Forum: Leben und Lernen
Hamburger Schulreform - wer setzt sich durch?

Die grundlegende Roform des Hamburger Schulwesens droht zu scheitern. Die Gegner sammelten genügend Unterschriften, um einen Volksentscheid durchzusetzen. Nun will Versandhaus-Unternehmer Michael Otto vermitteln. Was denken Sie - ist eine Reform überfällig? Und wenn, wie sollte sie aussehen?

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Antonio Garcia 20.11.2009, 17:58
1.

Zitat von sysop
Die grundlegende Roform des Hamburger Schulwesens droht zu scheitern. Die Gegner sammelten genügend Unterschriften, um einen Volksentscheid durchzusetzen. Nun will Versandhaus-Unternehmer Michael Otto vermitteln. Was denken Sie - ist eine Reform überfällig? Und wenn, wie sollte sie aussehen?

Man kann nur hoffen dass Goetsch und Beus ordentlich eins vor den Bug bekommen. Galige Sozialpolitik auf Kosten der Kids ... die hamse wohl nicht mehr alle ...

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namlob 20.11.2009, 18:41
2.

Zitat von sysop
Die grundlegende Roform des Hamburger Schulwesens droht zu scheitern. Die Gegner sammelten genügend Unterschriften, um einen Volksentscheid durchzusetzen. Nun will Versandhaus-Unternehmer Michael Otto vermitteln. Was denken Sie - ist eine Reform überfällig? Und wenn, wie sollte sie aussehen?
Sicherlich ist eine Bildungsreform in Hamburg überfällig. Das Thema sollte aber in erster Linie die Verstärkung der Bildungsbemühungen im Kindergartensektor betreffen. Kostenfreier Kindergarten, Sprachförderung vorwiegend im Kindergarten. In der Schule vielleicht Verkleinerung der Klassenstärken und mehr Ganztagesschulen. Die Verlängerung der Grundschuldauer sollte erst zuletzt in Erwägung gezogen werden.

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arinari 20.11.2009, 18:51
3.

Zitat von sysop
Die grundlegende Roform des Hamburger Schulwesens droht zu scheitern. Die Gegner sammelten genügend Unterschriften, um einen Volksentscheid durchzusetzen. Nun will Versandhaus-Unternehmer Michael Otto vermitteln. Was denken Sie - ist eine Reform überfällig? Und wenn, wie sollte sie aussehen?
Diese sog. Reform will das Gymnasium zerschlagen.
Sie ist Wegbreiterin für das "längere Gemeinsame Lernen",
das Chncengleichheit vorgaukelt.
In Wahrheit isr es ein Etikettenschwindel.
Dennn gemeinsames Lernen hebt nicht die Unterschiede auf, sondern vernebelt sie.Das dreigliedrige Schulsystem befindet sich dann in einer Klasse. Man kannn das Lerniveau nicht dadurch heben, indem man alle zusammenpfercht und glaubt, durch individuelle Förderung eine homogene Leistungstärke erreichen zu können. Wie soll bei mind. 20 Schülern in der Klasse der Leistungstand gehoben werden, wenn einer in 2 Min alles versteht und der andere in 2 Std. noch nicht?
Wer tagtäglich vor Kindern steht und den Schulbetrieb kennt, weiß dass nur 1-2 Schüler eine ganze Klasse zerstören können. Nicht die guten heben die schlechten Scüler hoch, sondern die Schwachen senken das Niveau, da auf sie gewartet werden muß.Kein Mensch kommt auf die Idee eine Spitzenmannschaft mit einer unteren Klasse zusammmenzuwürfeln, damit alle ihre Leistungen verbessern!! Aber in der Schule soll das gelingen?
Wann begreifen die Theoretiker das endlich. Wenn diese Reform durchkommt, verblödet Deutscland und wir erhalten einen mittelmäßigen Einheitsbrei....

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discipulus 20.11.2009, 19:05
4.

Zitat von arinari
... Wie soll bei mind. 20 Schülern in der Klasse der Leistungstand gehoben werden, wenn einer in 2 Min alles versteht und der andere in 2 Std. noch nicht? ...
Woher haben Sie die Schülerzahl 20 pro Klasse? Ich halte dies für Resourcenverschwendung, berücksichtigt man die exorbitanten Personalkosten!

Obwohl mir Ihre Zeitangaben etwas übertrieben erscheinen, so gibt es dennoch eine Lösung: Die Lehrpläne müssen so angepasst werden, dass jeder Schüler die Aufgaben in zwei Minuten löst.

