Forum: Leben und Lernen
Gewalt an Schulen: "Mit dem Kopf gegen die Tafel geschlagen"
DPA

Ein Vater erhebt schwere Vorwürfe: An einer Schule in Oberbayern haben Lehrer offenbar die Kontrolle über den Unterricht verloren. Was steckt dahinter?

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möllers 17.03.2018, 17:59
20.

Einige Foristen meinen ja das es an Kindern mit Migrationshintergrund liegt .. das ist zu einfach ,denn die Problematiken sind nicht erst seit der Flüchtlingskrise entstanden , sondern sind mit Unterstützung der Politik über Jahre wenn nicht Jahrzehnte entstanden.
Sicher haben diese Kinder auch mit der Problematik zutun , aber eben nicht nur . Der Hilfeschrei einer Grundschule vor kurzem kam von einer Schule die genau 1 Kind mit Migrationshintergrund und das war nicht das Problem .
Die Gesellschaft als solches verroht immer mehr , die Eltern können oder wollen nicht mehr das leisten was nötig wäre um eine vernünftige Erziehung zu gewährleisten . Ich arbeite in einem Kindergarten und in den letzten 10 Jahren haben sich Kinder wie Eltern sehr verändert .. Rücksichtnahme ? Empathie? nicht top of the list weder bei den Kindern noch bei Eltern ,außer es handelt sich um das eigene .. auch ist die Belastung bei Erziehern ,in Schulen wird es nicht anders sein, durch Vorschriften ,Dokumentationen etc so gestiegen ,das ein vernünftiges Eingreifen und Lenken oft nicht möglich ist ..... ein nigerianisches Sprichwort sagt ... es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen .. das ist heute schon lange nicht mehr gegeben und leider auch nicht erwünscht ..

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tiggowich 17.03.2018, 18:06
21. Hahaha

Klar.. tut weiter so als wären die Gründe schwer gefunden. Wir wissen doch alle, dass es das Ergebnis verfehlter Migrations- und Integrationspolitik ist. Ich habe knapp ein Dutzend Lehrerfreunde die alle das Gleiche berichten: super schlecht sozialisierte, rüpelhafte, frauenfeindliche, respektlose, aggressive ausländische Kinder oder Kinder mit Migrationshintergrund die kaum die deutsche Sprache beherrschen... der Zusammenhang ist so offensichtlich, es tut mir schon körperlich weh wenn ich diese schwachsinnigen Ausflüchte und Pseudo-Gründe jeden Tag höre. 2015 gingen die Probleme and Schulen massivst los, zufällig genau seit wir ohne jegliche Kontrolle hunderttausende Migranten aufgenommen haben... traurig wie dieses Land sich selbst zerstört.

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smartphone 17.03.2018, 18:08
22. Analogon

Die Polizei / Rettungskräfte kommen mit den Gaffern nicht zurecht ....... Fällt Ihnen was auf ? EIn per Smartphonegehamster aufgeladener 9 Jähriger... Seien Sie froh ,daß Ihre Tochter noch Jungfrau ist

Oder anders formuliert. Wenn man Glück hat findet man in den Kommentaren das agesprochen, wozu sich der Rektor oder der Zeitungsautor nicht mehr traut .

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kissi1 17.03.2018, 18:09
23. Diese Sache wird mir nie jemand erklären

Ich bin auch Lehrer. In unserer Schule fehlt es auch an allen Ecken und Enden. Wieso die Politik für jeden Mist Milliarden ausgibt, aber im Bildungssystem ständig bei einem einzigen Euro überzeugt werden muss, wird mir für immer und ewig ein Rätsel bleiben. Das gleiche gilt auch für Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäuser. Als ob sich jemals jemand beschweren würde, wenn man da Gelder zuviel reinpumpt. Lieber da, also sonst irgendwo. Schau ich das Schwarzbuch an, wird mir schlecht. Für jeden Euro in den wichtigsten Bereichen muss man kämpfen ohne Ende. Auf der anderen Seite wird soviel Geld verschleudert, dass einem schlecht wird. Dann hat man eben ein paar Lehrer zuviel, na und? Dann ist die Ausstattung halt ein wenig teuerer, na und? Solche Ausreiser wird es immer geben. Aber lieber so, als das, was die Länder verschwenden indem sie sinnlose Brücken oder sinnloses Zeug bauen oder kaufen. Das nervt und wird einen großen Teil der Zukunft beeinflussen.

