Forum: Leben und Lernen
Hausarbeitenschreiben bei Nacht: Mach sie fertig!
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Sie wissen einfach nicht, wie sie anfangen sollen - und plötzlich ist es zu spät: Die "Lange Nacht der Hausarbeiten" hilft Studenten, ihre chronische Aufschieberitis zu bewältigen.

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polyrhythmik 07.03.2015, 15:42
10. Wissenschaftliches Arbeiten

Für Jura HA (und generell wissenschaftliche HA) wohl nicht zu empfehlen.
Zu dem Rest kann ich nichts sagen, jedoch ist es fraglich in übernächtigender Situation unter Zeitdruck wissenschaftlich arbeiten.
Folglich ist fraglich bei welchen Fächern das gehen soll.

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jantu 07.03.2015, 16:03
11. Nachtarbeit

Auf längere Sicht ist Nachtarbeit bei Hausarbeiten oder wissenschaftlichen Arbeiten kaum empfehlenswert. Es geht hier wohl mehr darum, eine Arbeits- und Schreibblockade zu durchbrechen und zu motivieren, durch den Event-Charakter, Austausch mit anderen in der gleichen Situation und Beratung.

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Karl Lauer 07.03.2015, 17:50
12.

Das ist eine Marketingaktion der Uni-Bibliothek(en). Die wollen Studis anlocken und vor allem auf die (immer noch sträflich unterbenutzten) elektronischen Fachressourcen hinweisen.

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Wolffpack 07.03.2015, 18:40
13.

Zitat von Harry143
"Studenten wollen anfangen, wissen aber nicht wie" Was für ein Unfug. Das ist reine Faulheit und sonst gar nichts. Ich spreche aus Erfahrung. Für ne mini Hausarbeit von 15 Seiten reicht es in Zeiten von google books und online katalogen mit e-books in den universitäten locker aus 24 Stunden vor Abgabe anzufangen. Bei größerem dann halt entsprechend 2 Tage bis zu ner Woche vorher für ne Abschlussarbeit. Es geht hier nicht um Doktorarbeiten, so ne normale Hausarbeit hat kaum echten Anspruch. Und weil die Studenten das wissen und faul sind schieben sie die Arbeiten halt immer weiter auf bis es nicht mehr geht.
Ich kann keine 15 Seiten schreiben in 24 Stunden. Zumindest keine, die echten Inhalt haben der dann nicht sehr nahe an einem Plagiat ist.
Mal abgesehen davon muss das ein Problem der Geisteswissenschaften sein, wenn die kaum echten Anspruch haben, auch wenn das etwas klischeehaft klingen mag. In anderen Fächern hat man ja üblicherweise Prüfungen und nicht Hausarbeiten...

@TS_Alien: Jaja, früher war alles besser.

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Zaunsfeld 07.03.2015, 19:02
14.

Zitat von Golengo
Eine Hausarbeit wird nicht aufgeschoben, denn wer so etwas einmal macht , macht es immer. In der Nacht Hausarbeiten zu machen, geht gar nicht. Ich würde mir auf meinen Kalender schreiben, jeden Tag eine Stunde um 14:00 Uhr. Aber doch nicht in der Nacht. In der Nacht, soll man sich ausruhen und schlafen, aber nicht Arbeiten oder Lernen.
Nicht so ganz richtig. Aufgrund des veränderten Hormonspiegels sind die meisten Menschen nachts kreativer als tagsüber, vor allem in der Phase der frühren Morgenstunden, wenn man die Nacht lang wach geblieben ist, aber die Phase der nächtlichen Müdigkeit überwunden hat.
Viele Künstler und Wissenschaftler haben die besten ihrer Werke in der Nacht oder den ganz frühren Morgenstunden geschrieben, darunter Schiller, Goethe, Newton und viele andere. Ist natürlich nicht jedermanns Sache.
Aber ich habe schon während meiner Schulzeit und auch später im Studium und bei der Promotion sehr gerne nachts gearbeitet. Zwar wurde ich dann abends gegen 22 Uhr müde, aber so gegen 1 oder 2 Uhr nachts - wenn man sich wachhalten konnte - hat man die Phase der Müdigkeit überwunden und man ist plötzlich für mehrere Stunden wieder putzmunter und unglaublich kreativ, weil das Gehirn hellwach ist. Mir ging es zumindest immer so. Aber am Nachmittag des nächsten Tages war dann erst mal richtig usschlafen angesagt. Dauerhaft viele Tage hintereinander geht das also nicht, aber mal so eine Nacht als Ausnahme ist durchaus ab und zu mal drin.

