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Grundschule in Köln: Shitstorm wegen Schulklo
DPA

Wie sorgt man dafür, dass sich Kinder auf der Schultoilette nicht ekeln? Eine Grundschule in Köln hatte eigentlich eine gute Lösung gefunden. Bis im Netz ein Shitstorm über sie hereinbrach.

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elikey01 26.09.2016, 19:58
140. Meinungsvielfalt

Zitat von der_unbekannte
Ich finde eine freiwillige Spende für eine bessere Hygiene auf jeden Fall sinnvoll und ich kann die Eltern nicht verstehen, die sich hier wieder aufgeregt haben und das dazu noch völlig missverstanden haben. Wollen die etwa nicht dass ihre Kinder auf saubere Toiletten gehen? Aber hauptsache das neue iPhone für 800€ kaufen, klar ne. Und dass die Kommunen klamm sind, dass weiß doch mittlerweile jeder, daher gibt es auch fast an jeder Schule einen Förderverein, die sich für "ihre" Schule engagieren und das ehrenamtlich. Es ist immer ein Nehmen und Geben, aber heute will jeder alles zum Nulltarif und nichts mehr leisten, es herrscht der Egoismus.
@der_unbekannte, 6.
Die Frage, ob sinnvoll, kann nur beantwortet werden, wenn auch das Ergebnis "entsprechend" ist. D.h. eine ständige Aufsichtsperson während der Unterrichtszeiten gewährleistet, dass sich die Toi-Besucher und -Besucherinnen auch anständig aufführen bei der Nutzung, wie man das i.d.R. zu Hause auch macht.
Ansonsten ist Ihre Auffassung "eine Seite der Medaille". Die andere ist eine solche, dass viele Kids (aber auch Erwachsene) sich insb. unbeaufsichtigt in dgl. Einrichtungen wie Dreckbacken benehmen: Sie versauen die Einrichtungen sogar regelrecht bewusst - es sind ja nicht ihre. Dem kann nur Aufsicht entgegenwirken, die unverzüglich solchen "ungepflegten", teil vandalisierenden Umgang anprangern.
Dass für eine Aufsichtsperson die Eltern extra zahlen sollen, scheint - mir zumind. - vom Prinzip her schon ärgerlich, während der Betrag von jedem aufbringbar sein müsste und sich dann auch einige nicht davor drücken dürfen.

Nicht nur die Kommunen sind klamm ...
Sie bzw. die Städte "bitten" die Bürger zunehmend verstärkt zur Kasse, z.B. durch drastische Erhöhungen der Grundsteuer B; Anlieger (Immobilienbesitzer) für Straßenbauarbeiten etc.
Das System krankt, u.a. weil man es ermöglicht, dass sich Großverdiener ihrer Steuerpflicht - gemessen am gläsernen Durchschnitts-Arbeitsnehmer-/Steuerzahler - sehr leicht entziehen können, u.a. z.B. auch deutsche Sportler mit Wohnsitznahme außerhalb DEUs usw.
Das macht Elternaufgeregtheit m.M.n. nachvollziehbarer.

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TaramTaram 26.09.2016, 20:10
141.

Zitat von purple
Ich halte es für eine Amtspflichtverletzung der jeweiligen Direktoren, wenn die Toiletten nicht regelmäßig gesäubert werden. Hier von den Schülern faktisch eine Toilettenbenutzungsgebühr zu verlangen schlägt dem Fass den Boden aus. In einer vernünftigen Haushaltsplanung einer Schule ist die Gebäudereinigung zu berücksichtigen und zwar in einer Weise, daß die hygienischen Verhältnisse gewahrt sind - und das heißt bei Toiletten nun mal mindestens tägliche Reinigung.
nochmal langsam: es ist keine Gebühr und verlangen möchte die auch niemand
Eine freillige Abgabe von 3 Cent pro Tag - das schlägt dem Fass den Boden aus. Gsd haben Sie keine grösseren Probleme - noch besser wäre es, wenn Sie realisieren würden, wie gut es Ihnen geht, auch ohne Fassboden.

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phoenix68 26.09.2016, 20:19
142. Hmmm

in meiner Volksschulzeit haben wir am Ende des Schultages die Stuehle auf den Tisch getan und im Turnus waren zwei verantwortlich die Tafel zu putzen und zwei waren verantwortlich den Boden zu fegen. Es mussten ferner immer zwei nachsitzen, die waren dann drann mit Toiletten putzen.
Komisch, unsere Toiletten waren nie versifft. Es lag auch nie irgendwelcher Abfall herum. Selber sauber machen wirkt Wunder

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darkesthour 26.09.2016, 21:18
143. Super Luxusprobleme,

Toiletten waren schon immer der Ort, wo sich Schüler austoben, weil unbeaufsichtigt. Viele schreien nach der Verantwortung der Schule, das aber Erziehung und benehmen auch zu Hause stattfinden müssen, vergessen viele Eltern. Da muss man eben auch mal dem Lars-Malte oder der Cheyenne-Sidney sagen können, das es so nicht geht und zur Not auch mal putzen lassen. Aber geht ja nicht, weil mein Kind tut sowas nicht, Schuld sind immer die Anderen.

