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"Gravierende Mängel": Chef der Hochschulrektoren sieht Studierfähigkeit von Abiturien
DPA

Sie könnten schlechter rechnen und lesen wollten viele auch nicht mehr: Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Peter-André Alt, hat seinen Unmut über angehende Studenten zum Ausdruck gebracht.

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spon-1279537853053 18.06.2019, 14:30
10. sommerloch

ist nahe! ojeoje, die schüler werden dümmer! jedes jahr der gleiche sermon und jedes jahr die gleiche leier! vielleicht sollte man auch an den unis mal vor der eigenen tür kehren. die noteninflation bei den lehrerexamen ist gigantisch und gegenläufig zum wissensstand der jungen kollegen. aber die work-life balance stimmt. kollegen, ich scheu mich fast sie so zu nennen, die gesellschaftswissenschaftliche fächer unterrichten und noch nicht mal hochdeutsch können -was scheinbar an der uni kein kriterium mehr ist(bei deren 1er notenschnitt!) werden dann auf schüler losgelassen. ach nee, ich komme ja aus bawü: wir können alles - außer hochdeutsch!

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ddcoe 18.06.2019, 14:32
11. Ist das wirklich neu?

Klar, ist eine Weile her - als ich 1992 mein Maschinenbau Studium begonnen habe, da war es völlig normal, dass nur etwa 30% der Erstsemester die Hochschule auch mit einem Diplom verlassen haben. Auch da sind die Meisten an Mathematik gescheitert.

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kaiservondeutschland 18.06.2019, 14:33
12. Studienniveau senken

Einfach auch das Niveau der Studien senken. Dann leidet eben die spätere Arbeit. Macht nix, wenn dann Brücken und Häuser einstürzen, Patienten sterben, Unternehmen Pleite gehen, Flugzeuge abstürzen und Fehlurteile gefällt werden. Ist doch „cool“.

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klaus64 18.06.2019, 14:35
13. Politische Fehlentwicklung

Dieser Run auf Abitur und Studium ist einer politischen Fehlentwicklung geschuldet. Politiker stellten fest, dass es in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern eine zu geringe Anzahl von Studenten gibt, also forcierte man die Entwicklung zu Abitur und Studium. Dieser vergleich war aber völlig unsinnig und wirklichkeitsfremd. So haben viele Länder eine Reihe von Berufen - wie Krankenschwester an eine universitäre Ausbildung gekoppelt. In China gibt es in der Regel nur 2 Möglichkeiten für eine Berufstätigkeit - Studium oder eine anlern Tätigkeit in den USA ist es ähnlich. Daraus resultieren in anderen Ländern die hohen Zahlen an "Pseudoakademikern". Der Mangel an guten Facharbeitern aus der dualen Berufsausbildung ist dabei in Deutschland beinahe untergegangen. den Mangel spüren wir bereits.Mal ein Beispiel aus China - Facharbeiter aus Deutschland die dort Anlagen installierten wurden mit Hochachtung als Ingenieure bezeichnet. Ein chinesischer Taxifahrer heißt dort "Meister". Daran sieht man auf welchen Fehlentwicklung wir uns begeben haben. Eine Korrektur ist nun in der Gesellschaft nur noch schwer zu schaffen.

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MDen 18.06.2019, 14:36
14. Hauptsache Abi, gern auch ohne Kenntnisse und Können

An den Schulen wird seit Jahrzehnten gespart, wo es nur geht. Leider gewinnt man mit guter und deswegen nicht ganz billiger Schulpolitik keine Landtagswahlen. Und PISA hat den vorhandenen Druck zum Einfach-Abitur, das die Quote und den Eltern- bzw. Schülerwunsch erfüllt, noch verstärkt.

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wohin 18.06.2019, 14:36
15. Ich muss mich...

....auch sehr stark wundern, wenn ich in der Tageszeitung die Berichte über die bestandenen Abi-Prüfungen lese, in denen es z. B. heißt: '19 Abiturienten des Jahrgangs am Soundso-Gymnasium haben mit einer 1 vor dem Komma abgeschlossen'. Da passt doch was nicht! Früher waren das nur sehr wenige in einer Klasse, max. 1 oder 2 Schüler.....

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frenchie3 18.06.2019, 14:37
16. @8 Echt jetzt?

Zitat: "Wenn sie nicht genug Stoff mitbringen, dann müssen ihnen die Hochschulen den Stoff vermitteln". Kann es sein daß Ihnen entgangen ist daß es sich bei Unis um "weiterführende Schulen" handelt? Nach Ihrer Logik müßte jede Schulklasse erst mal das Vorjahr wiederholen um sicher zu sein daß alles verstanden wurde ??

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MT98 18.06.2019, 14:38
17. @dasfred, die Hochschule ist kein Nachhilfeverein.

Dies muss das Grundwissen voraussetzen. Wenn heute „Anfänger“ erscheinen und können mit einer ersten Ableitung nichts mehr anzufangen, sind diese vollkommen fehl am Platz. Nicht jeder muss studieren, es sollten die Menschen sein, welche auch die geistige Fähigkeit besitzen.

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gedu49 18.06.2019, 14:38
18. Falscher Ansatz

Zitat von dasfred
Der Ball liegt jetzt bei den Hochschulen. Die jungen Leute heute sind nicht dümmer als früher. Wenn sie nicht genug Stoff mitbringen, dann müssen ihnen die Hochschulen den Stoff vermitteln. ....
Hochschulen bauen auf dem laut Lehrplan zu erwartenden Vorkenntnissen auf. Man könnte ein Vorbereitungssemester auf den eigentlichen Studiengang einführen, aber es kann nicht Sache der HOCHSCHULE sein den Stoff der 11. oder 12.Klasse zu vermitteln. Das ist Aufgabe der Schulen oder Gymnasien.

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Agehweida 18.06.2019, 14:40
19.

Zitat von dasfred
Der Ball liegt jetzt bei den Hochschulen. Die jungen Leute heute sind nicht dümmer als früher. Wenn sie nicht genug Stoff mitbringen, dann müssen ihnen die Hochschulen den Stoff vermitteln. Dafür werden sie bezahlt. Notfalls müssen Hochschulen und gymnasiale Oberstufen kooperieren. Die Studenten haben bisher fürs Abi gelernt und wenn das den Rektoren zu wenig ist, dann haben sie Pech. Es gibt keine anderen. Jedes Studium muss seine eigenen Grundlagen vermitteln. Das ist Aufgabe der Professoren, nicht der Gymnasiallehrer.
So ein Unsinn! Aufgabe der Gymnasien ist es, die Studierfähigkeit überhaupt herzustellen. Das ist und war noch nie das Tätigkeitsfeld der Unis. aber man kann sich trösten: Die Unfähigen scheitern sowieso.

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