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dschauhara 17.03.2018, 18:11
24. böse Migrant*innen?

In vielen Kommentaren lese ich, dass angeblich die bösen Migrant*innen schuld sind, die hierher kommen und jetzt ist alles schlimm. Das ist doch Unsinn! Auch vor 2015 gab es große Probleme an Schulen und nicht nur in Berlin-Neukölln oder Duisburg-Marxloh (wo ich die Schulen persönlich kenne und sagen darf, dass gerade das dortige Gymnasium, das auch sehr viele Kinder mit Migrationshintergrund hat, eine super Arbeit macht!!!). Gerade besagtes Gymnasium hat mir gezeigt: das Problem ist nicht Migrant*in ja oder nein, sondern die Frage, wie bildungsbenachteiligt oder sogar gewählt bildungsfern ist ein Elternhaus, was macht man mit den Kindern, welchen Stellenwert hat gutes Benehmen und tolerantes Miteinander. Ehrlich gesagt, da sehe ich das Problem nicht als Zuzugs- sondern als Schichtfrage (oder Milieufrage). Wenn an meiner Grundschule die normalen Kinder waren, z.B. Mutter an der Kasse im Supermarkt, Papa Lastwagenfahrer für Kaisers Kaffee, da wussten die Eltern und deren Tochter, wie man sich aufführt, das Lesen, Schreiben, Rechnen etc. wichtig ist, dass man einen Abschluss machen sollte und dafür auch zu arbeiten hat. Also nicht die Akademiker-Familie, sondern ganz normale Leute, die ihre Kinder aufs Leben vorbereitet haben. Wo findet man das denn heute noch? Wenn ich mir Grundschulen heute ansehe (in einer eher ländlichen Gegend, keine Schulen mit 70% Migrationshintergrund etc.), dann fällt mir die Kinnlade nach unten. Wir haben uns für unseren Sohn 4 Grundschulen angesehen und haben uns am Schluss für die private entschieden. Nicht wegen böser Flüchtlinge, sondern weil wir beide gesagt haben, mein Mann und ich, unter solchem Volk wird unser Kind nicht aufwachsen. Das sind "deutsche" Ottonormalverbraucher, die heute kein Benehmen haben und rumlaufen wie die letzten Leute. Auf Grund meines Jobs bin ich normalerweise wirklich nicht fies, wenn es um mich geht, aber bei meinem Kind mach ich eine Grenze. Sogar die empfohlene angeblich ganz tolle Grundschule, da habe ich mich beim Lehrpersonal und den anwesenden Eltern gefragt wo ich eigentlich bin. Ich hätte lieber, mein Sohn geht in eine Klasse, in der nur wissbegierige, wohlerzogene türkisch-, arabisch-, chinesisch-, afrikanisch und sonstwasstämmige Kinder gehen als in eine Schule, in der diese "deutschen" Eltern mit ihren Kindern waren. Nicht, weil das einfache Leute sind, sondern weil es Leute sind, die simpel und einfach asozial sind. Und das scheinen in Deutschland mittlerweile die Meisten zu sein. Ganz ohne böse Migrant*innen.

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dibbi 17.03.2018, 18:15
25.

Das hat alles Tradition in Bayern. Dann weiß man auch warum Söder und Seehofer so sind wie sie sind, Gewalt gegen Kinder und Frauen ist in katholisch geprägten Gegenden ganz normal. Nicht nur toleriert, sondern auch gewünscht.
Wenn die Gewalt dann eskaliert wird es kleingeredet und vertuscht.

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Zehetmaieropfer 17.03.2018, 18:15
26. Typisch Bayern

Gewalt an bayerischen Schulen ( nicht nur an Mittelschulen sondern besonders auch an weiterführenden Schulen) ist schon seit Jahrzehnten ein sehr großes Problem. Es wurde nur vom Kultusministerium und der bayerischen Politik hochmütig ignoriert. Ein Problem dabei ist das weltweit perfektionierteste Schulsystem hier, das brutale Aggressivität fördert. Die Reaktion des Ministeriums auf den Brief des Vaters und die Vorkommnisse in Olching sind skandalös. Ein "Weiter so " in der bayerischen Schulpolitik kann deshalb nicht mehr länger toleriert werden. Es müssen politische Konsequenzen gezogen werden.

