Forum: Leben und Lernen
Helikopter-Eltern im Krankenhaus: "Das ist Ketchup, mein Schatz, kein Blut"
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Sie fahren wegen Lappalien in die Notaufnahme, sie finden es okay, wenn ihr Kind Zahnarzthelferinnen beißt, und sie verbieten Spritzen, weil ihr Schatzi die nicht mag: Geschichten von irren Eltern beim Arzt.

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widower+2 18.12.2017, 18:55
100. Sie haben keine Kinder, oder?

Zitat von r2d2x2
Zumal ich feststellen darf, wenn ein Kind mit 14 Jahren Eltern wird ist es kein Zeichen von Selbständigkeit, sondern ein Zeichen von geistiger Unreife und Naivität, in der Regel hervorgerufen durch Abschottung der Eltern nach außen... Woher soll das Kind schließlich wissen, das man von gewissen Dingen schwanger werden kann. Woher soll es wissen, das es Verhütungsmethoden gibt, wenn es nichts anderes als Globuli kennt. Woher soll es wissen, das man Kondome benutzen kann, wenn Mama nicht zu stelle ist um es schnell noch rechtzeitig... na Sie wissen schon...
Zumindest keine, die in den letzten 30 Jahren schulpflichtig waren. Über Verhütungsmethoden, Geschlechtskrankheiten und deren Vermeidung etc. pp. wird seit ewigen Zeiten schon in der 4. Klasse aufgeklärt und danach immer wieder, bis es den lieben Kleinen zu den Ohren rauskommt.

Wenn man mit 14 noch in der dritten Klasse ist, könnte allerdings ein gewisses Risiko bestehen. Oder vielleicht auch auf obskuren Konfessionsschulen oder möglicherweise auch in Bayern.:)

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bandelier 18.12.2017, 18:57
101. HansPa , können Sie sich vorstellen, dass die Kommentare

von Menschen kommen, die erfolgreich Kinder grossliebten und nun die gelungene Entwicklung der Enkelkinder beobachten, die ebenso unkompliziert aufwachsen wie ihre Eltern? Warum trauen Sie niemanm? Weil Sie sich selbst nicht trauen? Unsere Kinder sind super, sie sind stark, und sie werden die Welt erobern, allerdings nur, wenn wir sie lassen. Bleiben Sie mal Helikoptereltern, denn das sichert Ihnen die Begleitung Ihrer Kinder lebenslang, während diejenigen, die leben lernen, ihr Leben selbst gestalten können. Ich könnte Ihnen spannende Geschichten erzählen über meine Söhne, die keine Heli-Eltern hatten, und ich bin überglücklich, das die Enkel auch selbstverantwortlich erzogen werden- Und die Enkel sind einfac nur gut.

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dibbi 18.12.2017, 19:04
102. Erfahrungsbericht

Es ist Samstag, die Hausärzte haben zu. Die Eltern rufen die 112 an. Das Kind im Vorschulalter habe eine Blutvergiftung. Einen Arzt würde man nicht bekommen. Es sei alles ganz furchtbar. Ein Rettungswagen wird entsand (ohne Blaulicht und Martinshorn) Einsatzstichwort: "Schaut Euch das mal an..."

Den Rettungsassistent präsentiert sich ein quitschfideles Mädchen, dass angeblich von einem aufgepultem Zuppel am Nagelbett des großen Zehs einen "roten Strich" in Richtung Herz haben soll (Wir befinden uns in gutbürgerlichem Millieu im Einfamilienhaus.
Der Versuch dem Vater die Sorgen zu nehmen scheitert. "Wenn Sie möchten können Sie die Anlaufpraxis des Kassenärztlichen Vertretungsdienstes besuchen, die haben jetzt auf. Bedrohlich ist das hier nicht."

Der Vater bestand auf den Transport... Ich hoffe er musste ihn selbst bezahlen... (und das zu einer Zeit wo man sich noch nicht durchs Internet verrückt machte, sondern sein medizinisches Laienwissen bei Astrid Lindgren bezog)

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acitapple 18.12.2017, 19:06
103.

Zitat von Frittenbude
Octenisept hatte ich dabei (es wird auch oft genug benötigt), und habe die (kräftig blutende) Wunde damit behandelt. Das Klammern einer Wunde, so es denn notwendig ist, überlasse ich, womit auch immer, dann doch lieber den Profis... Übrigens versichern mir meine Kinder recht glaubhaft immer wieder aufs Neue, dass auch Octenisept brennen würde.
Ja, Desinfektionsmittel brennt. Ist leider so. Vergeht aber zum Glück nach 2 Sekunden. Manchmal brennt es im Leben, ist in dem Moment zwar schade, aber gestorben ist daran noch niemand.

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Planquadrat 18.12.2017, 19:12
104. Ich frage mich

schon länger, wie unsere Gesellschaft einmal wirkliche Krisenzeiten überstehen sollte? Viele sind doch inzwischen dermaßen unfähig solche Zeiten zu überleben, wie sie unsere Eltern und Großeltern überstehen mussten.
Und diese rund um die Uhr gepamperten Kinder wären die ersten Opfer solcher Zeiten.

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steffen.ganzmann 18.12.2017, 19:14
105. Stimmt schon.

Zitat von widower+2
[...] oder wenn Papa bei jeder Lappalie bei Lehrern oder Erziehern vorstellig wird.
Aber es tat mir sehr gut zu wissen, mein Vater steht hinter mir. In der Quarta sollten wir eine Woche in die Alpen zu skilaufen. Ich kannte es aus dem Allgäu und mochte es schon damals nicht - ich friere bis heute nicht gern. Zudem hätten wir zumindest Skier und Skischuhe kaufen müssen, was uns damals finanziell zwar möglich gewesen, hätte dennoch ein ordentliches Loch im Familienbudget hinterlassen. Zudem hasste ich dummerweise gerade diesen Lehrer (heute wäre er wahrscheinlich "A"dF-Mitglied) bis aufs Blut!

