Forum: Leben und Lernen
Gomringer-Gedicht "Avenidas": Es ist wieder da
Wohnungsgenossenschaft "Grüne Mitte" Hellersdorf

Eine Berliner Hochschule ließ das Gedicht "Avenidas" übermalen ließ, weil Studenten es sexistisch fanden. Nun hat es eine neue Heimat gefunden - ganz in der Nähe.

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antandre 23.02.2019, 15:09
120.

Zitat von markus_wienken
Nun ja, hätte er Kinder geschrieben so hätten irgendwelche durchgeknalle Typen ihm vermutlich noch pädophile Tendenzen unterstellt. Ich bin froh, dass ich in meinem Umfeld auch und insbesondere mit vielen vor allem selbstbewußten Frauen derartige "feministisch-ideologische" Diskussionen nicht führen oder zuhören muss. Die schütteln ob diesem Unsinn nur verständnislos den Kopf und widmen sich den wirklich wichtigen und schönen Dingen im Leben.
Ja, denke ich auch, dass es dann als pädophil gesehen werden könnte. Aber der Punkt bei solchen Diskussionen ist auch immer, was in der Gesellschaft gerade Thema ist. Gäbe es Kindesmissbrauch nicht in diesem unfassbaren Umfang, käme auch keiner auf die Interpretation.
Was die Diskussionen angeht, kommt es für mich immer drauf an, wie das abläuft. Es schadet ja auch nicht, seine eigene Denke mal zu überdenken. Ich meine, der Themenkomplex Frauen, Frauenbild, Macht des Mannes in der Gesellschaft usw. ist ja nunmal da und das aus gutem Grund. Allerdings kann man mit Verbohrten nicht diskutieren, weil die sich für die Gegenseitensicht ja nicht öffnen. Ich hab mit Entsetzen mal eine bekannte Chansonsängerin in einer Talkshow gesehen, die sich wie die schlimmste Diktatorin in geifernder Weise aufführte, weil ihr nicht passte, dass es Frauen gibt, die Trump gut finden und sich kurze Kleidchen anziehen. Was die vom Stapel gelassen hat - wäre es ein Mann gewesen, hätte er einen gewaltigen Shitstorm bekommen.

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P-Schrauber 23.02.2019, 15:35
121.

Zitat von ulfsoltau
Diese Frage darf den Cis-Herren, die hier unreflektiert drauf hauen, vielleicht einmal gestellt werden. Sexismus bleibt Sexismus, auch unter dem Deckmäntelchen der Schönen Künste. Genau so, wie es rassistisch ist, wenn bei Schokoküssen, oder bei Pipi Langstrumpfs Vater auf das N-Wort beharrt wird. Aber das alles betrifft die weißen, männlichen Diskutanten hier ja nicht.
Unreflektiert drauf hauen? Wo wird hier unreflektiert drauf gehauen?
Wo ist der verachtenswürdiges Alltagssexismus?

Die Argumentation über die Blumen, Frauen, Alleen einen herabwürdigenden Sexismus zu sehen ist an übersteigerter Absurdität nicht zu toppen, wahrlich nicht.

(Kabarettmodus an)
Wenn darin Sexismus zu sehen ist dann ist die Biene auf der Löwenzahnblüte im Stadtpark Porno und der Stadtpark gehört für Jugendliche unter 18 Jahren geschlossen. (Kabarettmodus aus).

Es geht um Schönheit nicht um Sexismus, wer allerdings soweit sexistisch radikalisiert und übersteigert ist wie einige Zeitgenoss*innen bei dem wird Sexismus und Porno getriggert wo es in Beschreibungen von Landschaft, Natur und Mensch geht.

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pico 23.02.2019, 15:54
122. Unfug in Reinkultur

Die in der Alice Salomon Hochschule angebotenen Studiengänge machen es kaum erklärbar, wie gelangweilt die im ASTA Vertretenen sein mussten um so einen Stuss abzusondern. Schade, dass die Genossenschaftshäuser nicht inh unmittelbarer Umgebung der ASH liegen. Im Übrigen hilft manchmal auch körperliche Arbeit zur Befriedung verstörter Gemüter.

