Forum: Leben und Lernen
Gymnasiumsstress - Diebstahl der Kindheit?

40-Stunden-Woche? Viele Gymnasiasten wären schon über 50 Stunden froh. Überstürzt und miserabel vorbereitet haben die meisten Bundesländer die Schulzeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre verkürzt. Stiehlt die Schule den Schülern die Kindheit?

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Klo 15.01.2008, 13:37
1.

Zitat von sysop
40-Stunden-Woche? Viele Gymnasiasten wären schon über 50 Stunden froh. Überstürzt und miserabel vorbereitet haben die meisten Bundesländer die Schulzeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre verkürzt. Stiehlt die Schule den Schülern die Kindheit?
Die überstürzte und unvorbereitete Einführung des G8 ohne Entrümpelung der Lehrpläne ist das größte Desaster der Nachkriegs-Bildungspolitik.

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PaulNeu 15.01.2008, 13:37
2.

Wieso schaffen es andere Länder, die Schüler mit 18 zur Hochschulreife zu bringen und nach weiteren 4 bis 5 Jahren zum Hochschulabschluss? Warum dauert die Ausbildung in D so unendlich lange?

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NilsBoedeker 15.01.2008, 13:40
3. Sparen Sparen Sparen

Hi
es muß halt gespart werden... idealerweise an Kindern und der Ausbildung... gestern, heute, morgen...

Das Abitur in 12 Jahre ist nix anderes...
Es ist naiv zu glaube das sich Sparmaßnahmen in dem Bereich nicht irgendwann übel rächen werden bzw. sieht man ja schon die "Erfolge" der Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre/Jahrzehnte

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qsecofr 15.01.2008, 13:43
4.

Ich denke den wird nichts gestohlen!
In Sachsen und Thüringen geht es doch auch! In der DDR hat es auch funktioniert, das man sein ABI nach 12 Jahren hatte.
Dieses jammern ist schon etwas ätzend.

Ronald
Leipzig

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Anima 15.01.2008, 13:44
5.

Ich kann dies nur bestätigen. Meine Tochter geht in die 6. Klasse Gymnasium. Seit dem sie auf dem Gymnasium ist, geht es ihr nicht besonders gut. Offensichtlich leidet sie unter dem Stress und ist öfters krank.

Dies ist meiner Meinung nach noch ein Meilenstein der Politiker in einem kinderfeindlichem Land. Anstatt sich wirklich ein Beispiel an den Lehrmethoden der PISA-Siege, z.B. Finnland, zu nehmen, wird geflickschustert was das Zeug hält. Leider bestätigt sich auch hier: es gibt in diesem Land keine Lobby für die Kinder.

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elvismaniac 15.01.2008, 13:44
6.

Zitat von sysop
40-Stunden-Woche? Viele Gymnasiasten wären schon über 50 Stunden froh. Überstürzt und miserabel vorbereitet haben die meisten Bundesländer die Schulzeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre verkürzt. Stiehlt die Schule den Schülern die Kindheit?
in sachsen ist schon seit dem ende der ddr eine zwölfjährliche schullaufbahn maßgebend. hier ist es relativ normal und unspektakulär, viel lernen zu müssen. meine prognose: man gewöhnt sich an alles. auch die "neuen" im topf!

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Mustermann 15.01.2008, 13:44
7. Mich wundert nichts

Zitat von sysop
40-Stunden-Woche? Viele Gymnasiasten wären schon über 50 Stunden froh. Überstürzt und miserabel vorbereitet haben die meisten Bundesländer die Schulzeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre verkürzt. Stiehlt die Schule den Schülern die Kindheit?
Wenn ich mir das Pensum meiner Nachhilfeschülerin (fleißig, aufmerksam, intelligent) ansehe, wenn ich mir die Anzahl der ausgefallen Unterichtsstunden (in den Fächern Mathematik, Chemie, Physik) ansehe und wenn ich mir den durchgeknallten Lehrplan für diese Fächer ansehe wundert mich nichts.

1. Schule wird verwaltet, nicht gestaltet
2. Kinder und ihre Eltern zählen nicht aber die Schulbehörden und Kultusbrürokraten die zählen
3. Die Losung ist: Masse statt Klasse.

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baudi82 15.01.2008, 13:45
8. Zwölf Jahre reichen aus

Wie lächerlich ist denn eigentlich diese Debatte? Ich gehöre selber zu den Schüler die als letztes die Möglichkeit hatten ihr Abitur in 12 Schuljahren abzulegen. Von wegen Diebstahl der Kindheit. Nebenher war ich noch im Landesschülerrat, spielte Tennis und Volleyball im Verein und hatte trotzdem meine Zeit für mich und meine Freunde. Warum musste man denn die Zeit für das Abitur auch auf 13 Jahre anheben um sie dann wieder auf 12 zu senken. Meine Eltern haben Ihr Abitur auch in 12 Jahren abgelegt und geschadet hat es auch keinem. Viele die Ihr Abitur nach mir in 13 Jahren abgelegt haben, beklagten sich auch oft darüber, dass die letzten Monate im 13. Schuljahr viel Leerlauf herrschte. Des Weiteren werden die Schüler beim erwerben ihrer Hochschulzugangsberechtigung gleich auf die Hochschule vorbereitet, denn dort wartet wirklich der Stress und wer hier je nach Studienfach über kein ordentliches Zeitmanagement verfügt ärgert sich spätestens jetzt, dass er nicht früher darauf vorbereitet wurde.

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SFC 15.01.2008, 13:52
9.

Ordentlich organisiert ist da sicher nichts Verwerfliches festzustellen. Zu viele Themengebiete werden einfach nur breitgetreten. Die Verkürzung war längst überfällig, nur mit der Umsetzung scheint es zu hapern.

Es stellt sich natürlich unweigerlich die Frage: Hapert es wirklich mit der Umsetzung, oder sind die Medien bei der oft kritisierten Thematik einer neutralen Berichterstattung nicht mehr fähig?

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