ich meinem Bekannten- Verwandtenkreis habe ich 2 Hauptschullehrer, eine Realschullehrein und einen Oberstudienrat, alle mit gesundem Menschenverstand ausgestattet. Was ich in Gesprächen so über das liebe Kollegium erfahre ist haarsträubend.

Warum Sie sich gerade durch mein in Anführungszeichen setzen angesprochen fühlen, läßt mich zu der Annahme kommen, dass Sie in Ihrem Umfeld einige Probleme mit Ihrem Berufsstand haben. Diese sollen Sie dort diskutieren.

Ich weiß, wie Eltern Lehrer uner Druck setzen, ich weiß auch, dass die Schule nicht das Elternhaus ersetzen kann, heute aber immer mehr muß, um überhaupt noch unterrichten zu können. Ich weiß aber auch, wie diese heute verbreitete, ideologisch geprägte Pädagogik immer neue Grundlagen für den Zerfall der Gesellschaft schafft.

Jedes Extrem ist schlecht, ob autoritär oder Laissez-faire.

Keine Gesellschaft funkktioniert ohne Regeln und diese müssen in der Schule und im Elternhaus vermittelt werden. Aber was wollen Eltern und " Pädagogen " ohne Werte vermitteln ?

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MashMashMusic 22.11.2012, 23:44
227.

Zitat von lutzdonnerbolzen
Wäre interessant zu wissen, inwieweit der Stress mit der veralteten & ineffektiven Methode des Frontalunterrichts korrelliert ist...
Ich hatte 13 Jahre Frontalunterricht. Der Stress hatte damit aber irgendwie nichts zu tun. Und ganz sicher nicht in der Grundschule.

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doniccc 22.11.2012, 23:45
228.

Zitat von gg1963
Immanenz heißt u.a inne wohnend.
Danke, das Wort an sich kannte ich schon!

Zitat von gg1963
Ich meinem Bekannten- Verwandtenkreis habe ich 2 Hauptschullehrer, eine Realschullehrein und einen Oberstudienrat, alle mit gesundem Menschenverstand ausgestattet. Was ich in Gesprächen so über das liebe Kollegium erfahre ist haarsträubend.
Mag sein! Das trifft auch auf jede Menge Kollegien/Mitarbeiter aus sonstigen Beschäftigungen "aus Erzählungen" zu die ich kenne!

Zitat von gg1963
Warum Sie sich gerade durch mein in Anführungszeichen setzen angesprochen fühlen, läßt mich zu der Annahme kommen, dass Sie in Ihrem Umfeld einige Probleme mit Ihrem Berufsstand haben. Diese sollen Sie dort diskutieren.
Ganz im Gegenteil. Ich war irritiert, dass Sie sich so negativ äußern. Ich erlebe eher Unterstützung, Dankbarkeit und regelmäßig den Satz "ich könnte das nicht". Ein paar Beamten-Neider sind auch dabei! Kar!

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gg1963 23.11.2012, 11:21
229. Beamte

Zitat von doniccc
Danke, das Wort an sich kannte ich schon! " Na warum fragen Sie dann ?? " Mag sein! Das trifft auch auf jede Menge Kollegien/Mitarbeiter aus sonstigen Beschäftigungen "aus Erzählungen" zu die ich kenne! Ganz im Gegenteil. Ich war irritiert, dass Sie sich so negativ äußern. Ich erlebe eher Unterstützung, Dankbarkeit und regelmäßig den Satz "ich könnte das nicht". Ein paar Beamten-Neider sind auch dabei! Kar!
Ich selbst bin auch Beamter und kenne das Gefühl, einen in der Bevölkerung unbeliebten Beruf zu haben.
Ein Lehrer ist für mich, wer Wissen vermitelt und das möglichst Ideologiefrei.

Ein " Pädagoge " ist für mich jemand, der seine Stellung ausnutzt und versucht, seine privaten Weltanschauungen mit zu transportieren, ja zu lehren.

Ich beneide Sie nicht um Ihren Beruf, in dem Spannungsfeld Eltern 2012 -durchgeknallte Kinder ohne Erziehung-verkorkstes Bildungssystem ( G 8 !! )-verwirrrte Kollegen, ist kein leichtes arbeien.

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