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Hausarbeitenschreiben bei Nacht: Mach sie fertig!
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Sie wissen einfach nicht, wie sie anfangen sollen - und plötzlich ist es zu spät: Die "Lange Nacht der Hausarbeiten" hilft Studenten, ihre chronische Aufschieberitis zu bewältigen.

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titoandres 08.03.2015, 11:59
20. @Harry

Eine Hausarbeit mit einem Umfang von 15 Seiten schreibt fängt man also 24 Stunden vor Abgabe an? Und eine Habilitation dann entsprechend 3 Wochen zuvor? Werter Mitbürger,Sie haben nie eine Hochschule von innen gesehen. Sie wissen das und alle anderen, die Ihre absolut unqualifizierte Aussagen gelesen haben, ebenfalls. Tun Sie sich einen Gefallen und halten sich bitte zurück. Man kann und muss nicht zu allem eine Meinung kundtun.
Übrigens: Wenn ich die fehlenden Satzzeichen in Ihrem Beitrag sehe, finde ich, können Sie einen Text von 15 Seiten in 24 Stunden nicht einmal korrekturlesen.

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Chaosfee 08.03.2015, 12:38
21. wissenschaftliches Arbeiten . . .

. . . erfolgt nicht innerhalb von 24 Stunden.
Wer behauptet, dass er eine 15-seitige Arbeit in dieser Zeit anfertigen könnte und dazu Google & Co benutzt, kann weder sonderlich intensiv noch wissenschaftlich arbeiten.

Bei uns im Studiengang waren Hausarbeiten sehr anspruchsvoll. Man musste genau recherchieren und dazu zählte vor allem das Lesen von Fachliteratur, wie man sie nur in den Uni-Bibliotheken bekam. Jede These, die man aufstellte, musste von vorne bis hinten bewiesen werden, da reichte kein lapidares "hab ich so beobachtet, das ist eben so".
Selbst einfache Beschreibungen mussten exakt sein, dass sie jederzeit von Dritten nachvollziehbar sind.
Als ich meine erste Arbeit schrieb, bin ich auch aus allen Wolken gefallen, was der Prof alles von mir wollte, und ich musste sie komplett neu schreiben. Danach ist man schlauer und geht gleich intensiver heran.

Mir hängt dieses Studenten-Bashing auch zum Hals heraus. Vielleicht mag es bei anspruchsloseren Fächern anders sein, aber bei uns in den Naturwissenschaften wurde nur gearbeitet, gelernt und recherchiert. Wir haben weder gefeiert, noch waren wir faul oder realitätsfern. In den Freistunden trafen wir uns zum gemeinsamen Lernen oder Ausarbeiten von Protokollen.
Wer sich lieber in der Nase bohrte, anstatt sie in Bücher zu stecken, flog durch die Prüfungen.

Und Hausarbeiten sind dazu da, dass die Studenten lernen, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten und sich ein Zeitmanagment anzueignen.

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jakam 08.03.2015, 13:16
22.

Es ist nicht nur Auschieberitis, es ist oft auch "keine-Zeit-haberitis" - in manchen Studienfächern ist man mit viel zu viel Lernstoff so überlastet, daß man schlicht nicht mehr weiß, wann man das alles tun soll. Zudem ja nicht Jeder von Mama und Papa Geld bekommt, sondern viele zusätzlich arbeiten müssen, um das von der Uni als "Vollzeitstudium" bezeichnete Fach überhaupt finanzieren zu können.
Wer vor 20 Jahren studiert hat, hat keine Ahnung, wovon er redet, denn die Bedingungen sind heute komplett andere - diese höhnischen Kommentare zeigen eigentlich nur, daß sie nichts, aber auch gar nichts im Leben dazu gelernt haben. Setzen 6.

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Schnoeps 08.03.2015, 18:26
23.

"Mir hängt dieses Studenten-Bashing auch zum Hals heraus. Vielleicht mag es bei anspruchsloseren Fächern anders sein, aber bei uns in den Naturwissenschaften wurde nur gearbeitet, gelernt und recherchiert."

