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Hilfe von der WG-Therapeutin: "Meine Mitbewohner wollen nicht heizen"
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Weil sie in ihrer WG andauernd friert, will Laura ausziehen. Wie kann sie das ihren Mitbewohnern klarmachen?

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manicmecanic 12.04.2019, 10:41
40. übertrieben

sind die Temperaturen schon,aber totaler Unsinn ist es daß man davon eine Blasenentzündung bekommt.Auch schimmelt eine Wohnung nicht automatisch wegen den tiefen Temperaturen,das allein reicht nicht.Eine Frau die ständig damit zu tun hat,hat die Entzündung oft nicht richtig ausgekuriert.

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Europa! 12.04.2019, 10:41
41. Typisch Berlin, liebe Laura

Da es in Berlin zum guten Ton gehört, gegen jede Form von Sanierung zu kämpfen und Vermieter als "Haie" zu denunzieren, geht es vielen wie Ihnen. Ihre Mitbewohner gehören offensichtlich zum harten Kern der Häuserkämpfer, die lieber erfrieren, als angemessene Miete (und Nebenkosten) zu zahlen. Da Sie Studentin zu sein scheinen, würde ich Ihnen empfehlen, sich an Ihre Eltern zu wenden. Vielleicht haben die eine gute Idee. Ich denke da an eine Studentenwohnung in einer weniger verkommenen Stadt.

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syracusa 12.04.2019, 10:42
42. Bauphysikkenntnisse

Zitat von Postwachstumsökonom
Fällt die Raumtemperatur dauerhaft unter 16 Grad bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 50 Prozent , so führt das unweigerlich zu Schimmel: hinter Schränken, in Fensterlaibungen, an Möbeln etc.
Sie reklamieren völlig zu unrecht Bauphysikkenntnisse. Nein, eine niedrige Raumtemperatur führt nicht zu Schimmel, denn niedrige Raumtemperaturen gehen auch immer mit niedriger Luftfeuchte einher. Wenn eine Wohnung überhaupt nicht beheizt wird, dann platzen vielleicht die Wasserleitungen, aber Schimmel muss dann niemand befürchten.

Schimmel entsteht durch *hohe relative Luftfeuchte* an Wänden. Die hohe Luftfeuchte kommt aber durch *warme* Raumluft und *kalte* Wände zustande. Die warme Raumluft nimmt bei gleicher relativer Feuchte viel mehr Feuchtigkeit auf als kalte Luft, und wenn diese Luft von z.B. 20°C und 50% relativer Feuchte an den kalten (weil z.B. schlecht gedämmten) Wänden auf z.B. 16°C abkühlt, dann erhöht sich dabei wg des absolut gleichbleibenden Feuchtegehalts die relative Feuchte auf über 80%, und das lässt Schimmel gedeihen.

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MioMioMimi 12.04.2019, 10:42
43.

Zitat von dasfred
Eine junge Erwachsene traut sich nicht, aus einer WG auszuziehen in der sie sich unwohl fühlt und den A.... abfriert? Sie hat sogar schon ein besseres Angebot und kann sich trotzdem nicht überwinden? Entweder hat sich hier jemand eine abstruse Geschichte ausgedacht, oder die Frau ist so zurückgeblieben, dass sie einen Betreuer braucht, der ihr sämtliche Entscheidungen abnimmt. Wie erreichen solche Menschen ihren Schulabschluss, geschweige den Abitur und Studienplatz?
Ich hatte ein ähnliches Problem in meiner ersten WG. Es ging nicht um die Temperatur, sonder um die Sauberkeit. Ich habe das Thema mehrfach angesprochen und wurde abgebügelt.
Nach drei Monaten bin ich also wieder ausgezogen, aber mir ist das Gespräch mit den beiden auch nicht leicht gefallen. Wie viele schwierige Gespräche hat man denn mit 21 Jahren schon gehabt? Das sind Porbleme, mit denen sich ein junger Mensch, der auf dem Land aufgewachsen ist noch nie auseinander setzten musste. Außerdem ertragen Menschen mit viel Empathie selbst einiges, um anderen nicht vor den Kopf zu stoßen oder andere in eine blöde Situation zu bringen.
Heute ist das für mich auch kein Problem mehr aber ich kann sie verstehen. Sowas muss man erst einmal lernen und Selbstbewusstsein bekommt man leider nicht zwingend in die Wiege gelegt.

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ferryh 12.04.2019, 10:46
44. Was sind hier für Leute unterwegs?

die mit ner Daunenjacke schlafen gehen und sich im Winter lieber ne lange Unterhose anziehen als ein wenig zu heizen?? Für mich nicht nachvollziehbar. Im Winter heize ich meine Wohnung, sodass ich auch dann 20°C habe (und nein- ich bin auch keine Frostbeule, bin was das angeht relativ unempfindlich). Die Heizkosten sind es mir allemal wert, für mich ist das eine Sache von Wohnqualität. Niemand muss in ner Jacke zu Hause rum sitzen als wäre er auf der Durchreise.

