Forum: Leben und Lernen
Hilfe vom WG-Psychologen: Mein Mitbewohner will mir die Knochen brechen
Corbis

Das ist mal ein unheimlicher Zimmernachbar: Jans WG-Genosse sammelt Waffen, macht Kampfsport und droht bei jeder Kleinigkeit mit Prügel. Kann man so zusammenleben? Ein Fall für den WG-Psychologen.

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exHotelmanager 21.12.2015, 11:57
1. Schön, dass wir darüber gesprochen haben.

Im Ernst, dieser Ratschlag ist rein theoretischen Wertes. Ein Gespräch mit dieser Person wird nach meiner eigenen Erfahrung nur zu einer Gewalttat führen - diese Typen können nicht anders.

Ich empfehle ein protokolliertes Gespräch der restlichen Bewohner miteinander mit dem klaren Ziel, der Person das zügige Verlassen der Gemeinschaft aufzuerlegen und alternativ das eigene Sonderkündigungsrecht zu Lasten der Gemeinschaft zu verlangen - und dann nichts wie weg von m Idioten.

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taste-of-ink 21.12.2015, 12:06
2. Manchmal wundert man sich...

... wie sehr hier manche WG-Situationen verharmlost werden.

"Rechtlich gesehen ist der Besitz der Schwerter und Wurfsterne ohne Bedeutung.." - das sehe ich aber ganz anders. Rechtlich gesehen bedarf der Besitz von Waffen der Erlaubnis. Andernfalls liegt eine Ordnungswidrigkeit oder u.U. gar eine Straftat vor. Ob es sich bei den genannten Gegenständen um Waffen iSd Waffengesetzes handelt, ist natürlich zu prüfen. Aber nach den Schilderungen, dürfte der Verdacht wenigstens naheliegen, dass es sich um erlaubnispflichtige Waffen handelt. So etwas ist in keinster Weise zu tolerieren.

Auch die Drohungen können - je nach Inhalt und Ernstlichkeit - strafrechtlich zu sanktionierenden Charakter haben. Auch kommt - wegen des Waffenbesitzes - unter Umständen eine Kündigung des Mietverhältnisses in Betracht.

Leider scheint dieser Mitbewohner begriffen zu haben, dass er diese Mittel zur Durchsetzung seiner Interessen einsetzen kann, ohne Konsequenzen zu fürchten. Eine solche WG kann in meinen Augen keine Zukunft haben.

Fürchtet man, den Mitbewohner nicht ohne ernsthafte Bedrohungen aus der WG zu bekommen, kann der Weg nur in einem eigenen Auszug liegen.

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bert_baller 21.12.2015, 12:07
3.

Wurfsterne sind schon seit Jahren verbotene Gegenstände nach dem Waffengesetz. Allerdings müssten die halt erst einmal gefunden werden - etwa wenn es eskaliert und man zum Schlichten die Polizei herbeiruft. Die frei verkäuflichen Schwerter wäre er dann wohl ebenfalls los - einkassiert und üblicherweise nach einer Klärung nicht mehr auffindbar.

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Willi Wacker 21.12.2015, 12:28
4.

Zitat von bert_baller
Wurfsterne sind schon seit Jahren verbotene Gegenstände nach dem Waffengesetz. Allerdings müssten die halt erst einmal gefunden werden - etwa wenn es eskaliert und man zum Schlichten die Polizei herbeiruft. Die frei verkäuflichen Schwerter wäre er dann wohl ebenfalls los - einkassiert und üblicherweise nach einer Klärung nicht mehr auffindbar.
Sag ihm, dass Chuck Norris demnächst dein Schwiegervater wird.
Oder zieh schnellstens aus.

