Forum: Leben und Lernen
High School in San Francisco: Bilder mit Sklaven und Ureinwohnern werden verdeckt
Eric Risberg/ AP

Für die einen ist es lehrreiche Kunst, für die anderen traumatisierend: In San Francisco ist ein Streit über 13 Wandgemälde entbrannt. Sie zeigen das Leben George Washingtons - und müssen nun verschwinden.

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AndreasKurtz 18.08.2019, 12:52
1. Am Besten gar keine Kunst,

keine Geschichtsschreibung, keine Polemik. Irgendeiner stört sich daran immer. Nur noch Dekoration und Harmlosigkeit.

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wiesenflitzer 18.08.2019, 13:33
2. @ 1

Na ja, mit einer Deko ist es wie mit der Kommunikation. Man kann im Grunde nicht Nicht-Kommunizieren.
Wenn ich gar keine Deko habe, dann sage ich damit doch auch wieder etwas aus, oder?

In dieser Sache gilt quasi das Sprichwort: „Es kann der frömmste nicht in Frieden leben, wenn’s dem bösen Nachbarn so gefällt“

Da wird es immer jemanden geben, der sich daran anstößt, ob das nun „gute Gründe“ sind, oder einfach nur maulen, um des Maulens willen, bleibt im Auge des Betrachters stecken.
Passt aber zu den USA.

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Kreklova 18.08.2019, 13:56
3. Glover hat Recht!

Glover hat Recht: Die einen verbrennen Bücher, die anderen vernichten Bilder.

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jjkoeln 18.08.2019, 13:59
4. Verdecken, überstreichen, verbrennen - Man muss G Geschichte aushalten

Geschichte stört und ist in vielen Aspektrn verstörend.
Kontext ist heutzutage ja nicht gefragt, die direkte instagrammable emotionale Reaktion ist schnell ein Trauma.

Wer sich nicht mit Geschichte auseinandersetzen will verliert den Kontext, der die heutige Gesellschaft ausmacht, und wird unfähig, die Zukunft konkstruktiv zu gestalten.

Damit werden die Individuen komplett auf sich und ihre unreflektierten Emotionen zurückgeworfen.
Gesellschaft wird so verunmöglicht und durch Mächtige steuerbar. Maggie Thatcher hat dies bereits zu ihrer Maxime erklärt. Wie heißt es so schön: Progressive Neoliberale - Lametta am Weihnachtsbaum der Ausbeutung.

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carahyba 18.08.2019, 15:00
5. Frage ...

Die Gründungsväter der USA waren Sklavenhalter.
Will man, dass die Schüler dies nicht mehr wissen sollen?

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egoneiermann 18.08.2019, 15:03
6.

Ich nehme an, dass alle hier Kommentierenden schwarz sind, und sich so gut in das Problem hinein-versetzten können.

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balina258 18.08.2019, 15:31
7. @egoneiermann: Dürfen jetzt nur noch Schwarze darüber entscheiden?

das ist hier aber ein Thema, das ALLE in der Gesellschaft betrifft, nicht nur die Schwarzen. Sie implizieren, dass hier nur die Schwarzen ein Mitspracherecht hätten. Das liefe darauf hinaus, dass eine gesellschaftliche Gruppe ein Thema, das alle betrifft an sich reißt und dies wäre anmaßend und unverschämt. Genauso anmaßend wäre es wenn nur die Weißen darüber entscheiden würden.

Ich als weiße Person habe ein Interesse daran, dass auch die dunklen Seiten der Weißen dargestellt und gesellschaftlich reflektiert werden. Ohne Diskussion der Schattenseiten der Vergangenheit werden wir in der Zukunft unweigerlich wieder in die gleichen Fehler hineinschlittern. Befindlichkeiten irgendwelcher Gruppen haben demgegenüber zurückzustehen.

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shardan 18.08.2019, 16:04
8. Rechte Medfienblase

Es darf nur gezeigt werden, was ins Konzept passt... oder auch: Jeder lügt sich seine Welt zurecht. Bloß nicht die unmenschliche Seite der weißen Vergangenheit zeigen - schließlich will man sie allen Anschein nach zurückhaben

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Gleichstrom 18.08.2019, 16:26
9.

Überbleibsel aus einer vergangenen Ära ... die Bilder sind erhaltenswert, aus verschiedenen Gründen: Sie zeigen zum Einen Geschichte, zum Anderen, wie man vor 100 Jahren, als das alles halb so lang her war wie jetzt, damit kritisch umging - oder es versuchte. Sie sind Geschichtsgeschichte, Soziologiegeschichte und Geschichte an sich, Geschichte selbst, in einem, und sollten daher bestenfalls irgendwie kommentiert werden, oder durch harte Fakten ergänzt - ihre Wegnahme wäre tragisch, ihre Vernichtung noch viel tragischer!

Man kann an solchen Bildern auch eine Menge Selbstreflektion vergangener Zeiten studieren, selbst sich reflektieren, seinen Umgang mit Altlasten, sein Lernen - oder das seiner Umgebung, auf dem man wiederum selbst aufbauen kann - daraus...

Ich sehe da viel mehr Möglichkeiten als Ärgernisse.

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