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charliehecto 23.02.2019, 18:57
123. Warum so angegriffen?

Zitat von Listkaefer
... gegen diesen akademisch theorisierten voll durchgeknallten Genderwahnsinn. Es wurde Zeit, diese Genderextremisten endlich zu stoppen. Die Gender-Sprachverunglimpfungen sind schon eine Zumutung. Die Glorifizierung der vom Mainstream abweichenden Zweierbeziehungen als hipp, modern, und die traditionelle Ehe als Auslaufmodell hinzustellen, ebenfalls. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das darf alles sein, aber der Mainstream eben auch. Patchworkfamilien dürfen sein, aber meistens erschöpfen sie sich in tristen sozialen Verhältnissen. Und das mit diesem Gedicht - das war nun der negative Höhepunkt.
Eine Hochschule hat in einem selbstbestimmten, legitimen Verfahren veranlasst, dass an der wohl prominentesten Stelle ihres Gebäudes ein Text ersetzt wird, den viele Studierende nicht für zeitgemäß halten aufgrund des darin vermittelten Geschlechterverhältnisses. Was ist daran so schlimm, dass Sie solche Geschütze auffahren und zu solch wirren Gedanken gelangen? In den Medien, in der Politik, in der Wirtschaft, bei den Kirchen sowieso - überall steht doch die traditionelle (heterosexuelle) Ehe nach wie vor fest im Mittelpunkt des Interesses. Wie kommen Sie darauf, dass dieser Mainstream nicht sein dürfe und Sie gar "Extremisten" imaginieren? Informieren Sie sich doch einmal, was "Gender" wirklich bedeutet. Sich selbst zum Opfer stilisieren und die Verhältnisse verdrehen - das ist pure Populistenmanier. Fühlen Sie sich von etwas mehr Gleichbereichtigung derart bedroht?

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muellersusanne 23.02.2019, 19:05
124. Die Studentinnen wollten mal was anderes

Das Gedicht existiert doch weiter. Der Skandal an diesem Vorgang ist, dass dauernd darüber berichtet wird. Das ist die übliche Stimmungsmache gegen Frauen.

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DerAndereBarde 23.02.2019, 19:32
125. Fassungslos

Zitat von muellersusanne
Die Studentinnen wollten mal was anderes Das Gedicht existiert doch weiter. Der Skandal an diesem Vorgang ist, dass dauernd darüber berichtet wird. Das ist die übliche Stimmungsmache gegen Frauen.
Sie haben offenbar weder diesen Artikel noch einen der anderen zum Thema gelesen! Niemand "wollte mal was anderes"; vielmehr wurde die Entfernung unter Entrüstung und Schwingen aller greifbaren Moralkeulen verlangt.

In einem Land, dessen Bürger schon einmal bei Bücherverbrennungen gejubelt haben, ist es absolut notwendig, über dergleichen Vorfälle zu berichten.

Das Geschlecht der immatrikulierten Kulturbarbaren ist komplett irrelevant für die verdiente Verachtung und die im Artikel beschriebenen Gegenreden; wenn Sie das als Stimmungsmache gegen Frauen verstehen, zeigt das ähnlichen Geist wie bei denen, die ein einfaches Gedicht nicht ohne Projektion der eigenen Sexismusprobleme lesen können.

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Stealthman 23.02.2019, 19:42
126. Das Verhalten...

... erinnert mich ein wenig an die Bücherverbrennung in den 1930ern. In diesem Fall wird einfach etwas überpinselt was einem selbst nicht ins persönliche Weltverständnis passt! Das hat rein gar nichts mit Gleichberechtigung zu tun. In Zeiten, in denen tausende Frauen in Syrien, Afghanistan oder anderen Ländern vergewaltigt werden, daran gehindert werden sich zu bilden oder einen Beruf ihrer Wahl auszuüben kommen einige weltfremde, verwirrte Geister daher und regen sich über diese Wörter auf! Kommt doch bitte endlich mal in der realen Welt an und investiert eure Kräfte dort wo es SINNVOLL ist.

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