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Grundschule: Erzieherin bestraft Siebenjährigen mit Klassenkeile

Die Klassenkameraden bildeten einen Kreis, in der Mitte ein Siebenjähriger. Dann schlugen die Mitschüler auf ihn ein. Ihre Erzieherin hatte sie ausdrücklich dazu aufgefordert. Nach dieser Szene an einer Schule in Neuenbürg muss die Frau gehen.

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gunman 17.01.2008, 17:46
10. was war wirklich?

Zitat von alexaugust
... Was die Tatsache, daß der sich beschwerende Vater noch 9 Kinder hat, in dem Artikel verloren hat, ist mir unklar.
Das ist der Hinweis, daß da mehr ist als nur ein Kind, daß "spielt". Von einem Zappelphilip ist zudem Rede. Zitat Vater: "Sein Sohn sei ein "Zappelphilipp" und habe schon häufiger Probleme mit der gelernten Erzieherin gehabt, die ruppige Methoden angewandt habe."

Das rechtfertigt die Erzieherin nicht, aber eine zusätzliche Kausa mag gegeben sein.

Vordergründig ein schöner Aufreger in diesen Tagen, während zu meiner Schulzeit Klassenkeile, wenn auch nicht von Lehren angstiftet, so doch geduldet, üblich waren.

Handelt es sich evtl. sogar um ein Ausländerkind? In diesem Fall sollte das Bundeskanzleramt schon einmal eine entschuldigende Beteuerung vorbereiten ... ;)

G

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Steff-for 17.01.2008, 17:55
11. Nicht immer einfach

Schade
Das ist das Resultat von unsäglicher Inkompetenz, Hilflosigkeit und Überforderung.
Aber davon ausgehend, dass die "gute" Frau ihren Job ja mal gelernt haben muss, komme ich da über die pädagogische Unterstützung und Beratungsrückhalt von Seiten der Kollegen schwer ins Grübeln.
Dieses Problem mit dem Schüler scheint sie ja schon länger mit sich zu tragen, bis die Sache eskaliert ist.
Warum ist sie nicht einmal zu Kollegen gegangen und hat dort das Problem durchgesprochen?
Da scheint innerhalb des Kollegiums auch ein Problem zu existieren.

Aber schlußendlich.... klar muss die gehen. Sowas ist nicht tragbar.

Steff
(

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alandry 17.01.2008, 17:55
12. Qualität

Es ist schlimm, was diese Erzieherin da mit der Klasse gemacht hat und ich finde es auch richtig, dass sie sofort gehen musste.
Allerdings sollten wir mal darüber nachdenken, wie wir derart unprofessionelles Handeln auf Dauer verhindern können und das geht meiner Meinung nach nur indem wir investieren.
Ich würde zum Beispiel vorschlagen, dass Lehrer und wer immer sonst an unseren Schulen unterrichtet Supervision erhält, da in Supervisionsgruppen Probleme und Unzufriedenheiten aufgearbeitet werden können, noch bevor sie sich in offenen Aggressionen ausdrücken. In den meisten Fällen ist es doch so, dass es sich nicht um "schlechte Menschen" handelt, sondern um Leute, die nicht gelernt haben, adäquat mit (schwierigen) Kindern und Jugendlichen umzugehen und die völlig übervordert sind.
In diesem Sinne sollten auch die Einstellungskriterien für Schulpersonal überdacht werden. Pädagogische Kompetenzen und individuelle Belastbarkeit sind absolut wichtig. Wenn ich sehe wen man an deutschen Schulen arbeiten lässt und welche Ausbildung diese Leute bekommen denke ich oft dass eher ein Wunder ist, dass nicht öfter von derartigen "Erziehungsversuchen" berichtet wird.
lg. Alandry
gegen die verpflichtende Fortbildungen besuchen muss (v.A. zum Thema "Konfliktlösung" und

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Hank vanHelvete 17.01.2008, 17:57
13. Was wirklich war, ist irrelevant...

...solang die Punkte "Gewalt" und "Lehrerin duldet (oder mehr) diese" stimmen. Suspendierung und Strafverfahren sind die einzig logische Folge.

