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Grundschule in Köln: Shitstorm wegen Schulklo
DPA

Wie sorgt man dafür, dass sich Kinder auf der Schultoilette nicht ekeln? Eine Grundschule in Köln hatte eigentlich eine gute Lösung gefunden. Bis im Netz ein Shitstorm über sie hereinbrach.

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purple 26.09.2016, 09:36
1. Pflichtverletzung

Ich halte es für eine Amtspflichtverletzung der jeweiligen Direktoren, wenn die Toiletten nicht regelmäßig gesäubert werden. Hier von den Schülern faktisch eine Toilettenbenutzungsgebühr zu verlangen schlägt dem Fass den Boden aus.
In einer vernünftigen Haushaltsplanung einer Schule ist die Gebäudereinigung zu berücksichtigen und zwar in einer Weise, daß die hygienischen Verhältnisse gewahrt sind - und das heißt bei Toiletten nun mal mindestens tägliche Reinigung.

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inmado 26.09.2016, 09:36
2. Gute Lösung?

Eine gute Lösung wäre es, wenn dir Mittel für benutzbare Toiletten Teil des regulären Schuletats wären. Wenn es um Milliarden für ... - ich erspare mir die Aufzählung hier - geht, ist Geld kein Problem. Aber an den Schulen unserer Kinder wird gespart. Nicht einmal für benutzbare Toiletten ist Geld da. Ein Armutszeugnis.

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he.ro.lito 26.09.2016, 09:40
3. Nicht schön!

Ist natürlich ärgerlich für Eltern und Kinder, dass an fundamentalen Dingen gespart werden muss, gerade im Bereich Schule. Eltern sollten aber auch dafür sorgen, dass Kinder fundamentale Dinge der Hygiene und des Umgang mit entspr. Einrichtungen frühzeitig lernen!!! Sagt ein Schulexperte...

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rainerwäscher 26.09.2016, 09:44
4.

Da es eine Schulpflicht gibt, sollte der Staat auch Schulen mit dem nötigen Personal zur Verfügung stellen. Dazu gehört auch Personal für saubere und sichere Toiletten, genauso wie Hausmeister, Sekretärin und ausreichend Lehrkräfte.

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Mario V. 26.09.2016, 09:44
5. Traurig genug...

dass die Schule die Eltern um Geld "anbetteln" muss.

Während alle Politiker sich immer wieder gern verbal für Bildung und bessere Ausstattung der Schulen stark machen, klafft zur Realität eine so große Lücke. Sauberkeit von sanitären Anlagen gehört genauso dazu wie Ausstattung mit ausreichender Anzahl von Lehrern und moderner Technik. Aber weder für das eine noch das andere ist genug Geld da.

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der_unbekannte 26.09.2016, 09:47
6. Finde ich gut

Ich finde eine freiwillige Spende für eine bessere Hygiene auf jeden Fall sinnvoll und ich kann die Eltern nicht verstehen, die sich hier wieder aufgeregt haben und das dazu noch völlig missverstanden haben. Wollen die etwa nicht dass ihre Kinder auf saubere Toiletten gehen? Aber hauptsache das neue iPhone für 800€ kaufen, klar ne. Und dass die Kommunen klamm sind, dass weiß doch mittlerweile jeder, daher gibt es auch fast an jeder Schule einen Förderverein, die sich für "ihre" Schule engagieren und das ehrenamtlich. Es ist immer ein Nehmen und Geben, aber heute will jeder alles zum Nulltarif und nichts mehr leisten, es herrscht der Egoismus.

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paulhaupt 26.09.2016, 09:53
7. Man sollte allerdings ...

.... nicht unerwähnt lassen, daß die Toiletten teilweise von den Schülern selbst verwüstet werden. Angesichts dessen ist es durchaus sinnvoll die lieben Kleinen auch an den Kosten ihres Tuns zu beteiligen.

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jeze 26.09.2016, 10:00
8. Völlig zu recht

Der Shitstorm ist völlig gerechtfertigt. Es geht nicht in erster Linie um die Schule, die sich ja selbst nicht zu helfen weiß, es geht darum, dass ein sauberes und sicheres Klo zu der ureigentlichsten Grundausstattung einer Schule gehören sollte und wenn schon aus Steuermitteln zu finanzieren ist.

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Sibylle1969 26.09.2016, 10:02
9.

Ich erinnere mich an meine Grundschulzeit, da waren die Toiletten generell immer eklig, so dass ich die nie benutzt habe. Atmosphäre am ehesten vergleichbar mit den Toiletten in einer unsanierten Turnhalle aus den 60er Jahren. In den 70er Jahren war es auch nicht üblich, dass man während der Schulzeit etwas getrunken hat, so dass es auch aushaltbar war, den ganzen Vormittag nicht aufs Klo zu müssen. Später auf dem Gymnasium war es etwas besser, da ließ es sich aufgrund des im Schnitt längeren Schultags natürlich nicht vermeiden, mal aufs Klo zu gehen. Bei uns gab es pro Klasse eine Toilettenkabine, getrennt nach Jungen und Mädchen natürlich. Die Toilettenkabinen waren generell abgeschlossen und nur per Schlüssel zu öffnen. Den Schlüssel musste man sich beim Schlüsselwart abholen, ein Amt, das sich nicht allzu großer Beliebtheit erfreute, das aber regelmäßig wechselte, so dass jeder mal dran war. Wenn dann eine Toilette übermäßig versifft war, dann war der Übeltäter oder die Übeltäterin garantiert in der Klasse zu finden, was für einen gewissen sozialen Druck gesorgt hat.

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