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superfaultier 21.12.2015, 12:29
5. Bei den Waffen

bin ich mir sicher, dass falls diese nicht scharf sind dann in Deutschland legal sind, ja auch die Wurfsterne geltrn dann als Replika oder Zierde. ich persönlich würde empfehlen Sie sollten vielleicht mehr mit dem Mitbewohner reden. Deathmetal ist wahrscheinlich näher an klassischer Musik als das was Sie hören. Und aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass je mehr Kampfsport ein Mensch ernsthaft macht desto weniger spontan oder irrational ist der Gewalteinsatz. Ihr Mitbewohner macht ihnen genug Angst mit einer Drohung, weil Sie ihn so einschätzen. Wird er angegriffen kann es schnell so aussehen ald wäre er der Agressor gewesen, weil gut trainierte Menschen schnell die Oberhand haben grgen betrunkene Pöbler. Kurz gesagt: Sehen Sie mal hinter das Schaubild des Kampfsportdeathmetlers.

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dmenz 21.12.2015, 12:38
6. Ich hab früher

auch Kampfsport gemacht. Und war als Schlichter, Beisitzer und äh Ratgeber in solchen Situationen immer recht gefragt und beliebt. Wenn der Psycho nämlich begreift, das er mit Jan, 24 nicht umspringen kann wie es ihm gefällt ohne Konsequenzen, das kann Wunder wirken...

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Malshandir 21.12.2015, 12:45
7. Eigener Auszug

Also hier waere der eigene Auszug anzuraten.
Bei einer Drohung wuerde ich die Polizei rufen und dann kann man ihn nach dem gewaltschutzgesetz auch aus dem Haus verbannen.

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Willi Wacker 21.12.2015, 12:55
8.

Zitat von dmenz
auch Kampfsport gemacht. Und war als Schlichter, Beisitzer und äh Ratgeber in solchen Situationen immer recht gefragt und beliebt. Wenn der Psycho nämlich begreift, das er mit Jan, 24 nicht umspringen kann wie es ihm gefällt ohne Konsequenzen, das kann Wunder wirken...
Bei einem Boxer oder Kampfsportler schauen Gerichte immer besonders kritisch hin, wenn so einer einen Streit hat. Fäuste, Füße gelten dann als Waffen!

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Atheist_Crusader 21.12.2015, 13:15
9.

Zitat von superfaultier
ich persönlich würde empfehlen Sie sollten vielleicht mehr mit dem Mitbewohner reden. Deathmetal ist wahrscheinlich näher an klassischer Musik als das was Sie hören. Und aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass je mehr Kampfsport ein Mensch ernsthaft macht desto weniger spontan oder irrational ist der Gewalteinsatz. Ihr Mitbewohner macht ihnen genug Angst mit einer Drohung, weil Sie ihn so einschätzen. Wird er angegriffen kann es schnell so aussehen ald wäre er der Agressor gewesen, weil gut trainierte Menschen schnell die Oberhand haben grgen betrunkene Pöbler. Kurz gesagt: Sehen Sie mal hinter das Schaubild des Kampfsportdeathmetlers.
Irgendwie lese ich da heraus, dass Sie annehmen, dass Jan 24 Monate statt Jahre alt ist und dass der Mitbewohner erst seit zwei Wochen dort lebt. Ersteres ist falsch, letzteres mit ziemlicher Sicherheit ebenso.
Es ist korrekt, dass viele - gerade asiatische - Kampfsportarten auch eine eher konfliktvermeidende Philosophie beinhalten. Viele, aber nicht alle. Speziell die neueren verzichten auch mal gerne darauf, von einzelnen Trainern gar nicht zu reden.

Und die schlechten Klischees beschwört diese Person selbst herauf, indem sie keine Rücksicht auf andere nimmt und Diskussionen mit Gewaltandrohung abwürgt.

Ich weiß ja nicht, ob Sie sich durch das Metaler/Kampfsportler persönlich auf den Schlips getreten fühlen, aber es sieht so aus. Hier geht es definitiv nicht um Missverständnisse, sondern um handfest asoziales Verhalten. Das gehört nicht nur nicht in eine WG, sondern überhaupt nicht in eine zivilisierte Gesellschaft.

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