Forum: Leben und Lernen
Großwildjagd auf dem Campus: Wie Firmen um die besten Absolventen buhlen

Darf's eine Wildwassertour sein, ein Skiurlaub, vielleicht eine Weltreise? Unternehmen legen sich mächtig ins Zeug, um die Profis von morgen aus dem Hörsaal zu fischen, bevor die Konkurrenz Witterung aufnimmt. Opulente Offerten für kapitale Köpfe - Personalern ist fast jedes Mittel recht.

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Bhur Yham 11.11.2010, 22:50
60. Der Schwachsinn des Jahres

Zitat von Waiguoren
...Mangelgebiete sind vor allem in Süddeutschland. Im Osten Deutschlands ist das Gegenteil der Fall - weil dort besonders Männer sehr unflexibel sind, und auch für Niedriglöhne arbeiten - solang sie im Heimatort bleiben können.
In Süddeutschland mangelt es sicher an manchem, nur nicht an Arbeitskräften. Allerhöchstens an BILLIGEN Arbeitskräften. Und was die Ostdeutschen betrifft - es gibt kaum jemanden, der flexibler war und ist als diese. Ganze Heerscharen ziehen am Montag los gen Westen und kommen erst am Freitag wieder nach Hause. Die meisten sind Männer. Die würden liebend gern auf 500..1000km mit dem Auto jede Woche verzichten und einen Job im Heimatort vorziehen, von dem sie und die Familie leben können. Wenn es den gäbe.

Zum Schreien dämlich. Das toppt die Blöd-Zeitung um Längen.

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Schnurz321 12.11.2010, 00:00
61. Was soll das?

Zitat von Königstiger87
Mal wieder die üblichen Verdächtigen BWL und Jura. Lobenswert ist das Beispiel der Chemikerin. Aber was ist mit den anderen Naturwissenschaften die wirklich Wissenschaft betreiben?
Da ist ein BWLer und ein Jurist dabei!
Wirtschaftsmathematik ist im übrigen weitgehend deckungsgleich mit einem Mathematikstudium.
Wirtschaftsinformatik besteht ebenso hauptsächlich aus Informatik.

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drtek 12.11.2010, 07:20
62.

Zitat von GrinderFX
So ein Schwachsinn! Sie sind entweder sehr alt und leben noch in ihrer Blumenwelt von früher oder sie leiden an einer starken Wahrnehmungsstörung. Zur heutigen Zeit wird nicht mehr nach den guten Arbeitnehmern gesucht. Was ist auch die definition von gut? Gut ist heute jemand der Projekte mit ins Team bringt. Die Arbeit macht dann die Mittelklasse. Projekte bringt man mit ins Team weil man jemanden kennt, nicht weil man irgendwas kann! Warum ist das so? Die Auftraggeber wollen nicht viel zahlen, überall muss gespart werden. Nun muss die Firma sehen ob sie das Projekt zu einem Preis realisieren kann, den der Kunde auch zahlen kann und will. Ist man zu hoch, machts ne andere Firma. Ist man zu niedrig, kann man den Auftrag nicht ohne Gewinn ausführen. Das ist in der Grafik, Computer, Auto, Ingenieursbranche so wie in allen anderen Bereichen genau SO und nicht anders! Ihre 50k können vielleicht in München oder in Stuttgart stimmen aber niiiiiiiiiiiieeeeeeeeemals im Leben in Berlin. Alleine damit zeigen sie schon wie falsch sie doch liegen. Die Firmen suchen jemanden der günstig ist, nicht wer gut ist. Hauptsache er kann ungefähr die Arbeit machen. Und gerade da, wo die angeblich so guten benötigt werden, wird doch massiv gespart. Ein gutes Beispiel ist der Staat. Da eine gewisse Summe zur Verfügung und die muss eingehalten werden. Wäre er wirklich so gut, würde er seine eigene Firma aufmachen aber dafür reichts wohl doch nicht. Da stellt sich dann doch raus, dass gerade die, mit den guten Noten, wohl doch nicht so gut sind.

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. +1

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rebelrat 12.11.2010, 07:34
63. Retorten Kinder

Kein Wunder das nur absolut unfaehige Pencil Necks die Welt regieren - man zuechtet sie ja foermlich wie seinerseit Kanickel. Brave New World - gut wenn dieser ganze globale Finanzdreck zusammenbricht - wird nicht mehr so lange dauern.

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ofelas 12.11.2010, 08:02
64. Vitamin Eltern

Zitat von Waiguoren
Ehrlicherweise muss man sagen: In Deutschland ist Vitamin B immer noch weniger wichtig als in den meisten anderen Ländern.
Pisa und andere Studien haben eindeutig festgehalten, in D ist die soziale Herkunft der bestimmende Faktor fuer den Bildungserfolg, mehr als in angrenzenden Laendern.

