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Hilfe von der WG-Therapeutin: "Mein Mitbewohner will, dass meine Freundin putzt"
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Jonas' neue Freundin schläft fast jede Nacht bei ihm in der WG. Nun will sein Mitbewohner, dass sie regelmäßig das Bad sauber macht. Muss sie?

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ttvtt 26.02.2018, 09:05
10. gesunder Menschenverstand

Der gesunde Menschenverstand sagt sofort klar, lass den Putzplan durch drei teilen. ABER das hätte schon etwas sehr bindendes auch für die Beziehung. Es wäre ein offizieller Akt, die Freundin wird somit quasi in die WG aufgenommen. Vielleicht will der Jonas das nicht, weil es eben Auswirkung auch auf den Status seiner Beziehung haben könnte.

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LeBigMacke 26.02.2018, 09:32
11. Kindergarten

Nur weil 3 statt 2 Leute das Bad benutzen, muss es deshalb nicht öfter geputzt werden. Für keine der beiden Parteien müsste sich irgendetwas ändern. Das ist bloß die Faulheit, die aus dieser Forderung spricht, um seltener Putzdienst schieben zu müssen.

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dosmundos 26.02.2018, 11:26
12. Das ist jetzt einmal wirklich eine spannende Ansage!

Zitat von LeBigMacke
Nur weil 3 statt 2 Leute das Bad benutzen, muss es deshalb nicht öfter geputzt werden. Für keine der beiden Parteien müsste sich irgendetwas ändern. Das ist bloß die Faulheit, die aus dieser Forderung spricht, um seltener Putzdienst schieben zu müssen.
Wird das Bad nicht dreckiger, weil Sie davon ausgehen, dass jeder ohnehin hinter sich putzt und das Bad so sauber verlässt, wie er es angetroffen hat? Meinen Respekt vor Ihrer guten Erziehung! Möge Ihnen Ihre kindliche Naivität noch lange erhalten bleiben!

Oder sind Sie tatsächlich der Meinung, dass das Bad nicht dreckiger wird, wenn es mehr Leute häufiger benutzen? Dann ist ein wenig weltfremd, fürchte ich. Fragen Sie doch mal Ihre Mutter oder Putzfrau, oder wer immer Ihr Bad putzt, was sie dazu meint. Nur so als Realitätscheck, bevor Sie raus ins richtige Leben gehen...

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dosmundos 26.02.2018, 11:41
13.

Zitat von ttvtt
Der gesunde Menschenverstand sagt sofort klar, lass den Putzplan durch drei teilen. ABER das hätte schon etwas sehr bindendes auch für die Beziehung. Es wäre ein offizieller Akt, die Freundin wird somit quasi in die WG aufgenommen. Vielleicht will der Jonas das nicht, weil es eben Auswirkung auch auf den Status seiner Beziehung haben könnte.
Bin ganz auf Ihrer Seite, allerdings ist seine Freundin ja schon offiziell involviert - sie übernimmt die Hälfte von Jonas' Einsatzzeiten.

Wenn Jonas einen "offiziellen" Putzplan unter namentlicher Erwähnung seiner Freundin vermeiden will, gibt es eventuell ja auch noch andere Reinigungstätigkeiten, die nicht im wöchentlichen Turnus durchgeführt werden müssen (Dusche entkalken, Böden wischen, Kehrwoche im Treppenhaus, was weiß ich), die Jonas als Ausgleich fürs Bad dann alleinverantwortlich (mit Unterstützung seiner Freundin) übernimmt.
Ist halt eine Frage der Kommunikation und des Verhandlungsgeschicks. Nachdem das komplette Ignorieren der Forderung seines Mitbewohners nicht funktioniert hat (da dieser mit Eskalation in Form von Einstellung seiner Putzaktivitäten droht), muss Jonas ja irgendein Entgegenkommen in die Verhandlungen mit einbringen. Die Diskussion aus dem Bad zu holen, würde unter Umständen Raum für eine Lösung bieten.

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Celegorm 26.02.2018, 16:10
14.

Zitat von ttvtt
Der gesunde Menschenverstand sagt sofort klar, lass den Putzplan durch drei teilen. ABER das hätte schon etwas sehr bindendes auch für die Beziehung. Es wäre ein offizieller Akt, die Freundin wird somit quasi in die WG aufgenommen. Vielleicht will der Jonas das nicht, weil es eben Auswirkung auch auf den Status seiner Beziehung haben könnte.
Der Jonas hat seine Freundin ja bereits zu einem Teil der WG gemacht indem er diese dort quasi wohnen lässt und auch in den Putzplan eingebunden hat - halt bequemerweise nur in seine Hälfte und nicht die eigentliche Rotation. Der Status der Beziehung scheint mir insofern offizialisiert genug als dass das als Ausrede dienen könnte. Mal davon abgesehen, dass es ja nicht das Problem des Mitbewohners wäre, wenn Jonas Bindungs- und Definitionsprobleme hätte. Was in solchen Fragen zählt ist einzig der nüchterne, tatsächliche Zustand. Wenn der nicht behagen sollte, dann sollte Jonas halt vielleicht seine Beziehung auf eine Gelegenheitsbasis herunterfahren anstatt die Freundin zur Quasi-Mitbewohnerin zu machen..

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soundwaves 26.02.2018, 17:50
15. Warum nur beim Putzen?

Da hier der Gast-Status nicht mehr besteht und es sich um eine quasi 3-er WG handelt, sollte der Mitbewohner auch verlangen, die Miete entsprechend gerecht zu verteilen. So wurde das Thema bei uns in der WG gelöst. Wer wohnt, der beteiligt sich auch.

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Koda 26.02.2018, 23:57
16. Wir reden hier "über ein paar Wochen"?

Bis zu sechs Wochen ungefähr darf ein Gast bei Mietern zu "Gast" sein, ohne dass der Vermieter etwas dagegen zu sagen hat.
Insofern wäre es eigentlich immer noch der Freund der jungen Frau, der hier in der Pflicht steht, das Bad selbst zu säubern.
Hat die junge Frau eigentlich kein Zuhause, um dass auch sie sich kümmern muss? Also sollte die junge dame hier schön vom neuen Freund vertreten werden.

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