Alles, was drumherum zu diskutieren wäre, ändert an diesen schlichten Dingen genau gar nichts und ist zwar bestimmt auch spannend auseinanderzunehmen, aber lediglich sekundär interessant.

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DanielaMund 17.01.2008, 18:00
14. .

Zitat von Steff-for
Schade Das ist das Resultat von unsäglicher Inkompetenz, Hilflosigkeit und Überforderung. Aber davon ausgehend, dass die "gute" Frau ihren Job ja mal gelernt haben muss, komme ich da über die pädagogische Unterstützung und Beratungsrückhalt von Seiten der Kollegen schwer ins Grübeln. Dieses Problem mit dem Schüler scheint sie ja schon länger mit sich zu tragen, bis die Sache eskaliert ist. Warum ist sie nicht einmal zu Kollegen gegangen und hat dort das Problem durchgesprochen? Da scheint innerhalb des Kollegiums auch ein Problem zu existieren. Aber schlußendlich.... klar muss die gehen. Sowas ist nicht tragbar. Steff (
Eine Frage ist ja: warum musste sie überhaupt aus ihrer Pension heraus als Aushilfe eingesetzt werden? Is' doch vollkommen gaga, jemanden im Rentenalter mit 17 Kindern in 'ne Klasse zu stecken...

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soia 17.01.2008, 18:04
15. nicht zu rechtfertigen

Zitat von infernalis
Ich finde die Methode der Erzieherin äusserst zweifelhaft. Die Hintergründe, sowie eine Aussage von Zeugen, werden wir ja noch im zweiten Teil der Reportage erfahren, oder? Für eine Verurteilung der Erzieherin meinerseits, reichen die im Artikel vorhandenen Indizien jedenfalls nicht. Mich würde z.B. interessieren, was im Vorfeld passierte oder ob der Junge verletzt wurde, ob Regeln für die Klasssenkeile herausgegeben wurde etc. Vielleicht wissen die anderen Leser ja mehr, als hier steht.
Völlig egal was vorher vorgefallen ist! Nichts rechtfertigt so eine Tat!

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Think-Smart 17.01.2008, 18:15
16. War doch nur ein Junge

Was soll man auch anderes erwarten. Die Lehrer, welche die Kids liebevoll in den Arm nehmen, haben wohl alle gekündigt.
Viel zu gefährlich.

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streuner23 17.01.2008, 18:36
17. Allein gelassen?

Vielleicht war die pensionierte Hausaufgabenhelferin ja tatsächlich von einer Bande tobender 7-jähriger überfordert. Die "richtige" Lehrerin war doch ausgefallen.
Aus der Ferne schwer zu beurteilen.

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derDicke 17.01.2008, 18:37
18. längst kein einzelfall

gewalt an schulen, ausgehend von denen die eigendlich schützen sollten sind aus meiner erfahrung kein einzelfall. hilflosigkeit gepaart mit gleichgültigkeit und weggucken sind an der tagesordnung.
auch auf dem platten lande ist man davor nicht sicher. wenn man versucht dagegen etwas zu unternehmen hört man schnell argumente wie: wir sind doch ein dorf, red nicht drüber.
es wird erst dann reagiert, wenn nichts mehr unter den teppich passt.
armes deutschland, kinder sind hier oft leider nur lästig oder nurnoch mittel zum zweck.

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alexaugust 17.01.2008, 19:01
19. Angeleitete Erniedrigung

Zitat von streuner23
Vielleicht war die pensionierte Hausaufgabenhelferin ja tatsächlich von einer Bande tobender 7-jähriger überfordert. Die "richtige" Lehrerin war doch ausgefallen. Aus der Ferne schwer zu beurteilen.
Schön und gut, aber die Situation war ja wohl keineswegs komplett aus dem Ruder gelaufen. Denn wenn die dargestellte Lage so war, dann hat die Dame es geschafft, eine strukturierte Situation zu schaffen, die Kinder zu gewaltsamen, erniedrigendem Tun einem Mitmenschen gegenüber anzuleiten. Sowas muß einem erstmal einfallen! Im Affekt wurde da keineswegs gehandelt! Da steht das entsprechende Menschenbild dahinter.
Im Übrigen war das laut Text eine Erzieherin, kein unbedarftes Hausaufgabenhelferle.

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