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Koda 12.04.2019, 10:48
45. Alter Grundsatz:Jeder JEck ist anders

Zitat von sowasvonanderssein
Also ich schlafe im Winter z.B. auch ohne Heizung und bei gekipptem Fenster. Einfach Daunenjacke an und gut ist! Im Wohnzimmer auch nie mehr als +3 Grad. Damit das Bier nicht einfriert. Lange Ski-Unterwäsche, Pulli und Jacke, manchmal Handschuhe. Dann geht das schon. Dafür habe ich kaum mehr als 200 Euro Heizkosten im Jahr und das Klima freut sich! :-)
Nicht jeder hält das aus, so voll bepackt im Bett zu liegen oder sich tagsüber im Zimmer aufzuhalten.

Und achten Sie mal auf den Schimmel.
Denn: gerade ein gekipptes Fenster reicht nicht zum Lüften. Auch kein dauerhaft gekipptes.

Ich mache es so: einmal morgens Stoßlüften - was im Grund auch zuwenig ist - und die Heizung ganzjährig auf "3" (ca. 18° ) gestellt
Sowohl in den Schlaf- als auch dem Wohnzimmer.

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Pickle__Rick 12.04.2019, 10:52
46.

Im Grunde lässt sich so ziemlich jeder Artikel aus dieser WG-Therapie am Ende auf folgendes reduzieren:"Zieh aus."
Ich glaube, dass diese Konsequenz bei so ziemlich jedem mit WG-Problemen im Kopf schwebt und gerade deswegen nach Tipps gefragt wird, weil man eben nicht einfach abhauen will. Wie wäre es denn zum Beispiel mit einem Smarthomesystem für die Heizung? Das gibt es selbst für alte Heizungen zum Nachrüsten und kostet kein Vermögen. Ich wohne auch im Altbau (saniert) und hasse überheitze Buden. Nicht heizen und falsches Lüften ist aber auch nicht ideal. Mit intelligenten Systemen lässt sich das optimieren. Die Bude kühlt nicht zu sehr ab aber man verplempert auch keine Energie wenn z. Bsp. gerade keiner da ist. In einer 3er-WG sollte man sich das schon leisten können. Immerhin arbeiten ja auch zwei der Mitbewohner. Wie wäre es denn damit anstatt Auszug?
Egal, interessant sind die Stories immer wieder. Es gibt schon Typen...

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g_bec 12.04.2019, 10:52
47. Nö.

Zitat von Europa!
... Ihre Mitbewohner gehören offensichtlich zum harten Kern der Häuserkämpfer, die lieber erfrieren, als angemessene Miete (und Nebenkosten) zu zahlen. ..
Nö, das werden eher Studenten aus dem Westen sein;-) Nach der Wende konnte man bei Verwandtenbesuchen nämlich eines feststellen: Im Westen läuft man im Wintermantel mit dicken Socken und langer Unterhose in der Wohnung herum, um nur ja nicht soviel für's Heizen auszugeben. Und die Brötchen zum Frühstück werden, genauso wie die Kartoffeln zum Mittagessen, abgezählt.

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jeby 12.04.2019, 10:54
48.

Einfach Wahrheit sagen und fertig. Sie hat ja anscheinend noch niemals eine enge Beziehung zu den Mitbewohnern, sieht sie manchmal tagelang nicht. Wieso stellt sie sich da so an? Ich verstehe es nicht. Sie wird die Beiden nach ihrem Umzug wahrscheinlich sowieso nicht mehr sehen. Daher ist es doch auch egal, ob die beiden sauer auf sie sind oder nicht. Also ein bisschen Rückgrat sollte man auch als junge Erwachsene schon haben. Die Situation ist doch wirklich nicht so schlimm, dass man sie solche Sorgen machen muss.

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bluebill 12.04.2019, 10:55
49. Sowas gibt es.

Menschen, meist aus dem Schwäbischen, die von klein auf gelernt haben, dass Wohlbefinden und Gesundheit weniger zählen als Geld zu sparen. Wenn dazu noch Ideologie kommt, wie hier die Umwelt, dann sind sie schlicht nicht mehr sozialkompatibel. - Wäre ich an der Stelle der armen Mitbewohnerin, würde ich zunächst selbst die Heizung aufdrehen. Immer wieder, wenn grad keiner hinsieht, tagein, tagaus. Wenn es zu Diskussionen kommt, auf den normalen, gesundheitlich unbedenklichen, gesetzlich verankerten Standard hinweisen, auch auf die drohenden Folgen wie Schimmel und chronische Krankheiten. Samt Schadensersatzforderungen, hierzu Artikelr aussuchen. (Wahrscheinlich hilft es nix, aber es ist taktisch wichtig. ) Parallel eine andere WG suchen. Irgendwann dann ausziehen. Die Freaks werden heilfroh sein, dass sie ab sofort wieder ungestraft die Umwelt erretten und Heizung sparen können.

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