Mir hängt dieser leidige Vergleich MINT vs. Geisteswissenschaften ebenfalls zum Hals heraus. Wobei einem in Gesprächen mit MINT'lern schon eine gewisse Verbissenheit auffälltl, da diese meinten, die Welt erklären zu können. Sowis, Juristen, WiWis und Philos waren da meist eher entspannt und haben lieber diskutiert anstatt den Oberlehrer spielen zu wollen. Soziale Fähigkeiten und Beobachtungen sind nun einmal auch irgendwie das tägliche Brot von Akademikern, die viel mit Menschen zusammenarbeiten werden. Ich möchte eigentlich keinen der Bereiche irgendwie diskreditieren, aber genauso wenig wie der redselige Jurist in der Lage ist, Brücken zu bauen, ist der eher wortkarge MINT'ler in der Lage, eine Klasse zu unterrichten. Lebt doch mal alle harmonischer und wissbegieriger und verknüpft eure Gedanken anstatt sie ständig in Frage zu stellen. Wahre Freidenker sind übrigens die Studenten, die Mathematik und Philosophie studieren.

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maria.weickardt 15.10.2015, 18:01
24. Prokrastination - Das Zauberwort

Ein sehr interessanter Artikel, der auf kontroverse Ansichten stößt. Ich selbst habe auch oft Hausarbeiten bei Nacht geschrieben, vor allem aber deshalb, weil ich tagsüber arbeiten war oder bis in die Nacht hinein schrieb. Prokrastinieren - Das war vollkommener Luxus bei mir, ist aber bei einigen Studenten an der Tagesordnungen. Und so kommt es, dass man nachts eine Woche vor Abgabeschluss mit der Hausarbeit beginnt. Jeder sollte da seine eigene Methode finden, aber psychologisch und gesundheitlich gesehen sind das nächtliche Schreiben und das Prokrastinieren nicht so gut. Siehe dazu auch: http://ghostwriterjames24.de/blog/prokrastination-aufschieben-lernen

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dickebank 17.10.2015, 10:32
25. Dr. Ing.

Zitat von Schnoeps
"Mir hängt dieses Studenten-Bashing auch zum Hals heraus. Vielleicht mag es bei anspruchsloseren Fächern anders sein, aber bei uns in den Naturwissenschaften wurde nur gearbeitet, gelernt und recherchiert." Mir hängt dieser leidige Vergleich MINT vs. Geisteswissenschaften ebenfalls zum Hals heraus. Wobei einem in Gesprächen mit MINT'lern schon eine gewisse Verbissenheit auffälltl, da diese meinten, die Welt erklären zu können. Sowis, Juristen, WiWis und Philos waren da meist eher entspannt und haben lieber diskutiert anstatt den Oberlehrer spielen zu wollen. Soziale Fähigkeiten und Beobachtungen sind nun einmal auch irgendwie das tägliche Brot von Akademikern, die viel mit Menschen zusammenarbeiten werden. Ich möchte eigentlich keinen der Bereiche irgendwie diskreditieren, aber genauso wenig wie der redselige Jurist in der Lage ist, Brücken zu bauen, ist der eher wortkarge MINT'ler in der Lage, eine Klasse zu unterrichten. Lebt doch mal alle harmonischer und wissbegieriger und verknüpft eure Gedanken anstatt sie ständig in Frage zu stellen. Wahre Freidenker sind übrigens die Studenten, die Mathematik und Philosophie studieren.
Liegt es vielleicht an der Borniertheit der renomierten Wissenschaften, die durchgesetzt haben, dass der Dr. Ing. sich anders schreiben muss als der Dr med oder der Dr jur?

Liegt es daran, dass in früheren Zeiten in den klassischen Fächern eine Dissertation am Ende des Studiums angefertigt werden konnte, ohne dass zuvor ein Magister-Abschluss oder ein Erstes Staatsexamen absolviert werden musste?

Außer bei Betriebswirten und Ingenieuren hat es keine FH-Abschlüsse gegeben. Die Unterteilung im ÖD zwischen gehobenem und höherem Dienst ist eine deutsche Besonderheit, die nirgendwo eine Entsprechung hat. Am deutlichsten ist dies bei der Lehrerausbildung und der späteren Eingruppierung zusehen.

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