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Helikopter-Eltern in der Notaufnahme: "Hilfe, unsere Tochter hat einen Eiswürfel vers
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Das Premiumkind hat in eine Brennnessel gefasst? Es hat sich den kleinen Zeh gestoßen? Oder einfach nur komisch geguckt? Dann ab zum Arzt! Die besten Anekdoten von überbesorgten Eltern in der Notaufnahme.

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ancoats 20.10.2018, 11:49
200.

Zitat von K. Larname
Zustimmung, nur eine kleine Information: "Hoschi" als zurückhaltende Bezeichnung für "Idiot" ist nur regional. Der Rest der Welt verwendet "Hoschi" als "Kumpel", enstanden aus dem amerikanischen "Dude" der Bill & Ted-Filme - wenn ich mich nicht irre. Volle Kanne, Hoschi. Bunt ist das Leben und granatenstark. Schönes Wochenende :-)
Ah, ok, wieder was gelernt. Lang lebe das internationale Hoschi-tum!

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ancoats 20.10.2018, 11:55
201.

Zitat von Frietjoff
Du meinst jetzt aber nicht das kinderfeindliche Deutschland?
Jene nicht kindgerechte Überbehütung, die gemeinhin mit dem Begriff "Helikoptereltern" bezeichnet wird, ist allerdings auch eine Form von Kinderfeindlichkeit...

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vera gehlkiel 20.10.2018, 14:44
202. @karolus123

Aber genau darum geht es doch! Wenn sie schreiben, dass man für Kinder seine Freiheit aufgibt, frage ich mich zum Beispiel, durch was sich diese aufgegebene Freiheit eigentlich auszeichnet! Ist es der Fernurlaub, der auf einmal zum langen Wochenende in Südholland zusammenschrumpelt? Die teuren Designermöbel, die zu kaufen für lange Zeit zwecklos und unmöglich wird? Bei mir war es immer etwas anderes, und Lebens- und Zukunftsfeindlichkeit habe ich immer eher in der Art und Weise empfunden, wie das Kinderkriegen Abhängigkeit erschafft, besonders nach wie vor in erster Linie für Frauen. Ich liebe Männer sehr, habe schon mit einigen, und ganz verschiedenen, in festen Beziehungen gelebt, und mit zahlreichen offene Sachen am Laufen gehabt, teils mit, teils ohne dass es so vereinbart war. Und natürlich habe ich mir eine Menge überlegt, was das Kinderkriegen betrifft. Aber bisher, mittlerweile habe ich die Vierziger geknackt, gab es erst einen einzigen, von dem ich wirklich ein Kind wollte, und mit dem zusammen ich es auch gerne grossgezogen hätte. Ansonsten waren Gespräche darüber meist davon geprägt, dass der Mann damit anfing, schon mal von meinem Eisprung aus hochzurechnen, ob man das mit bestimmten Plänen im nächsten Frühjahr richtig kombiniert kriegen würde, mit meiner Schwangerschaft. Oder aber, ob man da noch drei Monate besser weiter verhütet. In solcher Einfriedung, und wenn auch nur mit den allerbesten Absichten, ist es schwierig, sich viel anders zu fühlen als eine Milchkuh im Zurichtungsregime eines Bauernhofes. Mein Standpunkt war bald gesichert: wenn Kind, dann nur auf meine eigene Rechnung, und dann so, dass es meine letzte und absolute Freiheit als Frau zum Ausdruck bringen soll. So ähnlich beschreibt es übrigens die britische Musikerin Viv Albertine (früher "The Slits") in ihrer extremst lesenswert humorigen Autobiographie.

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