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Gymnasium gegen Inklusion: Ungesundes Volksempfinden
DPA

Eine Bremer Schulleiterin klagt dagegen, dass ihr Gymnasium Kinder mit Handikaps unterrichten soll. Unterliegt sie, wäre das überfällige Ende der Schultrennung in Deutschland eingeläutet.

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pressionist reloaded 12.04.2018, 22:02
260. Inclusion ...

... ist das beste, was Kindern, also neuen Generationen passieren kann. Ich spreche da als Elternteil aus eigener Erfahrung. Auch an inclusiven Schulen gibt es ein klares Regular für Aufnahme und Ablehnung, um einen guten Unterricht zu gewährleisten. Ich kann nur hoffen, dass die Schulleiterin mit ihrer Klage endlich Klarheit schaffen wird. Ungewollt zum wohle der Gesellschaft.

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akao_88 12.04.2018, 22:04
261. Unsinnig

Sie schreiben in einer fetten Überschrift: "Die beste Förderung - für alle Kinder". Damit führen Sie ihr ganzes Kommemtar ab absurdum. Dieser Satz gilt nämlich auch für die "normalen" Schüler. Die haben ebenfalls die beste Förderung verdient mit einem normalen Unterricht. Und die geistig behinderten Kinder haben ebenfalls die beste Förderung verdient. Und das ist nicht das Gymnasium.

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leiderleider 12.04.2018, 22:04
262. der Autor ist konsequent

in seiner Logik hat der Autor ganz recht, im Mainstream der Bildungspolitiker ist es nicht mehr weit zum Menschenrecht auf Abitur. Und dann ist es nichts mehr wert (wie tendentiell schon heute) und das bekannte Schulsystem kann auch gleich abgeschafft werden. Das ist ja wohl sein Ziel, wer braucht denn auch Leistung? Leider wird der bei dier Haltung künftig unausweichliche wirtschaftliche Niedergang Deutschlands den Autor persönlich kaum mehr treffen.

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D. Brock 12.04.2018, 22:05
263. Wenn es ein Konzept gäbe, gäbe es auch ...

Zitat von emeralda
Schulleiter sind ja Teil dieses veralteten Schulsystems. Deshalb verstehen sie das Konzept Inklusion nicht, schon gar nicht im "Elitebereich Gymnasium", wo alles auf Leistung getrimmt ist. Wer es da nicht schafft, muss herabgestuft werden, so einfach wird es sich da gemacht. Die Pädagogik fängt erst in der Realschule an.
... etwas zu verstehen.
Das Einzige, was man hier verstehen kann, ist, dass der Staat für adäquate Bildung kein Geld ausgeben will. DESHALB und nicht etwas wegen der UN-Konvention, sollen behinderte Kinder in Regelschulen unterrichtet werden.

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zeisig 12.04.2018, 22:05
264. Absurde Diskussion.

Nicht jeder Schüler ist geeignet, eine Realschule oder ein Gymnasium zu besuchen. Da dürfen auch geistig behinderte Menschen keine Ausnahme bilden. Vor allem darf es nicht sein, daß Menschen mit geistigem Handicap die anderen Schüler behindern und an ihrem Fortkommen hindern.

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hansa_vor 12.04.2018, 22:06
265.

Zitat von jan_huus
Inklusion ist Menschenrecht, darüber brauchen wir doch nicht ernsthaft diskutieren, oder? Wie Inklusion menschenrechtskonform umgesetzt werden kann ist eine ganz anderer Frage.
Ich habe nichts anderes geschrieben, danke für die Bestätigung.

Die UN Konvention, auf die sie sich berufen, sagt aber mit KEINEM Wort etwas zu ihrer (und des Autors) Fehlinterpretation dass Deutschland nicht bereits bestens behinderten Menschen die maximal förderliche Bildung hat zukommen lassen.

Auch wenn sie sich winden, sie haben schlicht Unrecht und peinlicherweise verbreiten sie dies öffentlich ohne zu zögern, schade.

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müllers 12.04.2018, 22:07
266. Schafft die Gymnasium ab

Dass Gymnasium nicht willen oder auch in der Lage sind, die berechtigte Forderung nach dem Recht auf Bildung für jedes Kind zu erfüllen, zeigt, dass die Schulform des 19. Jahrhunderts in der modernen Bildungslandschaft nichts mehr verloren hat. Das Gymnasium hat schon lange ausgedient. Höchste Zeit, dass dieser Dinosaurier endlich ausstirbt.

Kein anderes demokratisches Industrieland hat ein solches 3-Klassensystem.

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mzlfifi 12.04.2018, 22:07
267. „ normale „ Schulen oder ...

... ... ... «Förderschulen ? That’s the question ! Als ehemaliger Studienrat in Frankreich -noch vor 4 Jahren- habe ich in den 90er Jahren, in einer Klasse von ca « nur « 25 Schülern zu unterrichten, aber mit einer Gymnasiastin, die in einem Rollstuhl saß... es war mir wie mulmig, denn mir fehlte irgendwelche Ausbildung in diesem Fall.
Ich kenne heute eine Französisch , Latein-u. Griechische Oberstudienräten, die so viel Erfolg mit ihren Collegeschülern in ihrem Fach hat , dass die Colleverwaltung es so meint, dass sie es schaffen wird, wenn sie 5 Behinderte in ihrer Klasse auch gut unterrichten wird ! ! !
Das ist keine rechtmäßig e Entscheidung, für die arme Pädagogin und natürlich auch für due Behinderten.
Das Problem liegt eher in dieser Diskrepanz zwischen de Parolen und Versprechungen der Politiker undder einfachen Wirkichkeit : es fehlt sowohl an Geld wie an pädagogischer Ausbildung und natürlich an Fachkräften !

