Forum: Leben und Lernen
Grundschulen: Bund unterstützt Ganztagsbetreuung mit zwei Milliarden Euro
Roland Weihrauch/ DPA

Fünf Jahre bleiben Union und SPD, um ihr Versprechen einzulösen: den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler. Den ersten Schritt hat das Kabinett jetzt gemacht, Kritiker befürchten aber: Es reicht nicht.

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sabinaz 13.11.2019, 16:15
1. Bitte ja. Endlich.

Diese Initiative ist schon bezüglich Chancengleichheit und Zukunftsfähigkeit gerade bei der Masse an Zuwanderern so extrem wichtig, dass man sich an den Kopf fasst: warum sind die Bedingungen denn nicht schon längst geschaffen? Es bringt natürlich nichts, wenn der Bund eine zu kleine Summe x in den Raum stellt, die dann, weil sie zu klein ist, nicht abgerufen wird. Lehrer müssen her, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Sportmöglichkeiten, bessere Räumlichkeiten - packen wir’s an!

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dolledern 13.11.2019, 16:40
2. Und als nächstes Bitte endlich eine Ferien-Lösung

in Hamburg gibt es das ja schon, aber es vieler Orts immer noch glücksache oder der guten Vernetzung der Mutter geschuldet, das man irgendwie die Kinderferien überbrücken kann. Selbst wenn beide Eltern alle Urlaubstage nehmen, bleibt noch ein Rest. Sommerferien = 42 Tage, plus Frühjahrsferien und Herbstferien. Weihnachten.
besonders für Alleinerziehende eine Zumutung, und ein Grund keine Arbeit zu finden

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scgtef 13.11.2019, 16:44
3. Gut angelegtes Geld!

Es kommt vor allem den Kindern aus benachteiligten oder ungebildeten Familien zugute, denn eine Ganztagsbetreuung verbessert die Chancengleichheit ganz enorm. Außerdem kommt es den Müttern zugute, die endlich ein gutes Einkommen und damit eine gute eigene Rente erwirtschaften können. Es kostet viel Geld. Daran wird endlich ersichtlich, was die Mütter jahrzehntelang umsonst erledigt haben, auf Einkommen und Rente mussten sie dadurch größtenteils verzichten. Eine riesige Ungerechtigkeit, die endlich beseitigt wird.

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Fuxx2000 13.11.2019, 16:46
4. Rechtsanspruch?

Was bringt ein Rechtsanspruch, der nicht erfüllt wird? Es gibt einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz mit drei Jahren: aktuell vielerorts nicht erfüllbar (und den gibt es schon Jahrzehnte). Dazu der Rechtsanspruch auf einen Grippenplatz ab einem Jahr: genausowenig erfüllbar.
Jetzt kommt ein Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung in der GS: was wird wohl passieren...
Meine Frau ist Lehrerin an einer Mittelstufenschule. Die nehmen jetzt an einem tollen Programm zum Ganztag teil. Für ca. 50.000 EUR im JAHR soll da eine Betreuung organisiert werden an einer Schule mit 1000 Schülern. Viel Spaß...

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berthold.moeller 13.11.2019, 17:02
5. Machen!

Bei der Gelegenheit sollte man speziell in Westdeutschland den ein- oder anderen älteren Beamten im ländlichen Raum (in dessen Verantwortungsbereich Schulen und KiGa's betrieben werden), verdeutlichen wie hilfreich und wichtig eine Ganztagsbetreuung für Familien ist. Dass ist einer der Punkte wo wir im Westen von der DDR was hätten lernen können.

Es gibt Kommunen wo es weniger am Geld, sondern vielmehr an der klaren Bereitschaft der politischen Einrichtungen fehlt, das auch wirklich umzusetzen und im Zweifelsfall alternative Lösungen zuzulassen.

Was einige wenige Dickschädel an formalen Verhinderungsgründen der Art "versicherungstechnische Probleme", "andere Zuständigkeit", "haben wir noch nie gemacht", etc. erfinden ist genau dass, was in Deutschland rechtsextreme erstarken und Normalsterbliche verzweifeln lässt.

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horst1109 13.11.2019, 17:06
6. Wer es braucht, ...

der soll es bekommen. Es muss nur gewährleistet werden, dass nicht alle Kinder zwangsweise in die Nachmittagsverwahrung müssen. Es gibt auch Familien, die freuen sich, dass ihre Kinder am Nachmittag zu Hause sind. Zudem können manche Eltern ihren Kindern ja auch helfen, da sie selbst studiert haben und unterstützen ihre Kinder mit gezielten Hilfen. Betreuung in der Schule bedeutet in vielen Fällen doch nur Einheitsessen und Aufsicht durch eine schlecht bezahlte Hilfskraft. Viel dringender müsste der Unterricht verändert und die Lernbedingungen sowie die Ausstattung verbessert werden.

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fuchsi 13.11.2019, 17:26
7. Zukunftsmusik

Kein Kind, das heute eine (vierjährige) Grundschule besucht, wird diesen Rechtsanspruch umsetzen können, weil die alle bis 2025 schon auf anderen Schulen sind. Das ist ein Programm für heutige und zukünftige Babys, aber immerhin etwas.

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lupo44 13.11.2019, 17:30
8. Tolle Entscheidung für unsere Kinder und deren Familien....

aber die Frage sei gestattet,woher nehmen wir das geschulte Personal? Hatten wir in der ehemaligen DDR auch.Kinder stehen im Mittelpunkt unseres Leben.Sie setzen das fort was wir begonnen haben.
Hier sollte man die großen Betriebe mit einbeziehen wo auch die Eltern arbeiten.Hier wird der Plural benutzt das gilt immer für die Elternteile deren Kinder zur Schule gehen.Eine Erfahrung sollte man aber unbedingt gleich beachten-was passiert mit den Kindern deren Eltern nicht arbeiten gehen oder Heimarbeit verrichten?Eine wichtige Feststellung die unbedingt bei einer Gesetzeslage beachtet werden muß.Daraus resultiert auch gleich die nächste Frage was macht der Gesetzeshüter mit den Elternhäusern und ihren Kindern wo pertu keine Verbindung bestehtoder von den Eltern keine Verbindung hergestellt werden soll? Alles Fragen die im Interesse unserer Kinder gestellt werden müssen und sehr viel Geld kosten wenn sie ausgenutzt werden solten von einen Teil der Eltern die sich nicht beteiligen wollen aber kassieren wollen?

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aggro_aggro 13.11.2019, 17:36
9. Verrückt

Ich bin in Ostdeutschland aufgewachsen und habe tatsächlich einen Kulturschock erlebt, als mir bewusst wurde, dass hier im Westen "die Grundschüler mit leerem Magen und dem Rucksack voller Hausaufgaben um 12 zu Hause vor der Tür stehen".
Absurd, dass Mütter nicht Mal halbtags arbeiten können bis alle Kinder aus der Grundschule raus sind. Zehn bis Zwanzig Jahre im Arbeitsleben einer Frau, die bei Rente und "Gender Pay Gap" fehlen. Und dann wird diskutiert wieso Frauen 12 Monate Elternzeit nehmen und Männer nur zwei. Für die ungleichen Verdienstentwicklungen ist die Kindergarten- und Schulzeit viel entscheidender.
Und wie machen das eigentlich Alleinerziehende?

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