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Hamburger Expertenkommission: So geht besserer Mathe-Unterricht
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Hamburger Schüler haben Probleme mit dem Mathematikunterricht, Experten sollten Lösungen suchen. Ihre Vorschläge werden für Diskussionen sorgen.

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schamot 03.12.2018, 17:14
10. Bin beruflich involviert und folgende Punkte sind das Problem

- Eltern üben keinen sanften Druck aus auf "Prinz und Prinzessin". Das betrifft jedes Fach. Dies vermittelt Moral und Priorität. -Lehrplan ist oberflächig und Sinnfrei. Mathematik ist ein Werkzeugkasten. Beispiel: Beigebracht wird, das ist ein Sechskantschlüssel. Daß es verschiedene größen gibt entfällt und wofür man ihn benutzt kommt gar nict vor. Was interessiert dann den Schüler dieses Wissen, das ist ein Sechskantschlüssel. - Die meisten Lehrer sind Beamte und damit nicht Leistungsorientiert. Ob die hälfte durchfällt ist nicht von Interesse, das nächste Schuljahr kommt bestimmt. - Viele Lehrer besitzen selbst nur Halbwissen. Haben auf Prüfungen gelernt im Studium, weils sicherer ist in NatWiss. Fächern einen Job zu bekommen.

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diestimmevomdach 03.12.2018, 17:17
11.

Dieses ewige Sprechen über besseren Unterricht geht mir total auf den Keks. Ich unterrichte an einer Gesamtschule. Und wir bekommen es nicht hin, eine tägliche für alle Schüler verpflichtende Hausaufaufgabenstunde zu installieren. Die in der Woche aufgegebenen Hausaufgaben sollen in EINER einzigen Stunde zum Beispiel freitags erledigt werden. Das ist eine Stunde pro Woche! Klar, dass die Kinder nicht vom Fleck kommen. Wir geben ihnen ja gar nicht die Zeit, konzentriert und selbstständig zu arbeiten. Da müsste man ansetzen! Aber der gesunde Menschenverstand hat im deutschen Schulsystem schon lange nichts mehr zu melden. Traurig ist das!

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foxb3b3 03.12.2018, 17:17
12. kommt davon wenn man nur sprache macht

Komisch, ich hatte 5 Stunden Mathe bis zur 10ten. Auch zwei Klausuren Pro Halbjahr in der Oberstufe waren normal. Ist es das nicht mehr?
Aber inzwischen ist es ja leider extrem geworden. Hauptsache im ersten Schuljahr Englisch, ab dem dritten dann Französisch o.ä. und ab der siebten dann noch eine dritte Fremdsprache. Die Kinder können noch kein Deutsch schreiben, aber hauptsache Englisch schonmal.
Bei mir wars ja schon so, dass in der Mittelstufe so gut wie alles was Naturwissenschaften angeht, eingestampft wurde. Wir hatten dann ein Halbjahr 2 Stunden die Woche Bio und im nächsten Halbjahr dann 2 Stunden Physik. Die Alternative war, eine Stunde die Woche. Dabei sind Mathe, Physik, Chemie, Biologie, die Wichtigsten Fächer. Was bringts mir wenn ich in 5 Sprachen "Hallo" stammeln kann, aber keinen Schimmer habe, wie die Welt funktioniert. Kann man ja zur Zeit sehen. Alle möglichen Leute, die Null Ahnung von Chemie und Physik haben, fordern irgendwelche Schwachssinnigen Abschaffungen oder Grenzwerte oder sonstwas.

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klaxklix 03.12.2018, 17:26
13. für Lehrer Mehrarbeit

Die Mehrarbeit für Lehrer ist ein Schlüsselwort. Die Studierfähigkeit der Schüler in Mathematik ist seit Jahrzenhnten oft nicht gegeben. Das liegt zum großen Teil daran, dass das Verstädnis der Mathematik im Vordergrund stehen müsste. Im normalen Schulbetrieb reicht aber ein gezieltes Lernen auf die Arbeiten oder auch auf das Abitur, ohne das tiefere Verständnis zu erreichen, dass für die Anwendung der Mathematik nunmal notwendig ist. Das setzt aber im Matehmatikunterricht ein Umdenken voraus, das für die Mathelehrer einen erheblichen Mehraufwand bedeutet.
Letzlich ist Mathe einfach - auch wenn das die Mehrheit so nicht sieht. Die Aufgabe des Lehrers ist es, dem Schüler zu Zeigen, wie einfach es sein kann - aber da helfen einfach mehr Mathe-Stunden nicht.

