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Große Ossi-Wessi-Tour: Wie man etwas findet, was nicht mehr da ist

Unterwegs treibt die Einheitswanderer immer wieder eine Frage um: Wie erlebten die Bürger den Unrechtsstaat DDR? Ein West-Lehrer berichtet, wie er sich wegen eines Fotos von einem Grenzer betatschen lassen musste - und wie die Beamten einen seiner Schüler nicht mehr ausreisen lassen wollten.

sic tacuisses 24.09.2010, 09:13
1. Das wirklich Schlimme an der Sache ist,

Zitat von sysop
Unterwegs treibt die Einheitswanderer immer wieder eine Frage um: Wie erlebten die Bürger den Unrechtsstaat DDR? Ein West-Lehrer berichtet, wie er sich wegen eines Fotos von einem Grenzer betatschen lassen musste - und wie die Beamten einen seiner Schüler nicht mehr ausreisen lassen wollten.
dass dieses sadistische Pack, das an der Grenze zu tausenden Westler bis auf die Knochen schikanierte, nun mit Pensionen, die auch noch von meinen Steuergeldern bezahlt werden,
hier rumläuft.

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lmike 24.09.2010, 10:26
2. Es ist noch viel schlimmer!

Schlimm ist das
Zitat von sic tacuisses
dass dieses sadistische Pack, das an der Grenze zu tausenden Westler bis auf die Knochen schikanierte, nun mit Pensionen, die auch noch von meinen Steuergeldern bezahlt werden, hier rumläuft.
Deren Kinder haben sich von Flensburg bis Münschen breitgemacht.
Und zahlen in die umlagefinanzierte Rentenversicherung ein.
Damit die Rente vom sic tacuisses sicher ist.
Tsss, schlimm ist das ....

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henderson2 24.09.2010, 19:54
3. Nichts

gegen die Idee, sich gegenseitig zu erkunden.

Aber wenn ich diese "Unrechtsstaat"- Kacke lese, geht mir immer noch die Hutschnur hoch.

henderson

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ThorstenNYC 24.09.2010, 21:51
4. Warum immer auf die platte Art?

Aufmacher: »Wie erlebten die Bürger den Unrechtsstaat DDR?«

Musste die Schlussfolgerung jetzt wieder auf solch platte Art vorweg genommen werden? Es wäre doch viel effektiver, wenn die Frage neutral gestellt würde (»Wie erlebten die Bürger die DDR?«). Durch die Augenzeugenberichte der befragten Ossis wird doch sonnenklar, dass das Verhältnis zwischen DDR-Staat und seinen Bürgern durch Willkür, Schikanen – eben Unrecht – geprägt war.

So aber entsteht der Verdacht, dass die Berichte ideologisch gefärbt sind – und das haben die Wanderer nicht verdient.

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california2000 24.09.2010, 23:31
5. Vom Regen in die Traufe

Zitat von sysop
... Wie erlebten die Bürger den Unrechtsstaat DDR? ...[/url]
Nun, sie sind vom Unrechtsstaat DDR im Unrechtsstaat BRD angekommen.
Das was hier und heute abläuft ist die wahre Schande. Die Politiker hauen sich dermaßen auf unsere Kosten die Taschen voll, dagegen haben die DDR-Führer in bitterer Armut gelebt. Man wird heute in einer Weise bespitzelt und überwacht, da hätte die Stasi extatische, tägliche Freudenpartys veranstaltet wenn sie dies gekonnt hätte. Es wird staatlich gewollt so massiv die Vermögensverlagerung von unten nach oben betrieben, daß das Volk am ausbluten ist. Und natürlich haben wir wieder eine gleichgeschaltete Presse (Medien) die im Stile des Neuen Deutschlands lediglich nur noch Hofberichterstattung betreibt.

Der einzig wahre Unterschied, ich darf ein klein bisschen Reisen, wenn ich es denn bezahlen kann.

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aquarius2 26.09.2010, 12:20
6. Wie "die" dort gelebt haben?

Dazu sollten noch viel mehr Lehrer, Pfarrer, Beamte, Poitiker und Studenten der Politik- und Sozialwissenschaften aus den alten Bundesländern befragt werden.
Mit zunehmendem Zeitablauf werden die Antworten immer eindeutiger.
Einige dieser Befragten werden sogar den Eindruck vermitteln können, daß sie "dabei" waren.
Keinesfalls sollten heute 40- bis 80-jährige Normalbürger befragt werden, die 40 Jahre tatsächlich dort gelebt haben.
Die können es nicht wissen, wie es wirklich war.
Oder wie es gewesen sein soll.
Oder wie es gewesen zu sein hat.

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ThorstenNYC 26.09.2010, 17:01
7. Wie haben die Leute in der DDR gelebt?

Zitat von aquarius2
Dazu sollten noch viel mehr Lehrer, Pfarrer, Beamte, Poitiker und Studenten der Politik- und Sozialwissenschaften aus den alten Bundesländern befragt werden. Mit zunehmendem Zeitablauf werden die Antworten immer eindeutiger. Einige dieser Befragten werden sogar den Eindruck vermitteln können, daß sie "dabei" waren. Keinesfalls sollten heute 40- bis 80-jährige Normalbürger befragt werden, die 40 Jahre tatsächlich dort gelebt haben. Die können es nicht wissen, wie es wirklich war. Oder wie es gewesen sein soll. Oder wie es gewesen zu sein hat.
Worauf beziehst du dich genau? In der Serie kommen doch fast ausschließlich Ex-DDR-Bürger zu Wort, sowohl solche, die im Osten geblieben sind als auch jene, die in den Westen gegangen sind. Die Erfahrungen beider sind gleichermaßen legitim.

Ich finde diese Reihe ausgesprochen gut. Ein großes Lob an die berichtenden Wanderer!

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