Als ich dem zuständigen Lehrer sagte, ich wolle nicht mit, fand das keinerlei Beachtung! Dann kam mein Vater und meinte nur kurz uns bündig: "Ist der Skiausflug freiwillig, sollte es ausreichen, wenn mein Sohn sagt, dass er nicht mitfahren möchte. Ist das Ganze jedoch obligat, so verbiete ich ihm einfach diesen Landschulheimaufenthalt!" ...

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suncrawler 18.12.2017, 19:23
106. @cataton

Ist auch richtig blöd, dass wir alle vereinsamt mit unseren Kindern im Wald leben. Scherz beiseite:
"Dörfer" sind da, Eltern sollten ihren Kindern aber auch Mal zutrauen, dieses "Dorf" zu erkunden.

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steffen.ganzmann 18.12.2017, 19:37
107. Nungut.

Zitat von FrankH
Ach, das Töchterlein sagt "Nein" und das wars dann? Also, ich habe meinen Kindern schon klar machen können, was wichtig ist und was dann auch zu tun ist und was ich andererseits gerne ihrer Entscheidung überlasse.
Oralpädon hätte ich als Kind auch nicht trinken mögen, es schmeckt nämlich furchtbar! Um Elektrolyte in gescheiten Konzentrationen zuzuführen, dafür ist eine Infusionstherapie wesentlich besser. Wie Prof. Mertelsmann zurecht meinte
"Was drin ist, ist drin!"
Zudem erleichtert es das Bilanzieren Ein- vs. Ausfuhr wesentlich ...

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schnabelnase 18.12.2017, 19:49
108. Klar war das keine Frage...

Zitat von r2d2x2
... sondern eine Bemerkung, die Ihnen galt. Vereinfachtes Denken ist die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub, zwischen Überschwemmung und Dürre, zwischen Soziopathie und Psychopathie, dunkelgrau und düster oder eben zwischen unselbstständigen Kindern und "vorgeblich" selbständigen Kindern, die mit 14 Eltern werden. Was ist besser? Zumal ich feststellen darf, wenn ein Kind mit 14 Jahren Eltern wird ist es kein Zeichen von Selbständigkeit, sondern ein Zeichen von geistiger Unreife und Naivität, in der Regel hervorgerufen durch Abschottung der Eltern nach außen... Woher soll das Kind schließlich wissen, das man von gewissen Dingen schwanger werden kann. Woher soll es wissen, das es Verhütungsmethoden gibt, wenn es nichts anderes als Globuli kennt. Woher soll es wissen, das man Kondome benutzen kann, wenn Mama nicht zu stelle ist um es schnell noch rechtzeitig... na Sie wissen schon...
Sie bemühen ja sehr starke Bilder, um ihre differenzierte Denkweise zu unterstreichen. Ich verstehe nur nicht, wie es nach Ihrer Logik bei einem von den Helikoptereltern nach außen abgeschottetem Kind zu einer frühen Schwangerschaft kommen könnte. Abgesehen davon habe ich hier im Forum gerade von vermutlich kinderlosen Trollen erfahren, dass Helikoptereltern in diesem Falle wohl am ehesten dazu neigen würden, aus einer hysterischen Angststörung heraus ihre KInder auf jede erdenkliche Art vor sexuellem Kontakt zu warnen und ihnen die Verhütungsmittel auf die veganen Pausenbrote zu kleben. Eine Verbindung zwischen Helikoptereltern und Globuli habe ich noch nicht bemerkt. Die pausenlose Gabe wirkungsloser Zuckerkügelchen ist wohl eher generell im impfmüden links-grünen Milieu verortet.

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r2d2x2 18.12.2017, 19:52
109. Sie tappen völlig im Dunkeln...

Zitat von widower+2
Zumindest keine, die in den letzten 30 Jahren schulpflichtig waren. Über Verhütungsmethoden, Geschlechtskrankheiten und deren Vermeidung etc. pp. wird seit ewigen Zeiten schon in der 4. Klasse aufgeklärt und danach immer wieder, bis es den lieben Kleinen zu den Ohren rauskommt. Wenn man mit 14 noch in der dritten Klasse ist, könnte allerdings ein gewisses Risiko bestehen. Oder vielleicht auch auf obskuren Konfessionsschulen oder möglicherweise auch in Bayern.:)
... weder kinderlos, noch Konfessionsschule und schon gar nicht Bayern...
... aber vor ca, 10, 11, und 14 Jahren miterlebt wie sich Eltern während des Elternabends wehrhaft dagegen gesträubt haben, Klartext-Aufklärungsunterricht bei Profamilia zuzulassen. Mit Begründungen wie diesen:
Ich habe ein Aufklärungsbuch zu Hause versteckt, wenn meine Tochter es finden möchte, dann wird sie es schon finden (Ostern oder was???)...
oder: mein Kind interessiert sich noch nicht für sowas und ich möchte es nicht erschrecken...
oder: Ich möchte meinem Sohn die Unschuld noch ein bisschen bewahren (Mutter eines Klassenkameraden der meiner Tochter (damals 14-jährig) gegenüber immer wieder sexuell übergriffig wurde.
Auf meine Bemerkung, gerade ihr Sohn bedürfe einer rigorosen Aufklärung, antwortete sie mir: jaja, sie habe schon bemerkt, dass meine Töchter Schlampen sei, die haben ja schon in der Unterstufe behauptet sie wissen nicht nur wo die kleinen Babys herkommen, sie wisse auch wie sie dahinein kommen...
Noch Fragen???

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