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Gymnasium in Bremen: Schulleiterin verklagt Senat wegen Inklusion
DPA

Der Protest gegen die Inklusion erreicht einen neuen Höhepunkt: In Bremen zieht die Leiterin eines Gymnasiums vor Gericht, weil sie keine behinderten Kinder an ihrer Schule will.

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rstof 12.04.2018, 07:25
80. inklusion ist nur eine politischer Modetrend

jeder von denen will mitmachen aber bezahlen will er nicht.
Man hat dabei nur die Einsparungen bei den teuren Förderschulen im Sinn. Müssten die Inklusionsklassen grundsätzlich mit 2 Lehrern ausgestattet werden, wäre das Spiel schon vorbei.
Hier wir eine reine Augenwischerei betrieben. Die Schulleiterin hat meiner Meinung nach völlig recht.
Das hat nichts mit Benachteiligung der gehandicapten zu tun. Die Arbeit wird auf ungeschulte Lehrer abgedrückt, die damit dann vollständig überfordert sind, dass kann und darf nicht im Sinne des Erfinders sein

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a.pal 12.04.2018, 07:30
81. absolute Zustimmung

In der Klasse meiner Tochter, 8. eines Gymnasiums in NRW, mit 31 Schülern sitzen gleich zwei Mitschüler mit Asperger Syndrom. Die beiden Klassenlehrerinnen der ersten 3 Jahre sind derart überfordert gewesen, dass sie die beiden einfach bei ihren Mitschülern „geparkt“ haben. D.h. je zwei Schüler, vornehmlich Mädchen, durften sich während eines gesamten Halbjahres um einen von beiden kümmern. Auch meine Tochter hatte das Vergnügen. Das strengt die Kinder sehr an, beide Seiten, mit dem Ergebnis, dass zum einen ein Leistungsabfall zu bemerken gewesen ist, zum anderen die Betroffenen voneinander nichts mehr wissen wollen. Das ist NICHT Inklusion.
Niemandem ist damit geholfen. Kürzlich sprach ich mit der Mutter eines der beiden Asperger-Kinder, die mir von ihrer Hoffnung erzählte, einen Schulbegleiter für ihren Sohn gestellt zu bekommen. Was bedeuten wird, dass die Lehrer in dieser Klasse außer 31 pubertierenden Kindern auch noch eine weitere fremde Person zu bewältigen haben werden. Und die Kinder natürlich auch.
Ja, ich kann die Eltern in ihrem Wunsch und Bestreben verstehen, auch ihr Kind solle einen guten Schulabschluss erlangen. Ich kann aber leider kein Verständnis dafür aufbringen, dass dies zu Lasten vieler nicht in ihrer Entwicklung gestörter Kinder geschieht.
Ich habe auch Verständnis für die Lehrer, aber wenn sie solche Situationen nicht bewältigen können, dürfen sie solche Aufgaben nicht auf die Schüler übertragen.
Es müssen Alternativen geschaffen werden, jetzt, bevor es zu spät ist.

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Martuk 12.04.2018, 07:38
82. Es ist ja so schon nicht Jeder fürs Gymnasium geeignet

Kinder sollten nach ihrer Leistungsfähigkeit in die Schulen eingeteilt werden. Es mag ja geistige Behinderungen geben bei denen die Leistungsfähigkeit trotzdem gegeben ist, dann spricht auch nichts gegen ein Gymnasium, solange die Lehrer wissen wie sie das Kind fördern können.

Aber nur um dort zu sitzen und nichts zu verstehen braucht auch kein geistig behindertes Kind im Gymnasium seine Zeit absitzen. Denn das bringt doch nichts.

Ansonsten doch bitte gerne Quoten nicht nur für Schulen, sondern auch für alle Berufsstände incl. Chefetagen und Politik. Wird ja dann dort sicher auch genauso "sinnvoll" sein.

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fatherted98 12.04.2018, 07:39
83. In einer perfekten Welt...

...wäre diese Idee wirklich gut. Mit genug Lehrkräften und Betreuungspersonal. Ein Bekannter mit einem körperbehinderten Kind hat das ausprobiert....2 Jahre lang Regelschule mit Inklusion....der Junge wurde gar nicht so von den Mitschülern gemobbt...sondern eher von den Lehrern hart angegangen. Ergebnis: Extreme Schulangst. Einnässen weil keiner (oder nur äußerst Widerwillig) mit ihm auf die Toilette ging. Jetzt ist er in einer der noch wenigen verbliebenen "Sonderschulen" die ihn pädagogisch und Personell gut betreuen....und endlich glücklich. Das er behindert ist weiß der Junge und muss damit Leben...ihn mit Gewalt in die Welt der Nicht-Behinderten hineinzupressen hat ihm nur Leid und Elend gebracht.
Inklusion muss dringend überdacht werden.

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aberratio_ictus 12.04.2018, 07:45
84. Wer gegen die Inklusion ist,

sollte seinen DeLorean bereit halten, um zurück in das kleingeistige Jahrhundert zu kommen, aus dem er kommt und in das er hingehört! Und diese Kleingeister jubeln hier auch noch, ob des angeblichen Mutes der angeblich politisch unkorrekten Schulleiterin, die sich nur auf dem Schlips getreten fühlt, weil man ihre Möchtegerneliteschule "demontiert".