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Ge2 12.11.2010, 08:32
65. Schöne Firmenwerbung

Am Beispiel der neuen Mitarbeiterin bei BayerMaterial Science: Kurz mal gegoogelt und dann sieht das Bild so aus:

3 Publikationen - toll, ist eher Durchschnitt
Uni Münster - da spart die Firma noch die Umzugskosten
Arbeitskreis Studer - ja, da kommt man mit viel (brauchbarer?) organischer Chemie in Kontakt und war bestimmt mal auf einem Doktoranden-Workshop in Wuppertal/Leverkusen zum Poster zeigen
Note 1.0, also "sehr gut" = "cum laude" haben in der Chemie inzwischen 70% der Promovierten. Und wenns wohl eher "0.0" = ausgezeichnet = "summa cum laude" war, so sind das hochmals 10% der Belegschaft. Also eigentlich alle High-Potentials!

Im Endeffekt ist das doch ein ganz normaler Einstieg für eine promovierte Absolventin und zielt eher auf eine Werbun g für Bayer ab. Vielleicht hätte die Frima Frau Schulte auf dem Bild noch die blau-grüne Farbstreifen ins Gesicht malen sollen, wie auf ihren dämlichen Stellenanzeigen.

Fell the Spirit...

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kleinevroni 12.11.2010, 11:33
66. .

Zitat von pandora84
Ich finde, dass es ein sehr gutes Gefühl ist, wenn man weiß, dass man als Mensch und nicht als Berufsgruppe engagiert wurde, auch wenn man den eher unangenehmen Weg gehen musste :-)
Natürlich ist es ein schönes Gefühl. Aber praktisch ist es nicht. Wenn man eine dringend gesuchte Qualifikation besitzt, kann man auch in der Jogginghose zum Vorstellungsgespräch kommen. Das ist ein schöneres Gefühl.

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IvanIvanowitsch 13.11.2010, 13:49
67. ...

Zitat von k4l
seit einfuehrung der studiengebuehren hat jeder zweite fh student einen hohen kredit aufgenmmen
Wenn man davon ausgeht (wie sie es suggerieren), dass dieser Kredit wegen den Studiengebühren aufgenommen wurde, dann wir dieser rund 1000€ pro jahr x5 Jahre für (Master) betragen womit wir bei 5000€ + Zinsen wären.

Ein wahrhaft hoher Kredit....

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Waiguoren 13.11.2010, 14:10
68. Blödsinn? Realität

Zitat von Bhur Yham
In Süddeutschland mangelt es sicher an manchem, nur nicht an Arbeitskräften. Allerhöchstens an BILLIGEN Arbeitskräften.
Dann schauen sie doch mal, in welchen Bundesländern 80% aller Stellenanzeigen für Ingenieure und Fachkräfte auftauchen.

Zitat von Bhur Yham
Und was die Ostdeutschen betrifft - es gibt kaum jemanden, der flexibler war und ist als diese.
Tut mir leid, darüber gibt es Studien. Ua. einer der Gründe, warum es im Osten zunehmend Männerüberschuss gibt. Viele ostdeutsche Männer ziehen auch nach 2-3 Jahren zurück "nach Hause" - auch wenn sie dafür schlecht bezahlte Jobs oder Arbeitslosigkeit in kauf nehmen müssen.

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gftu 13.11.2010, 20:30
69. ...

Realschulabschluss, technische Berufsausbildung, 2 Jahre gearbeitet, Ing. Studium mit 1,X und dann aufgrund einer Traineestelle mit garantiertem Auslandsaufenthalt von BW nach Hessen gegangen. 50K+x Jahresgehalt --> kein Problem auch während "der Krise".

Die Firma kümmert sich ständig um Ihre jungen Talente um ein Abwandern dieser nach Süddeutschland zu verhindern.
Ohne diesen Extra Aufwand und entsprechende Entwicklungschachen würde ich mich schon lange nach einem Job in meiner süddeutschen Heimat umschauen.

In Summe zählt doch für jeden Bewerber die Kombination aus Geld und Zusatzleistungen (Fortbildungsmöglichkeiten, Firmen-Events, Messe- und Konferenzbesuche etc.). Die Entscheidung für ein Unternehmen fällt nach einem Event, bei welchem ich meine spätere Führungskraft ein wenig privat kennen lerne, aber sicher leichter.

Derzeit gibt es in manchen Bereichen keine Fachkräfte. in anderen dafür einen deutlichen Überschuss. Kann nur jedem Empfehlen vor seiner Studienwahl ein wenig an später zu denken und während dem Studium den Arsch auf dem Schreibtischstuhl zu lassen. Dann klappts auch mit dem Gehalt auf das hier einige sehr neidisch zu sein scheinen.

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