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Statler-Waldorf 03.12.2018, 17:27
14.

Man muss einfach nur ein anderes Bewertungssystem einführen: richtig, falsch, divers.

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günter_stalinski 03.12.2018, 17:28
15. Vorurteile ...

bestätigen sich hiermit! - Um es gelinde auszudrücken:
Mädchen haben nicht so oft den Hang zu dem MINT-Fächern, stellen aber das Gros der Grundschullehrerinnen -
gerade in dieser Zeit werden aber wichtige Weichen gestellt.

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SOS-Klabautermann 03.12.2018, 17:30
16. Die Schüler werden zwar nicht blöder, aber

in der Hauptschule sind die früheren Sonderschüler (laut meinem Sohn der Lehrer ist auf Haupt/Realschule). In der Hauptschule muss man froh sein, wenn der TAG OHNE Haue zu Ende geht. In der Realschule sieht es nicht viel besser aus. Ca. 30% wollen was lernen, der Rest nimmt nur „teil“.
Alle Eltern denen ihre Kinder am Herzen liegen schicken ihre Kinder ab der 5. Klasse auf Schulen in privater Trägerschaft wo es bei uns im Rhein-Main Gebiet einige gibt. Da zahlt man gerne zwischen 50-300€ pro ykind und Schuljahr.

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foxpwn 03.12.2018, 17:32
17. Überschrift verfehlt?

Die Überschrift macht Hoffnung auf Hinweise wie guter Mathematikunterricht aussehen kann. Leider ist empfiehlt die Expertenkommission aber lediglich "mehr Mathe Unterricht". Sehr enttäuschend! Das es nicht mehr selbstverständlich ist, dass Unterrichtsfächer von gelerntem Personal durchgeführt werden ist ein Armutszeugnis...

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RalfHenrichs 03.12.2018, 17:32
18. Einfallslos

Dass mehr Mathestunden bei besseren Pädagogen zu einem besseren Ergebnis führen kann, hätte ich auch sagen können. Gab es für die Studie eigentlich Geld? Wenn nicht gleichzeitig gesagt wird, wo a) die Pädagogen herkommen und b) welche anderen Fächer auf die entsprechenden Stundenzahlen verzichten sollen, ist die Studie das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt worden ist.

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murun 03.12.2018, 17:35
19. Nicht übertreiben ...

Zitat von foxb3b3
Komisch, ich hatte 5 Stunden Mathe bis zur 10ten. Auch zwei Klausuren Pro Halbjahr in der Oberstufe waren normal. Ist es das nicht mehr? Aber inzwischen ist es ja leider extrem geworden. Hauptsache im ersten Schuljahr Englisch, ab dem dritten dann Französisch o.ä. und ab der siebten dann noch eine dritte Fremdsprache. Die Kinder können noch kein Deutsch schreiben, aber hauptsache Englisch schonmal. Bei mir wars ja schon so, dass in der Mittelstufe so gut wie alles was Naturwissenschaften angeht, eingestampft wurde. Wir hatten dann ein Halbjahr 2 Stunden die Woche Bio und im nächsten Halbjahr dann 2 Stunden Physik. Die Alternative war, eine Stunde die Woche. Dabei sind Mathe, Physik, Chemie, Biologie, die Wichtigsten Fächer. Was bringts mir wenn ich in 5 Sprachen "Hallo" stammeln kann, aber keinen Schimmer habe, wie die Welt funktioniert. Kann man ja zur Zeit sehen. Alle möglichen Leute, die Null Ahnung von Chemie und Physik haben, fordern irgendwelche Schwachssinnigen Abschaffungen oder Grenzwerte oder sonstwas.
Deutsch und Mathematik sind für mich die wichtigsten Fächer, nicht die anderen naturwssenschaftlichen Gebiete. Und was die Sprachen betrifft: Ich würde sonst etwas geben, wenn ich die Sprachfähigkeiten meiner beiden Töchter hätte (heutzutage geht es glücklicherweise nicht nur um stupides Vokabelpauken). Die beiden können englisch und französisch perfekt und spanisch sehr gut - und nicht nur "Hallo" sagen...

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