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dasfred 17.03.2018, 18:20
27. Es fehlt die Konsequenz

In jeder Schule sind es nur wenige Schüler, die die Macht an sich reißen, andere um sich scharen und auf die schwachen Schüler losgehen. Diese müssen von Anfang an intensiv betreut werden. Notfalls aus der Klasse genommen. Respekt muss man einfordern von Lehrerseite. Schulpflicht heißt auch, man muss jedem Schüler Schutz und Sicherheit bieten, damit das Lernen im Vordergrund steht. Jede Störung erfordert sofortige Intervention. Wo die Eltern nicht kooperieren muss das Jugendamt die Erziehungsfähigkeit prüfen. Wenn wir weiterhin in Frieden leben wollen, dürfen wir junge Menschen nicht völlig aus dem Ruder laufen lassen. Wer in der Schule keinen Respekt und kein Mitgefühl lernt, hat es als Erwachsener erst Recht nicht.

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heinz_luft 17.03.2018, 18:34
28. Zwei (voneinander unabhängige) Punkte fallen mir dazu ein...

1. Ich finde es erschreckend, dass von einigen Zeitgenossen zwischenzeitlich nahezu jede soziale Problemstellung auf die "Migration" geschoben wird. Ich will gar nicht behaupten, dass Migranten(-kinder) nicht zur in Rede stehenden Problematik beitragen, aber ich wünsche mir von aufgeklärten, überwiegend gebildeten Menschen doch die Fähigkeit (und Bereitschaft), problematische Themenstellungen differenzierter zu betrachten, als einzig und allein mit dem sprichwörtlichen Finger auf eine bestimmte Menschengruppe zu zeigen und diese für jedweden Schaden verantwortlich zu machen.

2. Angesichts der beschriebenen Schwierigkeiten kann ich Eltern nur dazu raten, sich offen gegenüber alternativen Schulformen zu zeigen. So gelang es beispielsweise zu meiner Schulzeit (vor etwa 25 Jahren) den Waldorfschulen sehr gut, eine positive, konfliktarme Kultur des Miteinanders unter den Schülern zu etablieren und - z.B. durch Ferienlager - Lern-, Erfahrungs- und Erlebniswelten zu schaffen, von denen ich bis heute zehre. Ich möchte niemanden bekehren, kann jedoch nur dazu raten, Waldorfschulen - gerade angesichts der hier beschriebenen Schwierigkeiten - als ernsthafte Alternative zumindest zu prüfen. By the way: Entgegen landläufiger Meinungen ist es mir "trotz meiner Waldorf-Schulzeit" durchaus gelungen, mir ein (wirtschaftlich) überdurchschnittlich erfolgreiches Leben aufzubauen. Die gelegentlich vertretene Sichtweise, Waldorfschüler seien allesamt Weicheier, die nichts auf die Reihe kriegen und lediglich ihren "Namen tanzen" könnten, ist, bezogen auf einen Großteil der ehemaligen Waldorfschüler, ausgemachter Unsinn!

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iasi 17.03.2018, 18:40
29. Wahrnehmungsproblem

Was sich verschärft hat, ist der Drang der Eltern, ihre Kinder zu schützen und in Watte zu packen. Zu sozialem Lernen gehören eben auch Konfikte. Schüler müssen oft zunächst lernen, Konflikte ohne Gewalt - und auch ohne Aggressionen zu lösen. Manche Eltern sind nicht gerade gute Vorbilder, wenn sie denken ihr Kind schützen zu müssen: Da weicht dann Ruhe und Besonnenheit auch mal schnell der aggressivem Ton. Vielleicht sollte man einfach nicht aus jeder Kleinigkeit einen Berg machen, wie es heute im Schulalltag viel zu oft geschieht. Früher sind Schüler auf der Treppe auch gestürzt und hatten mal eine blutige Nase. Man lernt nicht zu klettern, wenn man nicht auf Bäume steigen darf. Heute machen schon wegen jedem Vokabeltest Eltern einen Aufstand und drohen mit Klagen.

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