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Gleicher Beruf, ungleiches Einkommen: Ich bin Lehrer, und so viel verdiene ich
DPA

In Berlin streiken die Lehrer - sie verlangen gerechtere Gehälter. Manche von ihnen sind Spitzenverdiener, andere Niedriglöhner. Hier verraten Lehrer, wie viel Geld sie für ihre Arbeit bekommen.

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mrotz 20.06.2016, 11:11
190.

Zitat von mr-mucki
Laut FAZ Artikel vom 18.11.2015 liegt die Zahl der Arbeitslosen mit MINT Hintergrund bei 32.750 Menschen absolut. Davon sind rund 60% aelter als 60 Jahre und weitere 23% krankheitsbedingt ausgeschieden. Das sind dann 5568 Menschen, die Umgeschult (2-3 Semester Paedagigik) werden muessten. Diese muessten dann auch noch faehig sein zu unterrichten. Fazit: Ihre Idee ist zwar nett, aber doch nicht ausreichend.
Jeder (N)aturwissenschaftler unter den MINT'ler, der nicht
- in der Wissenschaft tätig (in D also Professor ist)
- wissenschaftlich tätig in der Industrie ist (Forschung und Entwicklung)

und sich somit irgendwie anders verdingen muß, ist prinzipiell arbeitslos. Leider sind es die meisten und das Geschrei nach MINT-Absolven muß aufhören.

mfg

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sdaehnrich 20.06.2016, 11:13
191. jammern auf hohen Niveau?

also wenn ich die Zahlen lese, dann ist es fuer mich eher jammern auf hohen Niveau.. "Ich arbeite oft 40 bis 45 Stunden pro Woche. " Schätzchen dass ist durchaus normal..

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oldstyle 20.06.2016, 11:14
192. Was ich mich frage...

Zitat von Silberzweig
Es gibt sicher vieles über das man sich im Lehrerberuf beklagen kann. Aber Gehalt, Freizeit und Urlaub (3 Monate!) gehören definitiv nicht dazu.
...ist, warum dieses Gehaltsthema bei Lehrern jetzt plötzlich wieder hochploppt.

Ist es wegen den guten Gehaltsabschlüssen in der freien Wirtschaft in den letzten Jahren?

Ist es im Zuge der Flüchtlingsproblematik: "Dafür werden jede Menge Lehrkräfte gebraucht; allerdings wissen wir nicht, wie wir sie bezahlen können"?



P.S.: Zur Sache haben Sie natürlich recht. Das Lehrerdasein, wenn man es ernst nimmt und wenn man sich nicht irgendwie durchschlawinert (das gibt es auch, man ist ja unkündbar und - gegeben ein dickes Fell, kann man da schon ganz gut mitschwimmen, ohne sich allzu sehr stressen zu müssen), ist natürlich eine anstrengende und sehr verantwortungsvolle Sache. In Punkto Gehalt und Work-Life-Balance haben aber selbst solche Lehrer nicht viel zu meckern. Selbst wenn die Wochenarbeitszeit teilw. mehr als 40h betragen sollte, wird das durch die fürstlichen Ferien wieder locker ausgeglichen. Und Gehälter sind ja, wie von mir schon oben dargelegt, auf gutem Ingenieur-Niveau.

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orosee 20.06.2016, 11:15
193.

Thema: Unterschiedliche Bezahlung bei ähnlicher oder gleicher Arbeit. Diskussion: Lehrer sind überbezahlt. Fazit: Der deutsche Forist beherrscht Textverständnis nur ungenügend. Also wird hier von Leuten gemeckert, die trotz Schule nicht schlau geworden sind?

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hman2 20.06.2016, 11:15
194.

Zitat von bernd.stromberg
Meines Wissens nach werden viele Lehrer defintiv nicht mehr verbeamtet.
Hängt vom Bundesland ab. In Bayern, sofern es keine Springer sind, z.B. alle.

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mrotz 20.06.2016, 11:15
195.

Zitat von Ontologix II
So ein Unfug. Für den Lohn eines Lehrers (mit begrenzten Aufstiegschancen) würde kein Softwareschreiber seinen Laptop anknipsen. Lehrer verdienen genau so viel wie andere Akademiker mit vergleichbarem Studium und Referendariat im öffentlichen Dienst. Die regionalen Unterschiede sollten beseitigt werden. Die Pension verbeamteter Lehrer ist allerdings relativ komfortabel. Sinnvoll wäre es, Lehrer nach Leistung und Unterrichtserfolg zu bezahlen, unfähige Lehrer zu entlassen und Lehrer in den Ferien fortzubilden.
Doch.
Es gibt zig Softwarefirmen mit geringerem Gehalt.

mfg

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steviespeedy 20.06.2016, 11:16
196. Das Thema

kenne ich noch aus meiner Schulzeit.
Aber die großzügigen Ferienzeiten und dann noch mehr Frei drauf für Weiterbildung im Ausland wird gern unter den Tisch fallen gelassen.

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hman2 20.06.2016, 11:17
197.

Zitat von Ontologix II
So ein Unfug. Für den Lohn eines Lehrers (mit begrenzten Aufstiegschancen) würde kein Softwareschreiber seinen Laptop anknipsen.
Ach, glauben Sie? In meinem Bekanntenkreis jammert ein Lehrer, dass ihm seine Bank nicht mehr als eine Million leihen will für seine neue Eigentumswohnung.

Das könnte ich, und ich bin in der IT-Branche, nicht mal dann stemmen, wenn ich der Chef von dem Laden hier werden würde...

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antelatis 20.06.2016, 11:18
198. Witzig...

Zitat von aron_dc
Ich gönne es den Lehrern von ganzem Herzen mehr und gern auch ausgeglichen mehr zu verdienen. ... Naja hauptsache 95% der Leute hier gönnen ihrem Nachbarn nicht das Krümelchen Brot mehr, den sie selbst nicht haben.
Relativ gutverdienende Lehrer sind jetzt "neidisch" auf die Gehälter ihrer besser verdienenden Kollegen und wollen hier eine höhere Gerechtigkeit. Wenn jetzt aber andere Menschen auch so gut verdienen wollen, wie diese Lehrer, dann wirft man ihnen Neid vor? Also ein Neider, der mehr will, bezichtigt die anderen, die auch mehr wollen, des Neides, usw...was für eine absurde Diskussion.

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mrotz 20.06.2016, 11:18
199.

Zitat von Pela1961
das richtig verstehe, wollen also diejenigen, die man gerne auch als un- oder angelernte Kräfte ohne Ausbildungsabschluß bezeichnet, das gleiche verdienen wie die Fachkräfte? Gibts in keinem Beruf - warum bei den Lehrern? Noch dazu, wo das nun wirklich ein Jammern auf hohem Niveau ist, wenn man sich z.B. das Gehalt eines durchschnittlichen Arbeitnehmers ansieht. Bei Bruttogehältern von über 3000 Euro von "Niedriglohn" zu sprechen ist gelinde gesagt eine Frechheit.
Sorry, aber im Vergleich sehr gutes Diplom, Dr. oder gar Dr. habil. gegenüber Lehramtsstudium, sind die Lehrämtler die ungelernten, auch wenn es von Seiten der Bürokratur andersrum gehandhabt wird.

mfg

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