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Gleicher Beruf, ungleiches Einkommen: Ich bin Lehrer, und so viel verdiene ich
DPA

In Berlin streiken die Lehrer - sie verlangen gerechtere Gehälter. Manche von ihnen sind Spitzenverdiener, andere Niedriglöhner. Hier verraten Lehrer, wie viel Geld sie für ihre Arbeit bekommen.

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yeahhman 20.06.2016, 11:19
200.

Bis auf die zuerst genannte Quereinsteigerin verdienen ja wohl alle genannten Lehrer (teilweise viel) zu viel! Ich ärgere mich heute sehr, dass ich damals nicht Lehramt sondern einen Ing- Abschluss gemacht habe. Bei solchen Gehältern, Beamtenposition und viel Ferien (ja ich weiß, dass Lehrer auch keine 3 Monate Ferien haben, aber in den Schulferien kann man doch ein wenig entspannter machen) zu jammern kotzt mich an! 4.500,- € als Grundschullehrer geht gar nicht....

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hman2 20.06.2016, 11:21
201.

Zitat von spigalli
...weil er eine verfassungsmäßige Aufgabe des Staats bzw. Bundeslands wahrnimmt, und deshalb zu einer besonderen Treue gegenüber seinem Auftraggeber verpflichtet sein sollte?
Wo genau entdecken Sie da eine hoheitliche Tätigkeit? Es ist eine Dienstleistung... Zugegeben, eine wichtige. Dennoch "nur" eine Dienstleistung. Es werden keinerlei hoheitliche Akte erbracht!

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womo88 20.06.2016, 11:21
202.

Zitat von aron_dc
Na da waren sie ja scheinbar ein richtig toller Lehrer, der keine Tests und arbeiten kontrolliert hat. Sich nicht aus Elterngespräche, Schulbesprechungen usw. eingelassen hat. Vielleicht kommt da ja das "Lehrer gewesen" her?
Lehrer gewesen, weil ich seit Juni 2015 pensioniert bin. Unterrichtet habe ich Fachoberschule und Oberstufe Gymnasium.
Und jetzt muss ich armer mit knapp 3.000 € Pension über die Runden kommen, weil ich auch noch mit 57 Jahren pensioniert wurde. Was geht es mir so schlecht! ;-))
Sorry, aber ich verstehe das Gejammer der verbeamteten Lehrer nicht!

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mr-mucki 20.06.2016, 11:22
203. Andere Erfahrungen

Zitat von oldstyle
Nach Vorbereitung auf eine Gehaltsverhandlung und diesbezüglich einiger Recherche, weiß ich dass die von Ihnen genannten Zahlen in der Praxis nicht wirklich zutreffend sind. Realistische Zahlen sind: Einsteiger mit Bachelor: 40k Einsteiger mit Master: 50k Ca. 10 Jahre Berufserfahrung als Dipl.-Ing.: 65k Erfahrener Gruppenleiter: 80k Das alles dann freilich schon mit variablen Gehaltsbestandteilen wie Bonuszahlungen und Leistungszulage. Wenn man das mit Einkommen verbeamteter Gymnasiallehrern vergleicht (und dann noch deren Begünstigung in der Altersvorsorge hinzunimmt, sowie der geldwerte Vorteil der durch deren Unkündbarkeit entsteht (bspw. günstiger an Baugeld herankommen)), dann stellt man fest, dass solche Lehrer finanziell keineswegs schlechter dastehen.
Die Zahlen klingen fuer mich extrem tief aus eigener Erfahrung.
Mein Einstiegsgehalt im Bereich Anlagenbau lag bei 52k Euro/a als Dipl. Ing FH im Jahr 2006.
Nun bin ich bei ueber 100K Euro/a (nebenbei noch MBA gemacht und Personalfuehrung mehr als 25 Personen).

Wenn ich mir die Abschluesse in der Chemie und Metallbranche ansehe, liegen diese Zahlen im unteren Mittel.

Ich weiss jedoch, dass kleine und mittelstaendische Betriebe durchaus weniger zahlen (wenn kein Tarifvertrag besteht).

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schienbeinschoner 20.06.2016, 11:22
204.