Und mal für die, die das hier immer noch nicht kapiert haben. Es geht um Kinder, die hochbegabt sind, aber als Autisten als "gestört" gebrandmarkt werden. In fortschrittlicheren Gesellschaften, gilt Autismus nicht mehr unbedingt als Störung, sondern als zurecht als Upgrade. Vielleicht ist es ja das. Die Angst vor den begabteren Anderen!

Gute Reise ins 20. Jht und bleibt bitte dort!

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J. Hotzenplotz 12.04.2018, 07:52
85. Inklusion für alle!

Zitat von Sixpack, Joe
Nicht nur in Skandinavien klappt es mit der Inklusion, auch in Italien zum Beispiel. Nur in Deutschland werden die Leute immer noch ein Stempel auf den Stirn gedruckt. Und was das Nivo vom Gymnasium angeht: die Mehrheit der Studenten an den meisten deutschen Unis hätte niemals das Gymnasium schaffen dürfen.
Das ist schon lange Programm in HB...warum ist denn das Niveau auf den Bremer Gymnasien so schlecht? Warum muß ein HB-Schüler bei Umzug nach M eine Klasse tiefer einsteigen??? Alles Erfolg der ganz großen Inklusion: alle müssen Abi machen, alle sollen die gleichen Chancen haben...Sozialismus pur...komischerweise gibt es da denn noch diese Privatschule in HB-Oberneuland, da finden sich auch viele Kinder Bremer SPD- und Grünen-Politiker...seltsam nicht wahr?

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mwhFR 12.04.2018, 07:55
86.

Der größte Unsinn bei der "Inklusion" ist die Gleichbehandlung von körperlichen und geistigen Behinderungen.
Es gibt keinen pädagogischen Grund, warum zB ein Rollstuhlfahrer nicht am normalen Unterricht teilnehmen könnte (wohl aber evtl. organisatorische).
Ganz anders sieht es bei geistigen Behinderungen aus...

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stern2011 12.04.2018, 07:57
87. Was denn nun?

Mal eine Frage: Wenn Kinder mit geistigen Einschränkungen kognitiv nicht in der Lage sind, das Gymnasium zu besuchen, dann gehen die anderen Schulformen ja eigentlich auch nicht??!!?? Oder!!??!!
Bei aller berechtigter Kritik an der Inklusion und sicherlich auch der lächerlichen und leider ahnungslosen Haltung der Bildungspolitik und teilweise auch der Bildungsverwaltung: AN welchem Lernort wären denn diese Kindern dann am besten aufgehoben? Wenn sie schon keine Abschlüsse machen können?
Das Herausdiskutieren einer Schulform aus einem gesamtgesellschaftlichen Auftrag, der derzeit zwar nicht leistbar ist, aber für die Zukunft heute schon angegangen werden muss, ist sicherlich nur für Philologen nachvollziehbar - für niemand anderen sonst.

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Hans Hugo Krause 12.04.2018, 08:00
88. Langsam gewinnt man den Eindruck,

dass bereits normalbegabte Schüler nicht mehr ihren Fähigkeiten entsprechend beschult werden (sollen) und damit diskriminiert werden, weil sie zwangsweise hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben müssen und sich nicht entfalten können. Von Hochbegabten mal ganz zu schweigen. Offensichtlich fehlt den Entscheidungsträgern die praktische Vororterfahrung in den Schulen oder blenden diese aus ideologischen Gründen aus. Für ein Land, dessen größter Schatz die Begabung und die Intelligenz seiner Kinder ist, eine fatale Entwicklung. Mich erinnert das zudem an meine Studienzeit in den frühen achtziger Jahre, als man besser kein Bremer Examen gehabt haben sollte. Offensichtlich sind die seinerzeitigen Leistungsverweigerer nun im Apparat untergekommen und der Wahnsinn bricht sich planvoll Bahn.

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tijo 12.04.2018, 08:07
89. Inklusion auf Kosten der anderen...

Ich bin gesetzlich 100 % schwerbehindert - taubblind. Ob Sie das nun als körperliche Behinderung oder Wahr`ehmungsbehinderung werten, sei Ihnen überlassen. Kognitiv bin ich "in Ordnung" und mache momentan mein Abitur - ob die Schulleiterin mich inklusiv beschulen würde, werde ich versuchen herauszufinden. Fakt bleibt aber: Auch in meinem Fall waren Eltern - gerade schlechterer Schüler - besorgt, dass ich bevorzugt würde. Nope, liebe Leut, eure Kinder sind einfach intellektuell nicht auf meinem Niveau. Dafür kann ich nichts. Ich hab mir meinen IQ nicht ausgesucht. Ich warne daher vor pauschalisiertem "Inklusion schadet den 'normalen' kids." Übrigens: Es stimmt, dass die Inklusion mehr Geld und spezialisierte Lehrkräfte braucht, um zu funktionieren. Sich aber auf seinen Förderschulen auszuruhen, ist auch keine gute Idee: Die sind auch ziem;ich teuer, und teils werden die Schüler dort nicht unterrichtet, sondern eher betreut. Da bleiben auch einige hinter ihrem Potenzial zurück.

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