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Helikopter-Eltern in der Notaufnahme: "Hilfe, unsere Tochter hat einen Eiswürfel vers
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Das Premiumkind hat in eine Brennnessel gefasst? Es hat sich den kleinen Zeh gestoßen? Oder einfach nur komisch geguckt? Dann ab zum Arzt! Die besten Anekdoten von überbesorgten Eltern in der Notaufnahme.

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c.PAF 19.10.2018, 10:41
30.

Zitat von doitwithsed
Ja, ich habe mich auch stets über die Anektdoten amüsiert, mit denen seltsame Eltern hier vorgeführt werden. Und ichhabe in einem Gefühl der Überlegenheit dagegen opponiert, als meine Frau unser Kind in die Notaufnahme verbringen wollte, weil es etwas hart hustete. Sie hat sich durchgesetzt - glücklicherweise. Nach einer Woche konnte die Beatmung abgestellt werden...
Ich würde sagen, Sie hatten beide irgendwie Recht. Trotzdem ist die Notaufnahme der falsche Weg.

Wenn die normalen Arztpraxen geschlossen haben, ist der medizinische Notdienst die richtige Anlaufstelle. Unter Tel. 116117 bekommt man gesagt, welche Praxis in der Nähe Dienst hat. Ist der Notfall in der Nacht, ist es es nicht ungewöhnlich, wenn der Arzt direkt ins Haus kommt.

Wir waren mit unserem Sohn auch schon mal direkt in der Notaufnahme, da war aber auch deutlich erkennbar, daß der Arm gebrochen und somit eine krankenhausärztliche Behandlung notwendig war.
In zwei anderen Fällen hat der ärztliche Notdienst gereicht, einmal waren wir dabei Sonntag nachmittags in einer Praxis, einmal kam der Arzt um 3 Uhr morgens ins Haus. In beiden Fällen hätten man wohl auch im Krankenhaus etwas gemacht, aber das Krankenhaus an sich war nicht notwendig und wir hätten nur unnötig Kapazitäten gebunden.

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readerin 19.10.2018, 10:51
31. Unglaublich

Was ist los bei SPON? Das ist der dritte groß aufgemachte Artikel seit Anfang September der den Eindruck erweckt, wichtige Themen zu beleuchten:
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/helikopter-eltern-bei-der-einschulung-wie-oft-hat-mein-sohn-geniest-a-1226690.html
und
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/helikopter-eltern-die-schlimmsten-elternchats-in-whatsapp-gruppen-a-1229234.html
und nun dieser Artikel.
Es geht überhaupt nicht darum, eine ernsthafte Problematik gut zu recherchieren und zu thematisieren. Es ist ausschließlich Werbung für dieses unsägliche Buch der SPON Mitarbeiterin Lena Greiner. Mal kann man das ja machen, aber alle zwei bis drei Wochen? Was ist der Hintergrund?

Wenn man die Artikel erstmal gelesen hat, geht es wohl eher darum, sich über Eltern lustig zu machen. Frecherweise wird man noch ermuntert weitere Anekdoten zuzusenden. Sucht man kostengünstig nach Material für Buch 3?!

Ich verstehe unter unabhängigen Journalismus etwas anderes. Das ist Meinungsmache mit dem Ziel Verkaufszahlen für ein Buch anzukurbeln.

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siebenachtneun 19.10.2018, 10:56
32. Neulich in der Straßenbahn

Ca. 9-10 jähriger Junge mit seiner Mutter. Der Junge wollte gerne stehen während der Fahrt, weil er dann besser aus dem Fenster gucken konnte. Er durfte das auch, aber nur während der Fahrt und während die Bahn stand. Bei jeder Bremsung und Anfahrt der Bahn musste sich der Junge hinsetzen und festhalten, weil er ja sonst umfallen könnte. An jeder Haltstelle sagte sie dem Jungen, dass die Bahn gleich bremst und er sich festhalten sollte.

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masc74 19.10.2018, 10:59
33. .... sehr lustig!

Sehr lustige Geschichten, ich habe mich königlich amüsiert! Ich kann da aber gerne auch direkt auf uns selbst zeigen: Als unsere Tochter 2 Jahre alt war, war sie mit der Mama-Krabbelgruppe im Garten der Gemeinde. Dort bemerkte meine Frau eine Zecke, worauf sie von den anderen Müttern genötigt wurde, gegenüber zum Kinderarzt zu gehen (Zeckenzange hatte niemand dabei). Die Ärztin untersuchte die Zecke ganz genau und wischte den kleinen Dreckbatzen - der es tatsächlich war - einfach weg. Meine Frau wird heute noch rot, wenn das Gespräch darauf kommt.

Natürlich sollen Eltern gelassener werden (ist uns selbst glaub ich ganz gut gelungen)... .aber die Erzempörung hier im Forum ist doch auch völlig übertrieben. Wenn man in der Praxis oder Notaufnahme so ein Exemplar völlig überbesorgter Mama oder Papa hat, wäre es sicher sinnvoll, hier einen Flyer zu haben mit Erziehungsberatungsstellen oder ähnlichen Einrichtungen, wo man das Problem der hysterischen Überbesorgtheit besprechen kann. Dann sieht man diese Eltern eventuell nur einmal ohne Anlass in der Notaufnahme oder Praxis (was ja eigentlich ein Glück ist, dass es nichts ernstes war).