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sytex1 07.03.2015, 19:27
15. Hausarbeiten

Wie so vieles, ist auch die Schwierigkeit des Hausarbeitenschreibens eine höchst individuelle Angelegenheit. Ich habe lieber Hausarbeiten geschrieben als für Klausuren zu lernen - einfach deshalb, weil ich ein schlechtes Gedächtnis für Jurainhalte habe, weder konnte ich mir Schemata merken, noch irgendwelche Probleme und am wenigsten war ich in der Lage unter Stress logisch zu denken. Für eine Hausarbeit waren diese Defizite völlig unerheblich - einfach 2-3 Wochen in der Bib, 6 Tage á 8 Stunden und am Ende war das Ergebnis immer VB. Ganz im Gegensatz zu Klausuren... In anderen Fächern mag die Sache anders sein. Ich habe nie verstanden wie man in Politik"wissenschaft" Hausarbeiten schreibt. Letztlich waren das einfach Mosaike aus den Papern anderer Leute, die umformuliert, umstrukturiert und mit eigener Meinung veredelt wurden. Sowas geht sicher in einer knappen Woche und hinterher ist man so dumm wie zuvor.

Interessieren würden mich mal Paper in den "harten" Wissenschaften - Mathe, Physik etc.

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sytex1 07.03.2015, 19:51
16. Hausarbeiten

Noch etwas haben Hausarbeiten für sich: Sie geben dem Leben für einige Wochen einen Sinn. Man braucht sich nichts zu fragen, nicht zu zweifeln, kein schlechtes Gewissen - man hat eine Daseinsbrechtigung - die Hausarbeit kann beinah alles rechtfertigen und jede innere Leere füllen. Schwierig sind dann lediglich die Zeiten zwischen den Hausarbeiten/Projekten etc.

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ice945 07.03.2015, 20:23
17.

In den oben so schön betitelten "harten" Wissenschaften werden in der Regel keine Hausarbeiten im klassischen Sinne geschrieben.

Physiker und Chemiker müssen zwar ständig Protokolle über ihre Versuche schreiben; aber das ist in manchen Semestern halt jede Woche eins und die sind nicht ohne. Im Schnitt werden die ersten drei vom Prof abgelehnt und müssen dann - parallel zum neuen - noch einmal verfasst werden.

Bei uns in Mathe gibt es außer Seminararbeiten eigentlich gar nichts in diese Richtung; und seit Bachelor/Master-Umstellung ist das auch weniger geworden. Im Diplom habe ich in Summe ganze drei Ausarbeitungen zu Vorträgen abgeben müssen. Die kann man dann zwar in etwa ein bis zwei Wochen fertig schreiben; das geht ja aber auch nur, weil man vorher schon Wochen damit verbracht überhaupt die Literatur zu verstehen und den Vortrag auszuarbeiten...

Wenn einige hier behaupten, man kann Hausarbeiten in ein bis zwei Tagen zusammenschreiben, ist das doch selbst nach BA/MA-Umstellung totaler Quatsch und auch eigentlich unabhängig vom Studiengang. Schon mal eine Didaktikarbeit gelesen, die so zusammengebastelt war? Macht einfach keinen Spaß...

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f_aus_m 07.03.2015, 20:29
18. nie studiert, was?

Zitat von Golengo
Eine Hausarbeit wird nicht aufgeschoben, denn wer so etwas einmal macht , macht es immer. In der Nacht Hausarbeiten zu machen, geht gar nicht. Ich würde mir auf meinen Kalender schreiben, jeden Tag eine Stunde um 14:00 Uhr. Aber doch nicht in der Nacht. In der Nacht, soll man sich ausruhen und schlafen, aber nicht Arbeiten oder Lernen
Das Studium verlangt das eigenverantworliche und selbstoragnisierte Verfassen von verwertbaren Hausarbeiten. Da man perfiderweise den Verlockungen des Lebens unterliegt und kein unmittelbarer Zwang herrscht, ist das gar nicht so einfach... Aber irgendwann trennt sich die Spreu vom Weizen. Einige haben es immer drauf, einige nie und in der Mitte die kreativen Chaoten... wie ich. Nach einem fast gescheiterten Studium der BWL, nach x Semstern stand ich vor der Frage, gebe ich diese Hausarbeit Steuern ab, oder mal wieder nicht? Es wurde zur Grundsatzfrage: ja oder nein. Ich habe die Arbeit in 72 Stunden geschrieben. Am Stùck. Nicht einmal geschlafen. Die Note war irgendwas durchschnittliches, aber fùr mich die wichtigste Arbeit ùberhaupt. Diplom, StB Examen und Diss.waren dann nur noch halb so wild. ;-) Im Ernst, wer das nicht so oder so geregelt kriegt, also zur Zeit eine verwertbares Ergebis hinzukriegen, ist kein Akademiker.

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postit2012 07.03.2015, 23:56
19. Nanu? Weniger als nichts?

Zitat von ice945
... Bei uns in Mathe gibt es außer Seminararbeiten eigentlich gar nichts in diese Richtung; und seit Bachelor/Master-Umstellung ist das auch weniger geworden. ...
Gibt's bei Euch keine Übungen mehr? Also so richtig was wie Hausaufgaben, jede Woche eine Sammlung von vier bis acht mehr oder weniger kleinen Problemchen, die dann schluckzessive zum Schein geführt haben?

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