Zitat von Ontologix II
Sinnvoll wäre es, Lehrer nach Leistung und Unterrichtserfolg zu bezahlen, unfähige Lehrer zu entlassen und Lehrer in den Ferien fortzubilden.
Das wäre in der Tat erstrebenswert, ist praktisch aber so gut wie nicht umsetzbar: Ein verlässliches Bilder der "Leistungskraft" oder besser "Qualifikation" einer Lehrkraft ergibt sich zum größten Teil im Unterricht, dies aber nur bei längerfristiger Beobachtung (Anstatt 2 Schulstunden im Laufe von zwei Jahren, wie z.B. in Bayern Praxis bei der Beurteilung).

Gegenseitiges Hospitieren von Lehrkräften (+Supervision von Weisungsbefugten) wäre für alle Beteiligten hilf- und lehrreich – niemand aber möchte den erheblichen Zeitaufwand bezahlen. Das ist im (staatlichen) deutschen Lehrbetrieb nicht vorgesehen.

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hoimar 20.06.2016, 11:25
205. Es steht und stand

jedem die Berufswahl frei. Diejenigen die jetzt laut werden und den Beamten ihre Privilegien neiden, sind diejenigen, die ganz offensichtlich überhaupt keine Ahnung haben, wie das heutzutage in der Schule so läuft. Ich gehe lieber unbezahlt in den Steinbruch, als in einer Schule zu unterrichten.

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playintime 20.06.2016, 11:25
206.

Zitat von spon-facebook-10000255064
3145 Euro Brutto für 26 Arbeitsstunden in einem fachfremden( also nicht von Anfang an erlerntem) Beruf? Und diese Frau beschwert sich? Ich arbeite als Krankenpfleger 40 h in der Woche(Überstunden nicht mitgerechnet) bin pro Schicht für 18-22 Patienten verantwortlich und erhalte 2400 Brutto. Wo ist das bitte die Relation? Diese Frau tut sich selbst und "ihrem" Berufstand unrecht und diskreditiert ihn in meinen Augen mit solch realitätsfernen Aussagen.
Sie unterrichtet 26 Stunden. Das bedeutet nicht daß sie 26 Stunden arbeitet. Wie sie weiter bei einem anderen Fall lesen, kommen Lehrer locker auf 40-45 Stunden. Sie verdient nicht zu viel sondern die Krankenschwester zu wenig.

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Darwins Affe 20.06.2016, 11:25
207. Ländersprzifisch?

Zitat von KlausMeucht
Das Problem ist dass die guten Lehrer, die sich den Arbeitsort aussuchen alle in die reichen Bundesländer gehen (wo sie verbeamtet werden) - und die schlechteren die den Job nehmen müssen den sie bekommen in die ärmeren Bundesländer. Das Problem ist dass in den Bundesländer in der die sozialen Probleme am größten sind die schlechteren Lehrer haben. Im Prinzip sollten dort die besten Lehrer arbeiten, in denen die Probleme am schwersten zu lösen sind. Die Schüler benötigen eine Schule in ihrer Ortsnähe. Es ist einem Kind aus Berlin nicht zumutbar nach Bayern zu reisen weil dort die Schulen besser sind.
Nach Ihrer Logik müssten Lehrer dann in Bulgarien mehr verdienen als in der Schweiz. Angebot und Nachfrage bestimmen nicht nur den Preis, sondern auch die Gehälter. Und schlechtes Wirtschaften wird auf Dauer halt nicht belohnt.

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Ungarn 20.06.2016, 11:26
208. Lehrergehälter in....Frankreich

Die von mir um 9 Uhr 09 angegebenen Gehälter gelten in Frankreich flächendeckend.
Dazu gab es auch sogenannte Quereinsteiger, die vor zig Jahren viel weniger Geld verdienten, aber unter dem Druck der Lehrergewerkschaften verbeamtet wurden und deren Lohn damit " natürlich " wieder gerechnet wurde, und zwar je nach ihrem Alter im Dienst.
Demzufolge stand die Staatskasse leer, und somit wurden die Gehälter seit 2013 gleichsam " gefroren "... oder wie es voriges Jahr geschehen ist, nur um " satte " 0,5% gestiegen ! ! !
Lächerlich....

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misterknowitall2 20.06.2016, 11:26
209. @schienbeinschoner

sie meinen "Kompetenz". Verantwortung für schuelerleistungen übernimmt kein Lehrer, nirgendwo. ist der Schüler mit schlechten Noten nach Hause ist alles und jeder schuld, nur nie der Lehrer. das zum Thema Verantwortung.

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