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morrisfan 19.10.2018, 11:04
34.

Die gleichen Eltern die ihr Kind wegen einem verqueren Pups in die Notaufnahme fahren, verweigern dem Kind garantiert die Masern- und ander Impfungen. Gehe ich jede Wette ein.

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static_noise 19.10.2018, 11:09
35.

Interessante Frage für die Hausanwälte der Ärtze , Klinken, Rettungsunternehmen:
Es gibt die Wertepriorität im Recht, Leben, vor Unversehrtheit, vor Besitz etc. ,die wird gerade im Kontext Nothilfe, Notstand wichtig.

Ist die körperliche Unversehrtheit (Gesundheit) des Kindes da nicht auf jeden Fall höher angesetzt als die Spinnerei der Eltern? Schmeißt die Spinner raus mit ner medizinischen Begründung, dass jetzt vorrangig das Kind behandelt wird. Keine Diskussion, kein Rumgeeier.

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HeyerCo 19.10.2018, 11:12
36. Schamlos

Die Autorinnen sollten sich schämen. Beide waren einmal gute Journalistinnen, deren Beiträge ich immer gern gelesen habe. Jetzt sind sie für den Rest ihres Lebens "die mit dem Eltern-Fertigmach-Buch". Super Leistung! Und Spon ist sich nicht zu blöd, dafür kräftig Werbung zu machen. Kleiner Tipp: Wenn die Klickzahlen spitze sind, heißt das nicht unbedingt, dass die Leute vom Content begeistert sind. Es kann auch sein, dass er der Marke ordentlich schadet.

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alterego13 19.10.2018, 11:14
37. kreuzzug/ 22

Sie haben vollkommen Recht - solange es nicht unser aller Geld kostet und die Zukunft der Gesellschaft negativ beeinflusst-

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martine-primus 19.10.2018, 11:14
38. ja, und wirklich Notfälle werden übersehen?

Oder gibt es das Phänomen erst seit wenigen Jahren?

Als 2001 mein 1,5-Jähriger Sohn hoch fieberte (über 40°C) und sowieso schon Husten und Schnupfen hatte (eh immer wieder mit Bronchitis und Otitis zu kämpfen hatte), sind wir am Freitag Abend in die Klinik gefahren. Kurz untersucht. Brochitis. Nächsten Tag wurde es nicht besser, das Fieber stieg, wieder in die Klinik. Wieder nichts bei rausgekommen. Sonntag Abend dann, das Fieber war schon auf über 41°C gestiegen, er fing auch an, sich zu übergeben, wieder in die Klinik: "ja, da hat sich wohl noch ein Magen-Darm-Virus raufgesetzt!". Wir fanden das so unbefriedigend... Die Nächte waren der Horror. Schrilles Schreien... immer wieder. Dann Montag gleich morgens zur Kinderärztin. Wartezimmer war voll. Ich saß da mit meinem apathischen (damit meine ich apathisch! Absolut nicht ansprechbar!) Kind im Arm, den Kopf weit in den Nacken gelegt im Wartezimmer und guckten den anderen Kindern, die etwas hüstelten, beim Spielen zu. Eine Stunde lang. Immer in der Hoffnung, aufgerufen zu werden (Kassenpatient!). Nach einer STunde bin ich an den Thresen gegangen, die Ärztin kam zufällig gerade raus, sah uns, bat uns hinein, untersuchte kurz (Kinn auf Brust), mein Sohn fing an zu schreien (aus der Apathie heraus) und sie sagte, wir müssen SOFORT ins Krankenhaus. Es war Januar. Die Betten gut belegt. Noro ging herum. Die Kinder lagen teils auf dem Flur! Mein Sohn hatte eine Meningitis (Hirnhautentzündung)! Sie sagte, es ginge um Stunden, Leben und Tod. Und: "Sind Sie mit dem Auto hier?" ich bejahte. Sie: "dann fahren Sie direkt in die Klinik mit ihm, sie macht per Telefon alles klar, einen Krankenwagen zu ordern würde zu lange dauern!"
Ich kann nur sagen, das war eine sehr, sehr schlimme Erfahrung!
Heute leidet er an Epilepsie!

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gbshaw 19.10.2018, 11:17
39. Sorry, SPON,

aber Euer ewig gleiches dümmliches Bashing der heutigen angeblichen Elterngeneration nervt nicht nur ungemein, es hat auch mit seriösem Journalismus nichts mehr zu tun.

Überbesorgte Eltern legen das Gesundheitssystem lahm? Und sind ein Riesenproblem auch finanzieller Art? Wie wäre es denn mal mit einem fundiert recherchierten Artikel zum Thema Kindesmisshandlung: 160 totgeprügelte Kinder p.a., 70, die pro Woche so massiv misshandelt werden, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Und i.d.R. sind die Eltern die Täter.

DAS ist ein Problem und ein Missstand, aber dazu liest man bei Euch nichts. Einfach erbärmlich!

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