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ArnoNym 12.04.2018, 22:10
268. Eine noch dickere Keule haben Sie nicht gefunden?

Zitat von müllers
Die zustimmenden Staaten, also auch die BRD, haben sich verpflichtet, sicherzustellen, dass: a) Menschen mit Behinderung nicht aufgrund von Behinderungen vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden und dass Kinder mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden. b) Menschen mit Behinderung gleichberechtigt mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben, Zugang zu einem integrativen [inklusiven], hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen haben. Also bitte erst Mal selber Hausaufgaben machen, bevor man sich anmaßt, Schulnoten zu verteilen. Da wird es doch schnell etwas lächerlich.
Steht da irgendwas davon, daß geistig behinderte Schüler das Recht haben, an einem Gymnasium unterrichtet zu werden und dabei alle Mitschüler zu beeinträchtigen?

Wollen Sie allen Ernstes geistig behinderte Schüler auf ein Gymnasium schicken, gleichzeitig aber im Vergleich intelligentere Schüler nur für die Realschule oder gar nur Hauptschule zuzulassen? Ich muß Sie enttäuschen, denn das deckt besagte Menschenrechtskonvention nämlich gerade nicht ab.

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D. Brock 12.04.2018, 22:13
269. Der Artikel strotzt nur so vor ...

... billiger Polemik und zwar von Seiten des Autors sowie der politisch Verantwortlichen.
Die UN-Konvention? Gibt's noch eine größere Keule? Geht's auch kleiner?
Mit solchen dümmlichen Beiträgen wird man der Sache nicht gerecht! Hier reden Leute, die von Unterricht offensichtlich überhaupt keine Ahnung haben. Interessanterweise findet man die besten Lehrer immer unter denjenigen, die als Schüler das letzte Mal eine Schule von innen gesehen haben. Das ist SEHR interessant, denn offensichtlich haben sie ihren Beruf verfehlt!
Nein, Tatsache ist, dass mit den durch Lehrpläne und Curricula eng geschnürten inhaltlichen und methodischen Vorgaben immer weniger Spezifizierung im Unterricht möglich ist. Sich dann hinzustellen und zu sagen: Mach doch, wozu bist Du Pädagoge? ist bereits dummdreist genug, schafft man doch gleichzeitig nicht die Möglichkeit KLEINE Lerngruppen zu bilden, in denen ein individualisierter Unterricht auch bei den engen Vorgaben zumindest wahrscheinlicher wird. Nein, auch andere benötigte Mittel, meist finanzieller Art fließen schlicht und ergreifend nicht.
Die Dummen sind die Pädagogen und die Schülerinnen und Schüler und hier spreche ich von ALLEN Schülerinnen und Schülern, die mit Behinderung bzw. Verhaltensoriginelle - wie es im Artikel so schön euphemistisch heißt (mein Textverarbeitungsprogramm streicht mir diesen Begriff als unbekannt an (!)- und die ohne!
Selber Schuld, wer sich durch Verhaltensoriginelle stören lässt? Hat Unterricht mit Konzentration zu tun? Wenn der Verhaltensoriginelle jedoch durch eine Fliege an der Wand gestört wird, werden alle Maßnahmen getroffen um dies zu vermeiden? Interessante Wahrnehmung von Gleichheit!
Ein Pädagoge muss davon ausgehen können, dass die ihm anvertrauten Lernwilligen in einer Schulform zumindest eine ähnliche Auffassungsgabe besitzen (in jeder realen Lerngruppe mit Nicht-Behinderten ist die Divergenz groß genug). Behinderungen, welche die Lernfähigkeit (und dazu gehört auch die Lerngeschwindigkeit) beeinträchtigen, fallen in der Tat aus dem Rahmen. Autismus verlangt zum Beispiel sehr häufig (hängt von der Ausprägung ab) stets gleiche Abläufe, alles, was anders ist, stört. Bereits dieser Punkt schränkt pädagogische Handlungsfreiheit drastisch(st) ein, wenn es gerade darum geht Unterrichtsmethoden um des besseren Lernerfolgs der meisten Willen zu variieren.
Allein dieses Beispiel zeigt, dass die benötigten Bedingungen häufig gegenläufig sind, so dass die so schön süffisant geforderte Individualisierung des Unterricht auf einen benötigten Einzelunterricht (!) hinausläuft, der selbstverständlich nicht geleistet werden kann und - geht's nach den lieben Politikern - auch gar nicht gewollt ist, da offiziell so getan werden soll, als gebe es die Behinderung überhaupt nicht. "Die macht ja nichts."
Individuelle Förderung hat jedoch nichts mit Gleichmacherei und mit vordergründiger "Chancengleichheit" zu tun. Vielmehr ist hier die POLITIK (! Ich gebe hier den schwarzen Peter zurück) aufgefordert, jedem Schüler, jeder Schülerin die bestmögliche Schulform anbieten zu können, die gewährleisten kann, dass angestrebte Bildungsabschlüsse erzielt werden können.

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