No child left behind,
Abitur für Alle!

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duschinabuschi 20.11.2009, 20:09
5.

Zitat von discipulus
Obwohl mir Ihre Zeitangaben etwas übertrieben erscheinen, so gibt es dennoch eine Lösung: Die Lehrpläne müssen so angepasst werden, dass Schüler die Aufgaben in zwei Minuten löst.
Hat er das nicht gerade gesagt?

Zitat von arinari
Nicht die guten heben die schlechten Scüler hoch, sondern die Schwachen senken das Niveau, da auf sie gewartet werden muß.
= Wenn die Aufgaben so sind, das jeder sie in zwei Minuten lösen kann, was werden die dann wohl für ein Niveau haben?

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bissig 20.11.2009, 20:15
6. Provinzposse

Das alles ist doch nichts weiter als eine Provinzposse. In 10 Jahren kräht kein Hahn mehr danach. Das Problem hier ist, dass sich keiner richtig damit beschäftigt, sondern nur darum fürchtet, dass die eigenen Kinder einen möglichen Wettbewerbsvorteil verlieren (in 2 Jahren mehr können Kinder aus nicht ganz so unterstützendem Elternhaus die verwöhnten Kiddies ja überholen und ihnen so einen Platz auf dem Gymnasium streitig machen) - wo sind die fundierten Untersuchungen, die die jeweiligen Standpunkte denn eigentlich stärken? Hier wird mit Ängsten manipuliert. Und wenn Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, dann ist doch irgendwo was faul.

Wenn man sich in Europa auf eine gemeinsame Linie im Studium einigt (Bachelor/Master), dann sollte doch endlich auch mal in Deutschland nicht mehr die Provinzkönige über Bildungspolitik entscheiden dürfen - gleiche Lehrpläne mit gleichen Schulsystemen und Masstäben für alle. Bereits vor 20 Jahren hat man gemerkt, ob jemand sein Abi in Bayern oder Hessen gemacht hat - ausbaden durften das dann aber die Studenten, denen Stoff fehlte, und teilweise auch daran scheiterten.

Gleiche Chancen für Alle - das sollte das Motto sein. Wenn die eigenen Kinder wirklich gut sind, dann schaffen die das auch so.

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Emtee 20.11.2009, 20:50
7. gehts auch ne Nummer kleiner?

Zitat: "Kein Mensch kommt auf die Idee eine Spitzenmannschaft mit einer unteren Klasse zusammmenzuwürfeln, damit alle ihre Leistungen verbessern!!"

Nee, im Spitzensport macht das ja auch keinen Sinn. Bildung ist aber kein Sport (oder sollte es zumindest nicht sein), in dem es Gewinner und Verlierer gibt. Hier sollte es doch so sein, dass alle mitgenommen werden und die Schwächeren von den Stärkeren profitieren. Derjenige, der in Mathe besonders gut ist, kann durchaus andere Fächer haben, in denen er wiederum von anderen Mitschülern lernt. Und sei es, dass er richtiges Sozialverhalten lernt.

Und noch am Rande: Wenn in Hamburg eine Reform durchkommt, warum sollte dann ganz Deutschland verblöden?

So, das war mein erster Beitrag - und sorry, wenn ich mit dem Zitieren noch nich besonders gut klarkomme.

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PeterShaw 20.11.2009, 20:57
8. Beißposse

Zitat von bissig
Gleiche Chancen für Alle - das sollte das Motto sein.
Es gibt weder Gleichheit noch Chancengleichheit. Wollen Sie Kleinstkinder in Einheitserziehungsheime stecken?
Soll doch Ihr Feindbild "verwöhnte Kiddies" abire.
Entscheidender ist doch, dass begabte Unterpriviligierte nicht auf einer staatlichen Verwahranstalt mit einem Stück Papier abgespeist werden, während Bildung privatisiert wird.
Alditour für alle!

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PeterShaw 20.11.2009, 21:12
9.

Zitat von Emtee
Derjenige, der in Mathe besonders gut ist, kann durchaus andere Fächer haben, in denen er wiederum von anderen Mitschülern lernt. Und sei es, dass er richtiges Sozialverhalten lernt.
Leistungsbereitschaft und -fähigkeit setzen sich auf ähnlichem Niveau in allen Fächern durch - meistens selbst im Sport. Sie schildern eine Ausnahme. Auch stelle ich fest, dass im Durchschnitt gute Schüler ein besseres Sozialverhalten zeigen.

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