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rki 26.09.2016, 21:42
144. @purple & Co.

Ich habe beruflich sehr viel in Schulen zu tun. Boarisch : "da graust's der Sau".
Sauberkeit in Toiletten ist Sache der Benutzer und deren Erziehungsberechtigten - und nicht der Schule.
Oder haben Sie erst in der Schule geradeaus Pinkeln gelernt ?
Reinigungskosten trägt der Sachaufwandsträger, also die Stadt oder Gemeinde = Steuerzahler.
Und damit diejenigen, die anständig erzogene Kinder und keine Pisser und Exkrementeschmierer in die Welt gesetzt haben und meinen, ihr Erziehungsversagen an Lehrer oder Direktoren delegieren zu müssen.

Für's neue Mobiltelefon reicht's Elterngeld scheinbar immer - für saubere Klos wohl nicht.

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FrankDr 26.09.2016, 22:20
145.

Zitat von phoenix68
in meiner Volksschulzeit haben wir am Ende des Schultages die Stuehle auf den Tisch getan und im Turnus waren zwei verantwortlich die Tafel zu putzen und zwei waren verantwortlich den Boden zu fegen. Es mussten ferner immer zwei nachsitzen, die waren dann drann mit Toiletten putzen. Komisch, unsere Toiletten waren nie versifft. Es lag auch nie irgendwelcher Abfall herum. Selber sauber machen wirkt Wunder
Sie leben eben in einer anderen welt. Wegen sowas würden heute Lehrer vor dem Gericht stehen... klagende Eltern sind ALLTAG

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mairae 26.09.2016, 22:22
146. Problem sind die SchülerInnen

Gerade in der Schule können sich SchülerInnen auf der Toilette nicht benehmen. Da wird EXTRA danebengepinkelt, Toiletten verstopft, Wände beschmiert (nicht nur mit Edding, sondern auch mit Fäkalien) etc. Die Eltern haben sich das also selbst eingebrockt! Das schlimme ist ja, dasss Verschmutzungen extra gemacht werden, weil es ja Reinigungskräfte - "Putzfrauen" - gibt, die in den Augen der SchülerInnen fürs Hinterherräumen zuständig sind. Diese Reinigungskräfte gelten als unterste Berufsgruppe, auf die selbst der/die Leistungsschwächste SchülerIn herabblicken kann.

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paulaschwarz 27.09.2016, 08:00
147. Für die Instandhaltung

und/oder der Wiederherstellung auf ein zufriedenstellendes Maass der Bildungseinrichtungen fehlem dem Staat ca 20 Milliarden Euro.
Dazu auch der Wille dieses Problem mit Priorität 1 anzugehen.
Kommentar #23 beschreibt es sehr trefflich.
Gerade wurde von Freunden der Sprössling eingeschult - und da konnten sich die Begleiter und Besucher ein eigenes Bild in der Schule (dem Schulklo) verschaffen - ekelig.
Aber im Zuge der weltweiten Globalisierung müssen halt andere Prioritäten gesetzt werden- Anpassung der Standards lernen jetzt schon unsere Kleinen (Ironie aus).

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Kerze der Freiheit 27.09.2016, 08:18
148.

Die Schulklos könnten ruhig von den Direktoren der Schulen geputzt werden. Bei einem A16-Gehalt ist etwas Einsatz ruhig zu verlangen.

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black-mamba 27.09.2016, 09:18
149. Pflichten der Schulleitung

Es gehört zu den Pflichten der Schulleitung, für hygienisch einwandfreie Zustände auch (!) in den sanitären Anlagen zu sorgen. Hierfür werden den Schulen vom Staat Mittel zur Verfügung gestellt. Wenn diese Mittel nicht ausreichen, dann haben die Schulen hier eine Erhöhung der Mittel vom Staat zu fordern. Die Eltern mit den Worten: "Wenn Sie wollen dass ihr Kind auf eine saubere Toilette gehen kann, zahlen Sie dafür", erpressen zu wollen, dass diese eine "Spende" leisten, ist eine Unverschämtheit sondergleichen. Ich als Elternteil würde a) nicht zahlen und b) die Toilette unregelmäßig kontrollieren und dann ggf. das Gesundheitsamt informieren, wenn die Hygiene nicht in Ordnung ist. Die Schulen würden so ganz schnell an ihre Fürsorgepflicht (!) erinnert werden - ohne eine Gebühr dafür zu fordern. Auch Schulleiter (m/w) sind sicherlich lernfähig ;-)

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